Neonazis aus Jamel treten zur Kommunalwahl an

In der kleinen häufig als „Neonazi-Dorf“ bezeichneten Gemeinde Jamel in Nordwestmecklenburg will der Neonazi Sven Krüger mit zwei weiteren Personen für die Kommunalwahl kandidieren, allerdings nicht auf dem Stimmzettel der NPD. Krüger, der auch Eigentümer des Thinghauses ist, hat derzeit mit einem Gutachten zu kämpfen, dass Rechtsrock-Veranstaltungen dort erschwert. Wenige Kilometer weiter – in Wismar – will die NPD am 1. Mai aufmarschieren.

Leipziger Buchmesse: Die Neue Rechte zieht weiter

Auf den letzten Buchmessen sorgten Götz Kubitschek und sein Identitären-Dunstkreis regelmäßig für krawallartige Szenen. Eine enorme mediale Bühne für die Neue Rechte. Mittlerweile scheint das Aufregungspotential wohl aber abgegrast. Zurück bleiben die NPD und ein Graubereich aus Ultrakonservativen, christlichen Fundamentalisten und völkisch angehauchten Esoterikern, die auf der Literaturmesse ihre kruden Theorien verbreiten wollen.

Hunderte bei Beerdigung von Neonazi-Hooligan

In Chemnitz marschierten am Montag hunderte Neonazis auf, um dem verstorbenen Neonazi-Hooligan Thomas Haller zu gedenken. Der Tod der lokalen Szenegröße brachte die Stadt nach den gewalttätigen Ausschreitungen vor gut einem halben Jahr erneut in die Schlagzeilen. Einmal mehr offenbarte sich das alte Problem mit rechten Strukturen im Fußball. Welche Lehren der Verein daraus zieht, erscheint mehr als offen.

Chemnitz: Stadionshow für Neonazi-Hooligan

In der Fußball-Fanszene herrscht oft ein familiärer Zusammenhalt. Wenig verwunderlich, dass es etwa bei Todesfällen zu emotionalen Szenen kommen kann. In Chemnitz bot sich am Samstag allerdings eine Stadionshow der anderen Art: Verein und Fans gedachten in einer regelrechten Großinszenierung dem verstorbenen Neonazi-Hooligan Thomas Haller. Haller war einer der wichtigsten Anführer der rechten Szene in Chemnitz und Umgebung.