Von links nach rechts – Zur politischen Entwicklung von Alt-Achtundsechzigern

Der Historiker Manuel Seitenbecher geht in seiner Studie „Mahler, Maschke & Co. Rechts Denken in der 68er-Bewegung?“ der politischen Entwicklung mancher Alt-Achtundsechziger von links nach rechts nach. Es handelt sich um eine überaus informative Darstellung mit differenzierten Einschätzungen, worin aber Analyse und Stringenz eine höhere Bedeutung hätten haben können. 

Rechtsextremismus in Europa – eine journalistische Darstellung

Der Sozialpädagoge Martin Langebach und der Journalist Andreas Speit legen mit „Europas radikale Rechte. Bewegungen und Parteien auf Straßen und in Parlamenten“ eine Art Reisebericht über Eindrücke vom Rechtsextremismus in unterschiedlichen Ländern vor. Durch die journalistische Darstellung erhält man einen anschaulichen Eindruck von den verschiedenen Facetten dieses politischen Phänomens, an analytischen Betrachtungen im näheren Sinne mangelt es dem doch überwiegend rein beschreibend gehaltenen Buch indessen.

Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft

Antisemitismus findet man nicht nur bei den autochthonen Bürgern des Landes, Judenfeindschaft gibt es auch unter Menschen mit Migrationshintergrund, was die Beiträge des Sammelbandes „Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft. Beiträge zur kritischen Bildungsarbeit“ veranschaulichen wollen. Manche Beiträge enthalten beachtenswerte Einschätzungen und Informationen, andere Texte ergehen sich leider in mitunter nebligen und unklaren Reflexionen zum jeweiligen Thema.

Vom Adel bis zur „Occupy“-Bewegung: Antisemitismus unter der Lupe

Das nun nicht mehr von Wolfgang Benz, sondern von Stefanie Schüler-Springorum herausgegebene „Jahrbuch für Antisemitismusforschung“ liegt in seiner einundzwanzigsten Ausgabe vor. Einen Themenschwerpunkt bilden Beiträge zum Antisemitismus in Litauen, darüber hinaus findet man aber in bewährter Qualität auch beachtenswerte Abhandlungen zur Judenfeindschaft in anderen Ländern und zu anderen Zeiten.

Wenn die Populisten kommen...

Der Bonner Politikwissenschaftler Frank Decker legt mit dem Band „Wenn die Populisten kommen. Beiträge zum Zustand der Demokratie und des Parteiensystems“ eine Sammlung früherer Aufsätze, Artikel und Rezensionen zum Thema vor. Nicht alle Beiträge hätten 2013 noch nachgedruckt werden müssen, gleichwohl verdienen die Texte insbesondere zum Populismus auch heute noch aufgrund ihrer bleibenden Aktualität inhaltliche Aufmerksamkeit.

Neonazi-Aussteiger Manuel Bauer und seine Zeit „Unter Staatsfeinden“

In den beiden vergangenen Jahrzehnten veröffentlichten mehrere aus der rechtsextremistischen Szene ausgestiegene Personen ihre Erfahrungen. Es entstand eine Aussteiger-Literatur, die Bücher von so unterschiedlichen Verfassern wie dem einstigen Ost-Berliner Neonazi Ingo Hasselbach oder dem Düsseldorfer Rechtsrock-Musikproduzenten Torsten Lemmer umfasst. Nun berichtet der sich mittlerweile den Medien als Interviewpartner präsentierende Manuel Bauer aus seinem Leben „Unter Staatsfeinden“. Ein Gastbeitrag.