Niemand mag sie: Republikaner über Selbstverständnis und 'primitive Provokationen'

Die Republikaner tauchen nicht mehr in den Verfassungsschutzberichten auf. Trotzdem werden sie ihr Image als rechtsextreme Partei nicht los, obwohl sie vom rechtsextremen Lager mehr Spott als Zuspruch ernten. In der „Jungen Freiheit“ beklagt Parteichef Rolf Schlierer in einem Interview nun das Fortwirken der Schweigespirale und teilt ein wenig neidvoll auch nach rechts aus.

Wer im Glashaus sitzt: Republikaner (REP) verurteilen Drohungen der NPD / REP-Mitglied wegen Volksverhetzung

Ihre Abgrenzungsbeschlüsse gegenüber rechtsextremen Parteien scheinen die Republikaner nun auch öffentlich deutlich machen zu wollen. In einer Pressemitteilung auf ihrer Internetseite verurteilten sie die Drohungen gegen den dunkelhäutigen CDU-Politiker Zeca Schall als „primitiv und inakzeptabel“. Unterdessen ist einer ihrer Politiker in zweiter Instanz wegen Volksverhetzung verurteilt worden.

Rechter schlägt auf Rechten ein - 10 Monate auf Bewährung

Das war sozusagen Wahlkampf wortwörtlich: Der Kissinger „Leiterschlag“ schmerzte nicht nur - er war auch ein „rechtes“ Politikum im Vorfeld der Landtagswahl 2008. Das liegt an der Gesinnung der Beteiligten: Am Geschlagenen (Johann Gärtner, Landeschef der Republikaner) und am „Schläger“ (NPD-Plakatierer). Gestern wurde Letzterer (38) vor dem Aichacher Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zehn Monaten, ausgesetzt zur Bewährung, und 160 Sozialstunden verurteilt.