von Bringfriede Sas
   

Waffen und Munition in Reichenbach beschlagnahmt

In den Morgenstunden des 15. Mai durchsuchte die Polizei die Wohn- und Geschäftsräume des Reichenbacher Waffenhändlers Horst-Günter Hagemann und beschlagnahmte mehr als 100 Gewehre und Pistolen sowie 100.000 Schuss Munition. Der bei der Durchsuchung ebenfalls gefundene Sprengstoff musste vor Ort gesprengt werden, weil er als zu gefährlich für den Transport eingeschätzt wurde. Gegen Hagemann wird nun wegen unerlaubten Sprengstoffbesitzes ermittelt.

Hagemann, ein ehemaliger Major der NVA, ist für die Behörden kein Unbekannter. Bereits im September 2006 wurden bei einer Durchsuchungsaktion, an der auch der sächsische Staatsschutz beteiligt war, mehrere Waffen beschlagnahmt, darunter eine AK-47. Hagemann sah sich daraufhin mit einem Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie das Kriegswaffenkontrollgesetz konfrontiert. Im Jahr 2007 wurde ihm dann die Erlaubnis zur Herstellung und zum Verkauf von Waffen entzogen. Seine Klagen dagegen bleiben erfolglos. Schlagzeilen machte Hagemann in der Vergangenheit auch durch sein Auftreten als "Rechtssachverständiger" des "Deutschen Reiches". Er gehört einer Gruppierung an, die die völkerrechtliche Existenz der Bundesrepublik bestreitet. In solchen Gruppierungen sind auch Rechtsextremisten aktiv und sie werden deshalb in mehreren Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet.

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