Zulauf für Neonazis in Portugal

Portugal (Lissabon) – Laut eines Berichtes des portugiesischen Geheimdienstes stellen Skinheads und Neonazis durch ihren ständigen Aufruf zu politischer und rassistischer Gewalt eine ernstzunehmende Bedrohung der nationalen Sicherheit des Landes dar.

Dienstag, 06. Juni 2006
Redaktion

Die Ermittler dokumentieren ein deutliches Wachstum der radikalen rechten Szene und den Anstieg von Angriffen auf Angehörige ethnischer Minderheiten in einigen Städten. Für solche systematisch geplanten Aktionen würden sich häufig sogar Anhänger verschiedener Gruppierungen zusammenschließen. Einheimische Skinheads haben ihre Verbindungen ins Ausland intensiviert und einen Ableger der US-Organisation "Hammerskin Nation" gegründet. Der Regelkodex des als extrem gewaltbereit eingestuften "White Supremacy"-Netzwerkes verpflichtet jeden Hammerskin zu absoluter Geheimhaltung, Treue und permanentem Waffentraining. Kräftigen Zulauf an Neu-Mitgliedern verzeichnete in den vergangenen 18 Monaten auch die neonazistische Partei Frente Nacional (Nationalfront), gut die Hälfte davon ist jünger als 21 Jahre. (mf)

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