Ostritz: Wenn militante Neonazis feiern

Etwa 700 Neonazis kamen zum zweitägigen Festival von NPD-Funktionär Thorsten Heise ins ostsächsische Ostritz. Der Neonazi-Kader soll einen Journalisten bedroht haben – und sieht sich nun einem Ermittlungsverfahren ausgesetzt. Auch Anhänger der Gruppe Brigade 8, die durch jüngste Recherchen zum mutmaßlichen Mörder von Walter Lübcke aufgefallen waren, feierten offen, ungeniert und teilweise in Combat 18-Shirts mit.

Old School Society: Weiterer Prozess gegen rechte Terrorgruppe

Die „Oldschool Society“ machte erstmals 2015 Schlagzeilen, als der Kern der rechtsextremen Terrorgruppe ausgehoben wurde. Sicherheitsbehörden fingen kurz zuvor Anschlagspläne gegen eine Flüchtlingsunterkunft ab. Nachdem 2017 bereits der erste Prozess gegen die Rechtsterroristen endete, müssen sich nun zwei weitere, mutmaßliche Mitglieder der Gruppe vor dem Oberlandesgericht in Dresden verantworten.

Neonazi-Verein: Verfassungsgericht bestätigt HNG-Verbot

Das Bundesverfassungsgericht verkündete heute, das eine Verfassungsbeschwerde der rechtsextremen „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige“ (HNG) zurückgewiesen wurde. Der Verein galt als einer der größten und ältesten im Neonazi-Milieu. Verboten wurde die Organisation schon 2011. Mit der Ablehnung der Beschwerde bestätigte das Verfassungsgericht den Verbotserlass.

„Nordadler“: Razzien gegen mutmaßliche rechtsterroristische Vereinigung

Die Bundesanwaltschaft hat heute mehrere Immobilien mit dem Verdacht auf Bildung einer terroristischen Vereinigung durchsuchen lassen. Konkret ging es um Wohnungen von vier Tatverdächtigen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen sowie einer nicht tatverdächtigen Person in Thüringen. Laut Angaben der Strafverfolgungsbehörde handelt es sich um die rechtsextreme Nordadler-Gruppe.

Rechte Krawalle in Leipzig-Connewitz: Schleppende Fortschritte

Am Abend des 11. Januar 2016 verwüstete eine Gruppe von über 200 bewaffneten Neonazis einen Straßenzug im Leipziger Szeneviertel Connewitz. Das Ausmaß der Gewalt schockierte selbst erfahrene Beobachter des rechten Spektrums. Heute jährt sich der rechtsextreme Angriff zum zweiten Mal – über die juristische Aufarbeitung gibt es hauptsächlich kritische Stimmen. Mit der Anklage gegen 100 Verdächtige, die kürzlich von der Leipziger Staatsanwaltschaft erhoben wurde, könnte sich das allerdings ändern.