„Sieg heil!“ im Auswärtsblock - Borussia Dortmund geht entschieden gegen Provokateur vor

Borussia Dortmund ist eigentlich in einer glücklichen Situation. Der Verein kann sich über eine offensivstarke Mannschaft, mehrere hunderttausend Fans und die sportlich erfolgreichste Periode seiner Geschichte erfreuen. Doch seit Jahren schaden einige wenige Fans dem Club durch rechtsextremistische Aktivitäten oder unbedachte Provokationen. In einem aktuellen Fall reagiert der BVB nun schnell und konsequent auf das Fehlverhalten eines Auswärtsfahrers.

NRW-Innenminister thematisiert eine Vermengung von Hooliganismus und Rechtsextremisten in Fußballstadien

In Nordrhein-Westfalen, dass aufgrund seiner Bevölkerungsstärke den Schwerpunkt des deutschen Fußball beheimatet, gab man sich lange Jahre der behaglichen Vorstellung hin, dass rechtextremistische Umtriebe in diesem Sport vor allem ein Problem der östlichen Bundesländer seien. Mehrere Ausschreitungen deuteten in der letzten Zeit jedoch bei einigen Vereinen auf eine Vermengung zwischen sogenannten erlebnisorientierten und politisch motivierten Fans hin. Nun zeigte ein Auftritt des NRW-Innenministers Ralf Jäger, dass sich die Landespolitik stärker mit diesem Thema auseinandersetzt.

Die Fußball-Schlägerei vom Kölner Rudolfplatz … und ein brauner Schatten

Am 18. Januar 2014 kam es in der Kölner Innenstadt vor einem Testspiel zwischen dem 1. FC Köln und Schalke 04 zu einer von etwa 200 Personen geführten Schlägerei, bei der ein Beteiligter beinahe sein Leben verlor. Das Ereignis wies mehrere ungewöhnliche Aspekte auf. Dazu gehörte nicht nur, dass sich offenbar Ultras an einer Hooligan-Auseinandersetzung beteiligten, sondern dass mit den Schalkern verfeindete Dortmunder an der Seite befreundeter Kölner losschlugen. Ein Gastbeitrag.

Nach faschistischem Gruß: Kroatien-Star für WM gesperrt

Rassismus ist im Fußball salonfähig. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht Vorfälle aus aller Welt Schlagzeilen machen. Die FIFA reagierte, doch ihre Symbolpolitik lief mehr oder weniger ins Leere. Nun greift der Weltfußballverband hart durch und sperrt den kroatischen Nationalspieler Josip Šimunic für zehn Spiele – er hatte in einem WM-Qualifikationsspiel einen faschistischen Gruß skandiert.

Offen für nationalsozialistisches Gedankengut: 1. FC Saarbrücken entzieht Fanclub Auszeichnung

Traditionell verleiht der 1. FC Saarbrücken an Fanclubs, die sich durch besonderes Engagement auszeichnen, die Ehrung „Fanclub des Monats“. Im November wurde die Auszeichnung der „Saarland Brigade“ verliehen – einer Gruppe mit zweifelhaftem Ruf. Nachdem ein Bündnis antirassistischer Fans den Drittligisten darauf aufmerksam gemacht hatte, entzog der Verein der „Saarland Brigade“ den Titel wieder und distanzierte sich von dem Zusammenschluss.

Eine Nummer zu groß: Borussia Dortmund lässt Neonazi-Wahlwerbung mit „SS-Siggi“ verbieten

Der bereits vor einigen Wochen gestartete Kommunalwahlkampf der Splitterpartei Die Rechte erhält einen ersten Dämpfer. Vor dem Oberlandesgericht Hamm erwirkte Borussia Dortmund eine einstweilige Verfügung, die den Neonazis die Nutzung ihres bisherigen Werbemotivs untersagt. Die Wahlwerbung verwende Elemente, mit der die bekannte Fußballmannschaft identifiziert werde.

Fanprojekt von „Rot-Weiss Essen“ zeigt Neonazi-Dokumentation nach Gewaltandrohungen

Als am 22. November in der „Assindia“-Lounge des neu gebauten „Stadion Essen“ der auf der Arbeit des Journalisten Thomas Kuban beruhende Dokumentarfilm „Blut muss fliessen – Undercover unter Nazis“ gezeigt wurde, erfolgte dies unter einer ungewöhnlichen großen öffentlichen Anteilnahme. Die Ursache dafür lag darin, dass eine bereits im Vormonat geplante Vorführung durch offensichtlich rechtsgesinnte Hooligans verhindert worden war. Ein Gastbeitrag.