Wahlkampf auf Rügen – Mutmaßliche Rechtsextremisten prügeln Grünen-Wahlhelfer

Auf Rügen entscheidet sich am kommenden Sonntag, ob die rechtsextreme NPD künftig mit vier oder gar fünf Abgeordneten im Landtag vertreten ist. Erreichen die Grünen mehr als 20 Prozent machen sie der NPD das fünfte Mandat streitig. Die Nerven scheinen bei den Rechtsextremen blank zu liegen, am Wochenende ist ein Wahlhelfer der Grünen überfallen worden. Er verteilte Flyer mit dem Titel „Jeder Nazi ist einer zuviel“.

4. September: Wählen gehen!

Umfragen zufolge liegt das Interesse der Wahlberechtigten, am Sonntag, den 4. September zur Wahl zu gehen, bei derzeit 51 Prozent. Das wären acht Prozent weniger, als bei den vergangenen Landtagswahlen. Damals zog die NPD mit mehr als sieben Prozent in den Landtag von M-V ein. Da die rechtsextreme NPD eine Partei ist, bei der es niemals hundertprozentig sicher ist, ob sie einziehen wird, werden heute auf jeden Fall alle potentiellen NPD-Wähler auch zur Wahl gehen.

Themenwoche: Den Verfassungsfeind im Blick - Vom Umgang der Demokraten mit der NPD

„Aber die NPD ist doch nicht verboten“ – Ein Satz, der häufig bei Diskussionen über die NPD fällt. Ja, die NPD ist nicht verboten. Aber ist sie allein deshalb eine normale Partei? Im parlamentarischen Umgang stellt die NPD in jedem Fall eine Ausnahmesituation dar: Sie lehnt die parlamentarische Demokratie ebenso ab wie andere Parteien, die sie als „System-“ oder „Blockparteien“ verhöhnt, finanzielle Zuwendungen hingegen lässt sie sich in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gefallen.