Chemnitz: Rechte Anschläge reißen nicht ab

Die Serie an mutmaßlich fremdenfeindlichen Straftaten in Chemnitz will scheinbar kein Ende finden. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag brannte ein türkisches Restaurant in der Stadt fast vollständig aus. Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Der Hintergrund der Tat ist noch unklar, allerdings häufen sich seit Beginn der Aufmärsche der rechtsextremen „Bürgerbewegung Pro Chemnitz“ Straftaten mit deutlichen Hinweisen auf rechtsextreme Motive.

„Gnade Gott dem Islam in Deutschland“ – Wie eine Debatte außer Kontrolle gerät

In der rechten Szene herrscht Einigkeit bei der Analyse diverser terroristischer Machenschaften. Viele Medien übernehmen diese Denkmuster, ebenso wie große Teile der Gesellschaft, die dann Muslime unter Generalverdacht stellt. Wie sehr sich die Menschen unbewusst von rechten Demagogen leiten lassen – und so unsere Demokratie wirklich gefährden. Ein Kommentar.

Mobbing bei der „German Defence League“ – Sebastian Nobile „steigt aus“

Umsteiger, Aufhörer, Rückzieher – auf dem Gebiet der „Aussteiger“ gibt es bekanntlich viele verschiedene Sichtweisen. Nun hat Sebastian Nobile, einer der wenigen szeneprominenten Protagonisten der Gruppierung „German Defence League“ seinen Ausstieg bekanntgegeben. Mobbing und unterschiedliche Vorstellungen seien ausschlaggebend für den Ausstieg gewesen, der nicht mehr ist als ein Teilrückzug.

Gefloppter Islamhasser-Aufmarsch: „Echte Nazis“ kapern Pro München-Demonstration

Sie haben sich viel Mühe gegeben: Eine bundesweite Mobilisierung. Jeder, der Rang und Namen in der PRO-Bewegung hat, fand sich ein. Lars Seidensticker lieferte sich eine Rangelei, was ihm eine Ingewahrsamnahme einbrachte, mit den ungeliebten „Kameraden“ der NPD, um den „Neonazistempel“ nicht auf der bundesweiten Anti-Islam-Demo mittragen zu müssen. Trotzdem waren unter den 35 Demonstranten 11 BIA- und NPD-Aktivist*innen, die mitmarschieren durften. Die Blamage ist perfekt.

Ohne klare Kriterien: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2011

Das von dem Politikwissenschaftler Farid Hafez herausgegebene „Jahrbuch für Islamophobieforschung 2011“ enthält aktuelle Analysen zu Islam- und Muslimenfeindlichkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Form von sieben Aufsätzen. Mitunter fehlt den überaus interessanten, häufig diskurs-analytisch ausgerichteten Beiträgen aber ein klares Kriterium zur Unterscheidung von aufklärerischer Kritik und fremdenfeindlichen Vorurteilen.