Die Mär von der landesweiten NPD-Verwurzelung

Gemessen an ihren eigenen Vorgaben bleibt die NPD mit ihren Kommunalwahl-Kandidaturen am Sonntag weit hinter dem eigenen Anspruch zurück. Das „Fundament“ ihrer Arbeit ist brüchig geworden – landesweit schickt sie gerade einmal 55 Bewerber unter der eigenen schwarz-weiß-roten Flagge ins Rennen. Im gesamten Landkreis Rostock konnte die Truppe von Landeschef Stefan Köster nur zwei Personen motivieren, für einen Gemeinde- oder Stadtratssitz anzutreten.

Geld vom verhassten „System“: Auch auf Kreisebene profitiert die NPD

Bei den Kommunalwahlen kommenden Sonntag hat die NPD ein großes Ziel – Fraktionsstatus auf Kreisebene zu erreichen. Erst dann kommt die ohnehin ständig klamme Partei in den Genuss öffentlicher Gelder, die schnell einen fünfstelligen Betrag erreichen können. Finanziert werden auch Personalstellen. Über zusätzliche Einnahmen können sich vor allem altbekannte Kader freuen.

Vorschau auf die Landtagswoche: NPD als Friedensengel unterwegs

„Sozialschmarotzer“ hatte der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Saalfeld die Mitglieder der NPD-Fraktion während der letzten Plenardebatte genannt. Der Grund: Die Truppe um Chef Udo Pastörs hatte gerade einmal einen Gesetzesentwurf und einen Antrag zur Diskussion gestellt. Auch in der morgen beginnenden Beratung werden sich die Rechtsextremisten erneut keinen „Fleißstern“ verdienen – ihr Beitrag besteht nur aus drei dünnen, kaum substantiellen Initiativen.

Löschender Neonazi-Rocker kandidiert wieder als Gemeinderat

Auf seinem Posten als Chef der Freiwilligen Feuerwehr von Postlow hat es sich Ralf Städing bequem eingerichtet. Einen Einspruch des Amtes Anklam-Land gegen die Wahl des Neonazi-Rockers hat der Gemeinderat kürzlich zurückgewiesen – trotz des sogenannten Radikalenerlasses, der eigentlich Antidemokraten als Wahlbeamte verhindern soll. Damit nicht genug: Am 25. Mai peilt Städing eine weitere Amtszeit als Gemeindevertreter des nicht einmal 350 Einwohner zählenden Dörfchens an.

93. und 94. Landtagssitzung in Sachsen: NPD auf „Breaking Bad“-Trip

Wenige Monate vor der Landtagswahl versuchte sich die sächsische NPD-Fraktion als Sprachrohr der Menschen im Freistaat zu inszenieren. Zur Erhaltung der Volksgesundheit hat sich die Mannschaft um den neuen Chef Holger Szymanski den Kampf gegen die Droge „Crystal Meth“ auf die Fahnen geschrieben – und sich in Widersprüche verstrickt. Die Rolle einer „Friedenstaube“, die die NPD-Fraktion in der Krim-Krise einzunehmen versuchte, wollte ihr ebenfalls niemand abnehmen.

65. und 66. Landtagssitzung: „Sie, Herr Pastörs, und nicht die Asylbewerber sind eine Gefahr für unser Land“

Die Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern werfen ihre Schatten voraus – auch im Landtag. Nicht, dass sich Parteien in den letzten Tagen einen heftigen Schlagabtausch geliefert hätten, vielmehr fiel die NPD-Fraktion mit einem äußerst geringen Arbeitspensum auf. Nur einen Antrag und einen Gesetzentwurf stellte sie zur Diskussion. Der Antrag allerdings hatte es in sich, er strotzte nur so vor Menschenhass.