Vernachlässigtes Opfer

Die dauerhafte Anerkennung des 1992 ermordeten Kunstmalers Günter Schwannecke als Todesopfer rechtsextremer Gewalt fordert die Berliner Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative. 

Montag, 27. August 2012
Redaktion

Die Initiative wird am 29. August um 19.00 Uhr an einem Spielplatz im Berliner Stadtteil Charlottenburg mit einer Kundgebung an den gewaltsamen Tod Schwanneckes erinnern und diesen Ort symbolisch in „Günter-Schwannecke-Spielplatz“ benennen. Weitere Aktionen sollen folgen.

Der 29. August 2012 ist der 20. Jahrestag eines rassistisch motivierten Angriffs von zwei Neonazis auf Günter Schwannecke und seinen Begleiter. Ursprünglich wollten die Rechtsextremisten – im zeitlichen Umfeld des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen – einige Migranten von dem Spielplatz vertreiben. Der damals wohnungslose Schwannecke schritt dagegen ein, woraufhin der einer der Täter, der dafür zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde, mit einem Baseballschläger auf ihn einprügelte. Schwannecke starb eine Woche später an seinen Kopfverletzungen.

Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative, an der sich auch der „blick nach rechts“ beteiligt, will die Aufklärung der Umstände seines Todes betreiben und sich dafür einsetzen, dass auch dieses Opfer neonazistischer Gewalt weder vernachlässigt noch vergessen wird.

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