NPD-Klatsche in Thüringen: Das Wieschke-Desaster

Patrick Wieschke hat den Karren gegen die Wand gefahren. Mit 3,6 Prozent ist die NPD in Thüringen weit hinter ihrem selbstgesteckten Ziel von sieben Prozent plus X zurückgeblieben. Die jüngsten Veröffentlichungen über die Vergangenheit des Spitzenkandidaten dürften selbst hartgesottene Unterstützer abgeschreckt haben. Die AfD unter Rechtsausleger Björn Höcke schickt hingegen elf Vertreter in den Erfurter Landtag. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp über 52 Prozent.

Landtagswahl in Brandenburg - NPD scheitert - AfD mit Rekord

(Nicht einmal Halb-)Brandenburg wählte am Sonntag einen neuen Landtag. Bei regnerischem Wetter musste das Bundesland mit einer historisch geringen Wahlbeteiligung kämpfen. Gerade einmal 49 Prozent der 2,1 Millionen Wahlberechtigten fanden den Weg an die Urne. Im Vergleich zur letzten Wahl 2009 (67 Prozent), die zeitgleich mit der Bundestagswahl stattfand, ging die Beteiligung weiter zurück.

AfD wird ultrarechte Geister nicht los

Gestärkt durch das Votum von fast 160.000 sächsischen Wählerinnen und Wählern, bereitet sich die AfD im Freistaat derzeit auf die kommende Legislaturperiode vor, in der die Euro-Kritiker erstmals einem Landtag angehören werden. Derweil kratzen mehrere Veröffentlichungen über die ultrarechte Vergangenheit einiger Funktionäre am selbstgewählten „nicht links, nicht rechts“-Image der blauen Senkrechtstarter. Sein Engagement für zwei umstrittene Vereine machte dem als Alterspräsident des Parlaments vorgesehenen AfD-Abgeordneten Detlev Spangenberg einen Strich durch die „neue“ Karriere.

Landtagswahl in Sachsen: AfD überrennt NPD

Für die NPD war es eine Zitterpartie bis zuletzt. Mit 4,95 Prozent verfehlte sie den dritten Landtagseinzug in Folge. Eine ganz andere Stimmungslage prägte hingegen die Wahlparty der AfD. Die Mannschaft um Spitzenkandidatin Frauke Petry erreichte aus dem Stand 9,7 Prozent und damit ihre erste Landtagsfraktion. Seine Partei sei damit endgültig in der deutschen Parteienlandschaft angekommen, zeigte sich Bundessprecher Bernd Lucke zufrieden.

AfD droht NPD Landtagseinzug in Sachsen zu vermasseln

Sechs Wochen vor der Landtagswahl werden die Sorgenfalten der sächsischen NPD-Funktionäre tiefer. Einer aktuellen Umfrage zufolge würden sich in diesen Tagen nur noch drei Prozent der Wählerinnen und Wähler für die Rechtsextremisten entscheiden. Mit einem Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde darf demgegenüber die AfD rechnen – sie kommt auf sieben Prozent Zustimmung. Allerdings bescheinigt nur ein Bruchteil der sächsischen Einwohner der Truppe um Frauke Petry „politische Kompetenzen“.

Rechter Kommunalpolitiker einer „NPD-nahen“ Wählervereinigung möchte kein „Nazi“ sein

Ein Stadtvertreter einer Wählervereinigung, die von der Szene selbst als „NPD-nah“ gesehen wird, der nicht „rechts“ sein möchte – der Streit mutet skurril an. Einen Schuldigen für seine Kündigung bei einem Sicherheitsunternehmen nach seinem Parlamentseinzug für die „Alternative für Torgelow“ (AfT) hat Dan Schünemann schnell ausgemacht: Den SPD-Landtagsabgeordneten Patrick Dahlemann. Deshalb hat er ihn angezeigt. Dahlemmann indes bleibt gelassen.

Insolvenz, Hass, Rücktritte: Trotzdem schließt Sachsens Ministerpräsident eine Koalition mit der AfD nicht aus

Der sächsische Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) versinkt im Chaos. Erst musste Landeschefin Frauke Petry Privatinsolvenz anmelden, dann machte ihre Vize Thomas Hartung mit menschenverachtenden Aussagen auf Facebook auf sich aufmerksam. Mittlerweile hat der promovierte Literaturwissenschaftler seine Ämter niedergelegt und verzichtet auf die Kandidatur bei der Landtagswahl im August. Trotzdem möchte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) eine Koalition mit der Chaos-Truppe nicht ausschließen.