Pro Chemnitz übernimmt Neonazi-Gedenkmarsch

Lange war der „Gedenkmarsch“ zur Bombardierung von Chemnitz das dominierende Event der lokalen Neonazi-Szene. In den vergangenen Jahren verlor die Demonstration allerdings an Zuspruch, bis sie zuletzt komplett ausfiel. Am Sonntag übernahm die selbsternannte Bürgerbewegung Pro Chemnitz die Organisation des Aufmarschs und löste damit NPD und Kameradschaften ab. Am Vorabend protestierte ein antifaschistisches Bündnis gegen rechte Umtriebe in der Stadt.

Dresden: Comeback des „Trauermarsches“?

Über Jahre gelang es der Zivilgesellschaft in Dresden, die rechtsextremen „Gedenkmärsche“ zum 13. Februar an den Stadtrand zu verdrängen. Die Demos schrumpften deutlich. Das könnte sich nun ändern: Mehrere hundert Neonazis sind am Freitag durch das Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt marschiert. Massive Kritik gab es zudem am Polizeieinsatz am Rand der rechtsextremen Demonstration.

Old School Society: Weiterer Prozess gegen rechte Terrorgruppe

Die „Oldschool Society“ machte erstmals 2015 Schlagzeilen, als der Kern der rechtsextremen Terrorgruppe ausgehoben wurde. Sicherheitsbehörden fingen kurz zuvor Anschlagspläne gegen eine Flüchtlingsunterkunft ab. Nachdem 2017 bereits der erste Prozess gegen die Rechtsterroristen endete, müssen sich nun zwei weitere, mutmaßliche Mitglieder der Gruppe vor dem Oberlandesgericht in Dresden verantworten.