„Der muslimische Antisemitismus wird in Deutschland geduldet“

Es ist schon ein ungewöhnlicher Lebenslauf, den der aktuelle Gesprächspartner der rechtskonservativen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) zu bieten hat. Als Sohn eines Iraners 1977 in Deutschland geboren, wächst Arye Sharus Shalicar auch in Berlin Wedding auf. Mit 13 Jahren aber hängt sich Shalicar ein Kettchen mit Davidstern um. Die muslimischen Freunde wenden sich daraufhin von dem Juden ab und projizierten ihre israelischen Vernichtungsphantasien auf ihn. Jetzt wohnt Shalicar in Israel und ist einer von vier Sprechern der israelischen Armee.

Von der Frauen- zur Männerbewegung. Wie Konservative die Emanzipation für sich entdecken.

Unter dem Titel „Feindbild Feminismus. Geschlechterkampf von rechts.“ stellte der Journalist Thomas Gesterkamp kürzlich seine Beobachtungen zur Entwicklung in der geschlechterpolitischen Debatte vor. Aus seiner Sicht entstehen neue Netzwerke, die konservative und antifeministische Ideen verbreiten und die Errungenschaften der Frauenbewegung in Frage stellen.

Empörung vorprogrammiert? Smudo von Fanta4 gibt "Junger Freiheit" ein Interview

Mehr als 200.000 Mal wurde es bisher angeglickt - das Werbevideo des Musikers Smudo von Fanta4. Darin wirbt er cool und locker für die Teilnahme Jugendlicher am Videowettbewerb "361 Grad Respekt", dem Wettbewerb gegen Ausgrenzung bei youtube. Was einigen allerdings kaum schmecken dürfte, ist die Tatsache, dass Smudo kürzlich der rechtskonservativen Wochenzeitung "Junge Freiheit" (JF) ein Interview gegeben hat.

Prekäre Partystimmung bei der Jungen Freiheit

Als Ende August die Debatte um Thilo Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" ihren Anfang nahm, war erwartungsgemäß sofort die rechte Zeitung Junge Freiheit (JF) zur Stelle, um den Thesen des damaligen Bundesbankers voller Begeisterung zuzustimmen. Auch in den folgenden Wochen berauschte sich die JF freudetrunken an Sarrazins nationalistischen und sozialdarwinistischen Einlassungen. Dabei versäumte es das Blatt freilich nicht, durch allerlei groteske Deutungsversuche ihr Scherflein zur Sarrazin-Debatte beizutragen. Unter anderem träumte die Zeitung wieder einmal ihren Traum von einer neuen Partei rechts von der Union. Auch weil es mit der Verwirklichung dieses Traums bislang nicht so richtig vorangeht, droht dem Blatt nach der Party der Absturz in die Katerstimmung. Beitrag nach CC-Lizenz übernommen von redok.de