Langer Atem zahlt sich aus: Glinder Bürgerinitiative wird „Leuchtturm des Nordens“

Nachdem die Bürgerinitiative „Glinde gegen rechts“ in diesem Jahr bereits mit dem Olof-Palme Friedenspreis und dem Hans-Frankenthal-Preis ausgezeichnet wurde, dürfen sich die wackeren Kämpfer für ein demokratisches Miteinander in den nächsten Wochen zwei weitere Preise in die Vitrine stellen. Das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ wird die Arbeit genauso prämieren wie der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V., der die Initiative zum „Leuchtturm des Nordens“ ernennt.

„Blühende Landschaften“ bei der DVU – Vereinigung mit NPD nur auf Augenhöhe

Ihren Spaß scheinen die DVU-Verantwortlichen noch nicht verloren zu haben. Nach dem Wahldebakel, bei dem die Splitterpartei deutschlandweit keine 50.000 Stimmen gewinnen konnte, sieht sie sich im Aufwind: Der „Strukturbeauftragte für die nördlichen Bundesländer“ der DVU berichtet von Mitgliederwachstum und Kreisverbandsneugründungen. Eine Vereinigung mit der NPD wird unter diesen Umständen abgelehnt, zukünftig könne aber auf Augenhöhe verhandelt werden.

Neues Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein

Mit Hilfe eines Beratungsnetzwerks können Schulen, Sportvereine und Verbände in Schleswig-Holstein künftig aufkeimende rechtsextremistische, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen bekämpfen.

Beteiligt sind Fachleute aus Verwaltung, Kommunen, Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit sowie Justiz und Polizei. „Wir bündeln unsere Kräfte, um vor Ort kompetent und gezielt zu beraten“, sagte Innenminister Lothar Hay (SPD) am Donnerstag in Kiel. Laut „WELT ONLINE" stehen ab Ende dieses Monats als Erstberater zwei Mitarbeiter in der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus beim Rat für Kriminalitätsverhütung bereit.

 

 

 

2.000 Menschen demonstrieren in Pinneberg gegen Rechtsextremismus

In Pinneberg haben am Samstag rund 2.000 Menschen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit protestiert. Die Teilnehmer gegen eine gleichzeitig stattfindende Demonstration von Rechtsextremen, an der sich etwa 200 Menschen beteiligten, berichtet News Adhoc. Zu der Demonstration gegen Extremismus hatte die Jüdische Gemeinde Pinneberg unter dem Titel „Für ein solidarisches Miteinander“ aufgerufen. Die Aktion wurde von Gewerkschaften und Friedensinitiativen unterstützt.