Dresden: Neonazi-Aufmarsch hier, AfD-Demo da

Wie in den letzten Jahren hielt die lokale Neonazi-Szene ihren Gedenkmarsch zur Bombardierung Dresdens kurzfristig vor dem eigentlichen Jahrestag ab, um Gegenaktionen aus dem Weg zu gehen. Trotzdem formierte sich gesellschaftlicher Widerstand gegen den rechten Aufmarsch, wenn auch nicht im Umfang vergangener Jahre. Davon profitierte allerdings auch die AfD: Diese konnte währenddessen ungestört in der Innenstadt demonstrieren.

Dresden: Gleich mehrere rechte Demonstrationen zum 13. Februar

Der Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13. Februar ist seit den späten 90ern ein fester Termin für die rechtsextreme Szene. Zwar schwand die Bedeutung des Großevents zuletzt massiv, aber in den beiden Vorjahren stiegen die Teilnehmerzahlen erstmals wieder. Dieses Mal stehen in den Tagen um das historische Datum gleich mehrere Veranstaltungen an. Neben der lokalen Neonazi-Szene mobilisieren auch Holocaustleugner, rechte Bürgerbewegungen und die AfD. Für den Gegenprotest sind das keine guten Vorzeichen.

Gewaltvorwürfe gegen sächsischen NPD-Chef Baur: Vergleich erreicht und doch kein Ende?

Der Rosenkrieg zwischen dem Landesvorsitzenden der NPD in Sachsen, Jens Baur, und seiner ehemaligen Lebensgefährtin, erregte großes Aufsehen. Die Rede war von häuslicher Gewalt, die Fronten so verhärtet, dass der Fall schließlich vor Gericht landete. Ein weiterer Skandal in der Geschichte der „Nationaldemokraten“, bei dem noch kein Ende in Sicht ist: Man einigte sich zwar auf einen Vergleich – beide Personen dürfen sich öffentlich nicht mehr darüber äußern – jedoch sind weitere rechtliche Konsequenzen nicht auszuschließen.