Politische Bildung nach dem NSU

Am vergangenen Montag und Dienstag trafen sich auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt Experten in Magdeburg, um über neue Herausforderungen in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zu diskutieren. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließen vor allem die beiden Vorträge der Sprecherin der SPD-Fraktion im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages, Eva Högl, und die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen der Morde und Anschläge des NSU, Barbara John, die beide die tiefe Verwurzelung rassistischer Einstellungen in der Bevölkerung herausstrichen.

Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern: Jeden Tag Hass

Wer als Flüchtling in Deutschland lebt, wird oft mit menschenunwürdigen Lebensbedingungen konfrontiert, von mangelnder Hilfe und unüberschaubaren Behördenvorgängen ganz zu schweigen. In Mecklenburg-Vorpommern kommt allerdings noch glühender Hass dazu. Jeden Tag. Die meisten Flüchtlinge verlassen ihre wie Gefängnisse eingezäunten Heime nur, wenn sie unbedingt müssen. Eine mobile Pressekonferenz gegen rechtsextreme Flüchtlingshetze in Mecklenburg-Vorpommern mit Stationen in Anklam, Güstrow und Ludwigslust, organisiert von der Amadeu Antonio Stiftung, hat Flüchtlinge in Anklam, Güstrow und Ludwigslust besucht.

Alemannia Aachen untersagt Anti-Nazi-Transparent auf dem Tivoli

Der Vorwurf ist nicht neu: Alemannia Aachen, derzeit in der Regionalliga West, verschließe vor rechtsextremistischen Aktivitäten in seiner Fanszene und im Umfeld des Vereins die Augen. Die Anschuldigungen bekommen nun neue Nahrung: Einer Ultra-Gruppierung aus Krefeld sei nach eigener Aussage das Zeigen eines Spruchbandes gegen Neonazis am letzten Spieltag verweigert worden.

Gastronomen gegen Neonazis: „Wir servieren Zivilcourage“

Was an vielen Supermärkten und Einkaufsläden in den Städten dieses Landes auf Schildern in den Schaufenstern und Türen steht und auf unsere meist vierbeinigen Freunde abzielt, ist nun auch in Magdeburg für Rassisten und Neonazis pure Realität. In einer Initiative unter dem Motto „Wir servieren Zivilcourage“ schlossen sich mehrere Magdeburger Gastronomen zusammen und zeigen offen, dass Rassisten und Neonazis in ihren Läden nicht bedient werden. ENDSTATION RECHTS. sprach mit den Initiatoren der Aktion und wollte wissen, wie es dazu kam.

„Alphaville“ rocken den Förster

In knapp zwei Wochen geht das weit über die Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern hinaus bekannte Musikfestival „Jamel rockt den Förster“ bereits in die achte Runde. Die Initiatoren des Events, das Künstlerehepaar Lohmeyer, setzen seit vielen Jahren ein Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit in ihrer Region. Mit den Veteranen von „Alphaville“ steht 2014 die bekannteste deutsche Synthie-Pop-Band auf der Bühne.

Neue Facebook-Satire-Seite nimmt NPD- und AfD-Sprüche aufs Korn

Die Zahl der Seiten, die sich auf Facebook mit rechtsextremistischen Parteien, Neonazis oder der AfD kritisch bzw. satirisch auseinandersetzen, ist kaum zu beziffern. Seit wenigen Tagen bereichert ein neues Projekt die Medienlandschaft: Die Facebook-Seite „Rhetorische Perlen von AfD- und NPD-Anhängern“ greift neben offiziellen Parteiverlautbarungen und Plakaten den „ganz normalen“ rassistischen Hass im Netz auf, der in vielen Kommentarspalten zuhause ist.

„Walburg-Gutachten“ zerlegt NPD-Propaganda

Gewalt ist ein leidiger Begleiter der menschlichen Geschichte. Man nehme nur die Kinder der Vertriebenen aus dem Paradies: Kain erschlägt Abel. Quasi die erste Nachwuchsgeneration mit Migrationserfahrung in der menschlichen Geschichte, zumindest der in der Bibel festgehaltenen, und schon geht es los mit einem Brudermord. Kann man also aus der Bibel schließen, dass Migrationserfahrung gewalttätiger macht?