von Marc Brandstetter
   

Wahlen in Österreich: FPÖ im Aufwind

Die rechtspopulistische FPÖ ging bei den Nationalratswahlen gestern als Sieger hervor. Zwar erreichte die Partei nicht die Mehrheit der Stimmen, feierte aber satte Zugewinne, so dass sie hauchdünn hinter der ÖVP, der sie prompt Koalitionsgespräche anbot, auf Platz drei liegt.

4,2 Millionen Stimmen wurden bei den Nationalratswahlen gestern in Österreich abgegeben. Fast 900.000 davon entfielen auf die FPÖ, die damit bei 21,4 Prozent landete. Besser schnitten nur die beiden Volksparteien der Großen Koalition, SPÖ und ÖVP, die auf 27,1 Prozent bzw. 23,8 Prozent kamen, ab. Im Gegensatz zur FPÖ mussten sie allerdings Verluste von jeweils 2,2 Prozentpunkten einstecken. Die Rechtspopulisten steigerten ihr Ergebnis von 2009 um fast vier Punkte. Im Freudenrausch bot ihr Vorsitzender Heinz-Christian Strache der konservativen ÖVP Koalitionsgespräche an, um gemeinsam zu regieren und damit das ungeliebte Bündnis mit der SPÖ zu beenden, schreibt die Zeit.

Nicht mehr im Parlament vertreten ist hingegen das BZÖ, das mit 3,63 Prozent knapp an der Vier-Prozent-Hürde scheiterte. Die einst von Jörg Haider gegründete Organisation erlebte 2009 ihr Waterloo, als sich ihre Fraktion in Kärnten – ihrer Hochburg – von der BZÖ ab- und der FPÖ zuwandte. Seit dem spielt das BZÖ landes- und bundespolitisch nur noch eine untergeordnete Rolle. Wohl auch deshalb entschieden sich sieben Prozentpunkte weniger Wählerinnen und Wähler für sie.

Im Wahlkampf hatte das Team um den Milliardär Frank Stronach mit europakritischen und wirtschaftsliberalen Aussagen gepunktet. Die Wähler goutierten dies mit 5,8 Prozent. Da die Führungsriege allerdings einen höheren Zuspruch erwartet hatte, zeigte sie sich am Wahlabend zerknirscht. Auch die kürzlich gegründete Partei NEOS schaffte aus dem Stand den Einzug in die Wiener Kammer – und zwar mit 4,8 Prozent.

Kommentare(7)

rolf Montag, 30.September 2013, 10:11 Uhr:
Ich gratuliere der FPÖ zu diesem großartigen Ergebnis, sie ist und bleibt einer der wichtigsten Eckpfeiler des europäischen Widerstands gegen die Islamisierung, und die Zerstörung unserer Heimatländer.

In Deutschland würden die Muslimlobby und ihre roten Steigbügelhalter wohl vor Schreck erstarren, wenn plötzlich mehr als 20% der Deutschen eine patriotische Partei wählen, und dem Islam eine klare Absage erteilen würden.
 
Roichi Montag, 30.September 2013, 15:21 Uhr:
Tja rofl, was sagt dir das?
Hierzulande werdet ihr einfach nicht gemocht.
Kann aber natürlich nur an der Feindpresse und der Unterdrückung liegen. Niemalsnicht daran, dass ihr nur Müll erzählt.
So wird dann eben die Ideologie wieder gepflegt. Muss ja sein, wenn man sonst schon nichts hat.
 
Björn Montag, 30.September 2013, 19:09 Uhr:
@Roichi

Ist dir aufgefallen, dass die AfD aus dem Stand 4,7% geholt hat?

Ansonsten auch von mir herzlichen Glückwunsch an die Freiheitlichen.

Auf Tagesschau.de stand heute ein interessanter Artikel, wonach man in Brüssel fürchtet, dass bei der nächsten Eurpoawahl eurokritische Parteien 20% bekommen könnten. Das lässt hoffen. Denn schon die Furcht der Brüsseler Bürokraten vor dem Wahlergebnis lässt einige Pro-EU-Politiker vernünftiger werden.

"Noch weiter geht der französische EU-Kommissar Michel Barnier. "Diese populistischen Bewegungen bringen ernstzunehmende Argumente vor, es gebe zu viel Bürokratie und generell zu viel Brüssel. Darüber müssen wir im nächsten Jahr die Debatte führen. Wir müssen sehen, was wir weniger machen können in Brüssel, was wir in Brüssel einfacher machen können. Es gibt Dinge, die wir ändern müssen.""

http://www.tagesschau.de/ausland/europaspopulisten100.html
 
Roichi Dienstag, 01.Oktober 2013, 12:13 Uhr:
@ Björn

Danke. Ich kann selber Tagesschau lesen.

"Ist dir aufgefallen, dass die AfD aus dem Stand 4,7% geholt hat? "

Klar ist mir das. Nur ist dir nicht aufgefallen, warum dem so ist.
Aber hinterfragen von Fakten ist für dich ja eh keine Option.
Mal von der absuden Idee abgesehen, dass ausgerechnet Leute, die die EU abschaffen wollen so heiß drauf sind im europäischen Parlament zu sitzen.
Da kann der Udo zwar noch etwas mehr Geld abgreifen, glaubwürdig ist das dennoch nicht.

Übrigens rechne ich die AfD noch nicht zu deinen Kamerraden. Auch wenn da nicht mehr viel fehlt.
Zumindest bisher gibt es da noch bedeutende Unterschiede.
Und ihr werdet nunmal hierzulande nicht gemocht. Das Wahlergebnis von 1,6% spricht Bände.
Mal wieder nichts aus der schweigenden Mehrheit und dem Endsieg geworden.
 
rolf Dienstag, 01.Oktober 2013, 13:08 Uhr:
" Tja rofl, was sagt dir das?
Hierzulande werdet ihr einfach nicht gemocht.
Kann aber natürlich nur an der Feindpresse und der Unterdrückung liegen. Niemalsnicht daran, dass ihr nur Müll erzählt. "

Natürlich ist Deutschland auf Grund seiner Geschichte, der totalen Umerziehung und der parteiischen Medien das härteste Pflaster für patriotische Parteien. Aber selbst hier ist doch klar zu erkennen, dass sich langsam der Wind dreht, und rechtspopulistische Parteien entstehen, Parteien, wie diejenigen, welche in anderen europäischen Staaten
schon mehr als 20% erreichen.

Je mehr Leute von den negativen Folgen eurer Politik unmittelbar betroffen sind, desto mehr schließen sich uns an. Also treibt es ruig auf die Spitze.

Ihr macht euch selber etwas vor, wenn ihr glaubt, dass die Mehrheit der Europäer, die Massenansiedelung von Muslimen als eine Bereicherung empfinden würde. Der Islam ist in Europa ein totaler Fremdkörper, und der Hauptgrund für das Erstarken der rechten Parteien. Ohne ihn hätte Multikulti möglicherweise funktioniert, aber nun wird euer Traum an ihm scheitern.
 
Roichi Dienstag, 01.Oktober 2013, 13:49 Uhr:
@ rofl

Ich kann doch nichts dafür, dass Rechte sich immer umerziehen lassen, um nicht selbst denken zu müssen.
Das müsst ihr schon mit euch selbst ausmachen.

"Aber selbst hier ist doch klar zu erkennen, dass sich langsam der Wind dreht,"

Und der Endsieg war noch nie näher. Wie jedes Mal.

"und rechtspopulistische Parteien entstehen"

Und gehen unter. Wie die Schill-Partei, "die Freiheit", die PROlls etc.

"Ihr macht euch selber etwas vor, wenn ihr glaubt, dass die Mehrheit der Europäer, die Massenansiedelung von Muslimen als eine Bereicherung empfinden würde."

Also eure Phantasien findet nur ein kleiner Teil der Menschen als Bereicherung. Die Meisten lehnen das ab, wie man ja gesehen hat.
Ich wiederhole das Ergebnis nicht nochmal.

"Der Islam ist in Europa ein totaler Fremdkörper, und der Hauptgrund für das Erstarken der rechten Parteien."

Dann freu dich doch über "die Massenansiedelung von Muslimen".
Und versuch nicht diese zu bekämpfen.
Sonst sägst du dir deinen Ast ab.

Man man man. Rechte und Logik. Das ist schon ein Kapitel für sich.
 
Bürger Dienstag, 01.Oktober 2013, 21:02 Uhr:
@ Björn

"Auf Tagesschau.de stand heute ein interessanter Artikel, wonach man in Brüssel fürchtet, dass bei der nächsten Eurpoawahl eurokritische Parteien 20% bekommen könnten."

Es wird sogar schon etwas gegen Euro-Skeptiker unternommen:

"Die EU will sich im Vorfeld der Wahlen zum Europaparlament massiv in die Diskussionen im Internet einmischen. PR-Agenturen und EU-Beamte sollen in euro-skeptische Foren gehen, um dort jeden anti-europäischen Mythos im Keim zu ersticken. Die Aktion kostet zwei Millionen Euro aus Steuermitteln und wird von Kritikern als schlicht lächerlich bezeichnet..."

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/04/propaganda-blitz-eu-will-in-internet-foren-fuer-euro-stimmung-machen/
 

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