"Revolution Chemnitz" schon Jahre aktiv

Wieder steht Chemnitz in den Schlagzeilen. Nach den gewaltsamen Ausschreitungen der letzten Wochen wurde am Montag öffentlich, dass die Generalbundesanwaltschaft gegen mittlerweile acht mutmaßliche Rechtsterroristen ermittelt. Derweil haben neue Recherchen Überraschendes zutage gefördert: Die Gruppierung besteht nicht erst seit den rechtsextremen Demonstrationen von Pro Chemnitz, sondern ist den sächsischen Behörden schon länger bekannt.

Starker Zulauf für Neonazi-Demo in Plauen

Während die bundesweite Öffentlichkeit am Samstag nach Chemnitz blickte, hielt kurz zuvor die neonazistische Kleinstpartei Dritter Weg im vogtländischen Plauen eine Demonstration zum Thema „Ausländerkriminalität“ ab. Die schon länger geplante Demonstration verzeichnete vermutlich durch die Ereignisse in Chemnitz eine erhöhte Beteiligung aus der Bevölkerung. Medienberichte sprechen von etwa 800 Teilnehmern.

Chemnitz: Über vertane Chancen

Zum vierten mal in einer Woche zog es am Samstag in Chemnitz tausende Wutbürger zusammen mit AfD-Rechtsaußen und gewaltbereiten Neonazis auf die Straße. Wieder führte der rechtsextreme Auflauf zu chaotischen Zuständen, die denen vom Montag in kaum etwas nachstanden. Und wieder weiß die Einsatzleitung der Polizei scheinbar nicht mit der Situation umzugehen. Das wirft Fragen auf, denn in Chemnitz entfaltet sich gerade eine gefährliche Eigendynamik. Ein Kommentar.

Leben in der Karikatur

Nachdem alle reichlich über den Hutbürger lachen durften, kommt nun der nächste Knaller aus dem satireträchtigsten aller Bundesländer: Straßenschlachten in Chemnitz. Na klar, wo sonst, hier wo die Menschen einen wenig vornehmen Dialekt sprechen, seit der Wende arbeitslos oder undankbar sind. Unsere Stadt ist nun der Kulminationspunkt gewalttätiger Auseinandersetzungen, die es so nur in Sachsen geben kann, oder...? Seit Jahren ist unser Bundesland in der öffentlichen Wahrnehmung eine einzige Karikatur. Ein Kommentar.