Mini-Neonazi-Demo zieht durch Gotha

Mit mäßiger Beteiligung von etwa 95 Teilnehmern zog am Samstagnachmittag eine „überparteiliche Demonstration“ aus Anhängern diverser extrem rechter Gruppierungen durch Gotha. In der Jüdenstraße verhinderte eine Blockade, dass die Neonazis durch die vormals von Juden bewohnte Straße ziehen konnten. Auf dem Weg zum Hauptmarkt setzte der Versammlungsleiter den gemieteten Lautsprecherwagen noch gegen einen Poller.

Neonazis aus Jamel treten zur Kommunalwahl an

In der kleinen häufig als „Neonazi-Dorf“ bezeichneten Gemeinde Jamel in Nordwestmecklenburg will der Neonazi Sven Krüger mit zwei weiteren Personen für die Kommunalwahl kandidieren, allerdings nicht auf dem Stimmzettel der NPD. Krüger, der auch Eigentümer des Thinghauses ist, hat derzeit mit einem Gutachten zu kämpfen, dass Rechtsrock-Veranstaltungen dort erschwert. Wenige Kilometer weiter – in Wismar – will die NPD am 1. Mai aufmarschieren.

Pro Chemnitz übernimmt Neonazi-Gedenkmarsch

Lange war der „Gedenkmarsch“ zur Bombardierung von Chemnitz das dominierende Event der lokalen Neonazi-Szene. In den vergangenen Jahren verlor die Demonstration allerdings an Zuspruch, bis sie zuletzt komplett ausfiel. Am Sonntag übernahm die selbsternannte Bürgerbewegung Pro Chemnitz die Organisation des Aufmarschs und löste damit NPD und Kameradschaften ab. Am Vorabend protestierte ein antifaschistisches Bündnis gegen rechte Umtriebe in der Stadt.