Kein „Soldat wie andere auch“ – zur Biografie des KZ-Kommandanten und SS-Divisionskommandeurs Theodor Eicke

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs treten Veteranen der Waffen-SS mit der Behauptung an die Öffentlichkeit, sie seien Soldaten gewesen wie etwa die Angehörigen der Wehrmacht auch. Zeitgenössische Rechtsextremisten teilen diese Haltung und leugnen damit den weltanschaulichen Charakter der nationalsozialistischen Parteiarmee, um dadurch auch von deren Verbrechen abzulenken. Eine aktuelle Veröffentlichung zeigt am Lebensweg des Röhm-Mörders, KZ-Kommandanten und Divisionskommandeurs Theodor Eicke, wie unhaltbar diese Behauptung ist.

Ex-NPD-Chef Voigt will den Buchmarkt aufmischen: Die Leichen bleiben im Keller

Kaum eine andere Veröffentlichung hat die rechtsextreme Szene in jüngster Zeit mit derart großer Spannung erwartet, wie das seit Längerem angekündigte Buch des ehemaligen NPD-Vorsitzenden Udo Voigt. Wirklich neue Erkenntnisse bleibt der 61-Jährige aber schuldig. Er nutzt die rund 400 Seiten vielmehr, um sich im parteiinternen Kampf um die Spitzenkandidatur zur Europawahl im kommenden Mai in Stellung zu bringen.

Kritik Israels mit jüdischer Ethik? Judith Butlers neues Buch

Die Philosophin Judith Butler versucht in „Am Scheideweg. Judentum und die Kritik am Zionismus“, eine jüdische Ethik zur Kritik der israelischen Palästinenserpolitik zu entwickeln. Während ihre Rekurse auf jüdische Denkerinnen und Denker des 20. Jahrhunderts von Bedeutung sind, bleibt sie bei der Betrachtung des Israels der Gegenwart all zu platt ihrer „Schwarz-Weiß-Perspektive verhaftet.

Judenfeindlichkeit in der islamisch geprägten Welt

Der Historiker Robert Wistrich weist in seinem erstmals 2002 erschienenen Buch „Muslimischer Antisemitismus. Eine aktuelle Gefahr“ auf die Verbreitung judenfeindlicher Stereotype in der arabischen Welt hin. Der mehr essayistisch denn wissenschaftlich ausgelegte Text macht die hohe Verbreitung einschlägiger Agitation überzeugend deutlich, lässt aber eine differenzierte Einordnung des Phänomens vermissen.

Ältere journalistische Arbeiten zum Rechtsextremismus in Deutschland

Der Journalist Anton Maegerle legt in seinem Buch „Vom Obersalzberg bis zum NSU: Die extreme Rechte und die politische Kultur der Bundesrepublik 1988-2013“ über siebzig frühere Veröffentlichungen von ihm in gebündelter Form vor. Nicht alle Texte lohnen heute noch die Lektüre, gleichwohl liefert der Band einen interessanten Rückblick auf Recherchen zum Thema, wobei manche prognostische Dimension besondere Beachtung verdient.

„Prora hätte ein Gegenmodell zum geplanten „KdF-Seebad Rügen“ werden können, an dem eine Auseinandersetzung mit der Geschichte möglich gewesen wäre“

Mit unserem Artikel „Luxus-Urlaub im Nazi-Ferienlager“ haben wir Staub aufgewirbelt. An der Nutzung des ehemaligen NS-Vorzeigeprojektes gibt es viel Kritik. Dort untergebracht sind aber auch Bildungsprojekte, die das schwere Erbe des Seebades thematisieren. ENDSTATION RECHTS. sprach hierüber mit der Leiterin des PRORA-ZENTRUMS, Susanna Misgajski. 

Neuausgabe von Karlheinz Deschner „Mit Gott und den Faschisten“

In seinem bereits vor fast 50 Jahren erschienenen Buch „Mit Gott und den Faschisten. Der Vatikan im Bunde mit Mussolini, Franco, Hitler und Pavelic“ hatte der Kirchengeschichtskritiker Karlheinz Deschner auf die Unterstützung der katholischen Kirche für Rechtsdiktaturen aufmerksam gemacht. Die Neuausgabe macht dieses – im Detail, aber nicht im Kern veraltete - Buch wieder zugänglich.