Anklamer „Kaffeeklatsch-Affäre“ spitzt sich zu: Haben Teile der Union ein Abgrenzungsproblem zu braunem Gedankengut?

Die Anklamer „Kaffeeklatsch-Affäre“ nimmt weiter Fahrt auf. Der Kreischef der Union, Egbert Liskow, verteidigte öffentlich die relativierenden Worte seines Parteifreundes Marco Schulz. Unterdessen feiert die JU Münster Weihnachten unter der schwarz-weiß-roten Fahne des Kaiserreichs. Gibt es in der Union ein Abgrenzungsproblem zu menschenfeindlichem Gedankengut?  

Nazis als „moderne Juden“? Schulz (CDU) verteidigt Umgang mit der NPD

Der schwarz-braune Kaffeeklatsch zwischen den CDU- und NPD-Mandatsträgern in Anklam war gestern das Gesprächsthema in  Mecklenburg-Vorpommern. Von Einsicht wollen einige Christdemokraten allerdings nichts wissen, im Gegenteil. Marco Schulz, CDU-Vertreter im Stadtparlament von Anklam und im Kreistag, gießt ordentlich Öl ins Feuer. Er drückt der NPD den gewünschten „Märtyrerstempel“ auf und vergleicht ihre Situation mit jener der Juden im Dritten Reich.

Bemerkenswertes Eingeständnis: NPD-Personal die „Schwachstelle“ der Partei

Die Erkenntnis, dass die Ausbreitung der NPD – besonders in den westlichen Bundesländern – u. a. an ihrem dünnen Personaltableau scheitert, ist in der Wissenschaft ein alter Hut. Nun scheint diese Binsenweisheit auch die Partei selbst erreicht zu haben: Ihr Personal sei ihre „Schwachstelle“ konstatierte die NPD auf ihrem 5. KPV-Bundeskongress ernüchtert.

NPD-Strategie „Kampf um die Köpfe“: Brauner Veranstaltungsraum in Lübtheen eröffnet

Neben Ostvorpommern gilt der Landkreis Ludwigslust-Parchim als die zweite Hochburg der NPD in Mecklenburg-Vorpommern. Vorangetrieben von NPD-Bundesvize Udo Pastörs haben sich dort westdeutsche Kader angesiedelt, um mit politischer Vorfeldarbeit die kulturelle Hegemonie zu erlangen. Auf diesem steinigen Weg haben sie nun mit der Einrichtung eines „Kulturraums“ einen weiteren Schritt getan.