Verbesserte Mitgift

Die NPD kann voraussichtlich eine schuldenfreie DVU mit einer zusätzlichen Erbschaft übernehmen.

Freitag, 17. September 2010
Redaktion

Zielstrebig verfolgt Udo Voigt eine Sache: die Übernahme der DVU. Bis zum Jahresende möchte der Bundesvorsitzende der NPD den „Verschmelzungsvertrag“ unter Dach und Fach haben. Bis dahin muss das Schriftwerk noch Sonderparteitage und Urabstimmungen beider Parteien überstehen. Doch Voigt macht seinen Kameraden im Vorstand Mut. Freudig konnte er kürzlich verkünden, dass der alternde Münchner Millionär Gerhard Frey, der sich 2008 offiziell aus der aktiven Parteiarbeit zurückgezogen hatte, auf seine Forderungen an sein Lebenswerk DVU verzichten wolle. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Rechenschaftsbericht auf rund 980 000 Euro.

Damit übernimmt die NPD nicht nur eine schuldenfreie Partei mit rund 4000 Mitgliedern, sondern es stehe, so Voigt vertraulich, auch noch eine höhere Mitgift als erwartet an. Demnach würde eine Erbschaft von knapp einer halben Million Euro mit in die Verschmelzung fließen. Bereits vor einiger Zeit hieß es intern bei der DVU, dass die Partei von „mehreren vermögenden Privatpersonen“ als Erbin eingesetzt worden sei.

Grußwort von Faust bei der NPD-Kundgebung

Das DVU-Präsidium tagt heute (17.9.) in Bitterfeld. Zur Sondierung der Befindlichkeiten sollen auch zwei Rechtsanwälte aus Berlin anwesend sein. Immerhin möchte die DVU-Führung unter Matthias Faust und Ingmar Knop mit guten Posten innerhalb der neuen Großpartei abgefunden werden. Dabei ist Faust nicht unumstritten, weder in seiner eigenen Partei, noch bei manchen Vorständlern und innerhalb einiger Landesverbände der übernehmenden NPD.

Um die zur Zeit gute Stimmung beim Deal an die Basis zu tragen, wollen die Parteichefs gemeinsam bei der „Überfremdung stoppen“-Kundgebung am Samstag in Berlin auftreten. Matthias Faust darf in Berlin-Schöneweide unweit des S-Bahnhofs ein Grußwort halten. (ar/mb)

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