Ostritz: Wenn militante Neonazis feiern

Etwa 700 Neonazis kamen zum zweitägigen Festival von NPD-Funktionär Thorsten Heise ins ostsächsische Ostritz. Der Neonazi-Kader soll einen Journalisten bedroht haben – und sieht sich nun einem Ermittlungsverfahren ausgesetzt. Auch Anhänger der Gruppe Brigade 8, die durch jüngste Recherchen zum mutmaßlichen Mörder von Walter Lübcke aufgefallen waren, feierten offen, ungeniert und teilweise in Combat 18-Shirts mit.

Leipziger Buchmesse: Die Neue Rechte zieht weiter

Auf den letzten Buchmessen sorgten Götz Kubitschek und sein Identitären-Dunstkreis regelmäßig für krawallartige Szenen. Eine enorme mediale Bühne für die Neue Rechte. Mittlerweile scheint das Aufregungspotential wohl aber abgegrast. Zurück bleiben die NPD und ein Graubereich aus Ultrakonservativen, christlichen Fundamentalisten und völkisch angehauchten Esoterikern, die auf der Literaturmesse ihre kruden Theorien verbreiten wollen.

Ostritz: Die Massen blieben aus, die Pressefreiheit auch

Die zweite Auflage des Rechtsrock-Festivals „Schild und Schwert“ zog deutlich weniger Teilnehmer an, als das Neonazi-Event im April. Für Organisator Thorsten Heise ein Dämpfer, zeigt sich doch, dass der vielbeschworene Boom der rechtsextremistischen Musikszene auch Grenzen kennt. Allerdings schaffte es Heise erneut, sich als Macher zu inszenieren: Mithilfe juristischer Tricks und der Nachgiebigkeit einiger Polizeibeamter gängelte der NPD-Vize anwesende Pressevertreter und versuchte, die Berichterstattung einzuschränken.