Zweifache Preisverleihung in Thüringen

Jena - Einzelpersonen und Schülerband für ihr Engagement gegen rechts ausgezeichnet.

Montag, 26. Februar 2007
Redaktion

“Ich habe an meine fünfjährige Tochter gedacht“ – der Jenaer Lars Vogel zögerte nicht lange und schritt ein, als zwei Neonazis eine Gruppe ausländischer Kinder im Zug anpöbelten. Im Juli dieses Jahres war der 29-jährige Vogel auf dem Weg nach Weimar gewesen und wurde während seiner Reise unfreiwilliger Zeuge von Rassismus. Dass er eingegriffen hat, ist leider nicht selbstverständlich. Dafür wurde er am 14. Februar mit dem Jenaer Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Der Runde Tisch für Demokratie und die Stadt Jena verliehen den Preis nunmehr zum sechsten Mal und möchten damit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Demokratie setzen.
Ebenfalls am selben Abend geehrt wurde die Schüler Justin Baldwin, Jörg Schmiedel und Christian Kiesewetter. Ihnen verlieh der Internationale Studierendenkreis Jena den Charlotte-Figulla-Preis für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus. Die Jenaer spielen in der Band „Purified Death Engine“ und treten mit ihren Texten gegen eine Unterwanderung der Musikszene von rechts ein. Allerdings, bedauert Annett Siebert vom Veranstalter Internationalen Studierendenkreis, sei die Zahl der Schülereinsendungen für den Wettbewerb in diesem Jahr deutlich zurückgegangen.

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