Nach „Thiazi“-Vergangenheit: Kita feuert Erzieherin

Erst eine Antifa-Recherche brachte den Stein ins Rollen. Nicola Brandstetter soll im Thiazi-Forum, dem ehemals größten deutschen Neonazi-Portal, als Moderatorin aktiv gewesen sein. Nach der Veröffentlichung verlor sie ihren Posten als CDU-Kommunalpolitikern, als Erzieherin durfte sie dennoch weiter tätig sein. Jetzt trennte sich auch die Kita von ihr. Menschenfeindliches Gedankengut hätte dort nichts verloren.

Regionalzentren für demokratische Kultur: Gute Praxis aus Mecklenburg-Vorpommern auf Reisen in den USA

Im Bundesgebiet wird Mecklenburg-Vorpommern (M-V) oftmals aufgrund der dort vergleichsweise erfolgreichen NPD wahrgenommen. Nicht zuletzt deshalb aber auch als Bundesland mit einer breit und langfristig angelegten Strategie zur Förderung von Demokratie und Toleranz. Ein wesentlicher Bestandteil des entsprechenden Landesprogramms sind die „Regionalzentren für demokratische Kultur“. Ein Vertreter dieser M-V spezifischen Institution ist aktuell auf Reisen in den USA, berichtet von guter Praxis im Umgang mit Feinden der Demokratie und sammelt Anregungen zur weiteren Verbesserung der Arbeit.

Rechter Kommunalpolitiker einer „NPD-nahen“ Wählervereinigung möchte kein „Nazi“ sein

Ein Stadtvertreter einer Wählervereinigung, die von der Szene selbst als „NPD-nah“ gesehen wird, der nicht „rechts“ sein möchte – der Streit mutet skurril an. Einen Schuldigen für seine Kündigung bei einem Sicherheitsunternehmen nach seinem Parlamentseinzug für die „Alternative für Torgelow“ (AfT) hat Dan Schünemann schnell ausgemacht: Den SPD-Landtagsabgeordneten Patrick Dahlemann. Deshalb hat er ihn angezeigt. Dahlemmann indes bleibt gelassen.

AnStiftung und Storch Heinar starten Aussteiger-Tour mit „Verräter“ Benneckenstein

Felix Benneckenstein war Neonazi und gilt in der rechtsextremen Szene als Verräter. Er kam bereits als Teenager mit der rechten Szene in Kontakt, wurde NPD-Mitglied und machte sich als rechter Liedermacher einen Namen. Während eines Gefängnisaufenthalts fing Benneckenstein an, seine politische Ideologie in Frage zu stellen und stieg aus. Nun berichtet er eindrücklich von den vermeintlichen Verlockungen der extremen Rechten und seinem Wandel hin zum Ausstieg.

„Wasted in Riesa“: Aktionstag gegen NPD-Blatt Deutsche Stimme mit „Feine Sahne Fischfilet“

Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Initiativen, Vereinen und Parteien demonstriert heute in Riesa unter dem Motto „Keine Ruhe für Nazis und Rassisten. `Deutsche Stimme´ zumachen“ gegen die Parteizeitung der NPD. Nachdem das Landratsamt den Protest zunächst in rund einen Kilometer Entfernung verbannen wollte, hob das Verwaltungsgericht diese Auflage auf. Angekündigt ist darüber hinaus ein Konzert der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“, deren letzter geplanter Auftritt auf dem Riesaer Stadtfest durch die Stadtoberen untersagt worden war. Zuvor hatte die NPD massiv Stimmung gegen die Rostocker gemacht.

10 Jahre nach der Nagelbombe - Kulturfest erinnert an NSU-Anschlag in Köln

Am 9. Juni 2004 zündete der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) eine Nagelbombe in der mehrheitlich von türkischstämmigen Bürgern bewohnten Kölner Keupstraße. Deren Bewohner erlitten nicht nur unmittelbare Schäden, sondern sahen sich nach Fehlern der Ermittlungsbehörden auch ungerechtfertigten Verdächtigungen ausgesetzt, die sie gesellschaftlich ausgrenzten und wirtschaftlich schädigten. Ein Jahrzehnt später erinnert ein prominent unterstütztes deutsch-türkisches Kulturfest an die Opfer und setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein.

MV: Die NPD – eine demokratische Partei und wählbar?

Im Rathaus von Ludwigslust trafen sich am Mittwoch interessierte Bürger*innen und Gäste aus der Kommunal- und Lokalpolitik, um über den Wahlkampf der NPD und mögliche Gegenstrategien zu diskutieren. Eingeladen hatte das Projekt „Lola für Lulu“ zum politischen Salon mit dem Titel „Die NPD – eine demokratische Partei und wählbar?“ Dabei ging es vor allem um die Rolle von Frauen in der Nazi-Partei und die Instrumentalisierung der Flüchtlingsdebatte von ganz rechts außen. Vor dem Rathaus übten sich NPD-Kader derweil in Drohgebärden.