von Redaktion
   

UN verhängen Tinten- und Pfeifentabakembargo gegen Günter Grass

Die Vereinten Nationen haben ein sofortiges Tinten- und Pfeifentabakembargo sowie weitere Sanktionen gegen Günter Grass verhängt. So soll verhindert werden, dass der Literaturnobelpreisträger an weiteren Gedichten arbeitet, die geeignet sind, den guten Ruf Israels nachhaltig zu zerstören. Ein erstes Testgedicht, das eindeutig beweist, dass Grass an einem geheimen Lyrikprogramm arbeitet, hatte zuvor zu einem einhelligen medialen Aufschrei geführt.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon begründete die Maßnahmen bei einer Pressekonferenz: "Das Gedicht war der letzte Beweis dafür, dass Günter Grass ein heimliches Lyrikprogramm betreibt. Zwar fehlt ihm noch die nötige Sprengkraft, aber seine literarischen Ergüsse können dank modernster Medientechniken und seinem Ruf als Literaturnobelpreisträger bereits heute jeden Punkt auf der Erde erreichen."

Es wird befürchtet, dass Grass nur noch wenige Jahre davon entfernt ist, die richtigen Worte zu finden, um Israels guten Ruf auf einen Schlag zu zerstören. Grass selbst leugnet derartige Ambitionen: Er beharrt darauf, dass er Lyrik nur zu zivilen, friedlichen Zwecken nutzen will.

Das Embargo dürfte den Literaten hart treffen. "Ohne Tinte kann Grass nicht mehr weiterdichten und ohne Pfeifentabak kann er seine Gedanken nicht mehr anreichern", so ein Sprecher der Vereinten Nationen. Auch die Kappung seines Internetanschlusses ist geplant. Papier und Schreibgeräte sowie Computerteile sollen ebenfalls nicht mehr in sein Lübecker Atelier geliefert werden.

Grass selbst kündigte an, dass er auf das vereinbarte Embargo mit einem eigenen Embargo reagieren will. So will er seine literarischen Werke künftig nur noch an Russland und China liefern – zwei Länder, die bereits ihr Vorhaben bekundeten, weiterhin regen Handel mit Grass zu betreiben.

Es gibt aber auch bereits Planspiele für den Fall, dass die Sanktionen gegen den Literaturnobelpreisträger nicht die erhoffte Wirkung zeigen, ihn zum Schweigen zu bringen. In diesem Falle könnten die Medien den Maulhelden Günter1 Grass durch einen publizistischen Erstschlag endgültig in die Antisemitismus-Ecke abschieben.

Übernommen nach CC-Lizenz von "Der Postillon".
Foto: Florian K, Lizenz: CC

Kommentare(10)

Alfons Freitag, 06.April 2012, 10:29 Uhr:
Witzischkeit kennt keine Grenzen...
 
FELIX Freitag, 06.April 2012, 13:10 Uhr:
Den 1. April verpasst? :P
 
Reemus Freitag, 06.April 2012, 13:19 Uhr:
grass hat recht. dass gedicht ist zwar einseitig aber zu behaupten, israel wäre in diesem duell der gute part, ist einfach nur falsch.

israel innen- und gesellschaftspolitik iast rückstädig und die außenpolitik ignorant (siedlungen im westjordanland.. ?!!).
 
BrechtLeser Freitag, 06.April 2012, 16:48 Uhr:
Mit aller Sympathie mit Israel sollte die Meinungsfreiheit doch gewahrt werden. Zudem ist der Nah-Ost-Konflikt nunmal sehr schwer zu fassen für uns Europäer.
Und es ist nicht nur der Iran, der zum Teil agressiv agiert.

Zudem ist das Gedicht in meinen Augen nicht direkt gegen Juden gerichtet, sondern gegen die Aktionen Deutschlands(welches das U-Boot geliefert hat) und Israels.
 
Roichi Freitag, 06.April 2012, 17:11 Uhr:
Satire darf alles.

Mehr braucht man nicht zu sagen.
 
bc Dienstag, 10.April 2012, 11:46 Uhr:
und wen oder was soll diese satire jetzt blossstellen?
ich finds einfach nur doof.
 
WW Dienstag, 10.April 2012, 19:06 Uhr:
Der Artikel ergänzt die ganze Diskussion wunderbar - er teilt ihr Niveau.
 
mm Donnerstag, 19.April 2012, 09:49 Uhr:
Atomplotik kritisieren und deswegen ist man Israelgegner, oder Gegner deren Bewohner????? Hä??

Wer seinen Arbeitskollegen kritisiert, hasst er diesen deswegen??

Keine Desinformation bitte!!!
 
Susanne Hirsekorn Mittwoch, 08.August 2012, 17:05 Uhr:
Israel ist gerade mal so groß wie Hessen. Dieses Land muss sich gegenüber Staaten wie dem Iran, der um ein vielfaches größer ist, behaupten.
Bei der derzeitigen Judenfeindlichkeit, wie sie einigen Kommentaren zu entnehmen ist, fehlen den meisten die nötigen politischen Hintergrundinformationen.
Israel und die Israelis leben schon seit Jahrtausenden in Jerusalem und Umgebung. Welche Kultur wurde so verfolgt und hat dennoch nie aufgegeben. Sie haben die Wüste urbar gemacht, was den Palästinensern niemals geglückt ist, die vor kurzem noch als Nomaden und Analphabeten durchs Land zogen. Amerika hat den Israelis hilfe zugesagt und das ist gut so. Und Günther Grass hegt weder für Sinta und Roma, geschweige denn für Israelis Symphatien. Erlebt ihn einmal persönlich auf einer Lesung o.ä.
 
Roichi Mittwoch, 08.August 2012, 19:44 Uhr:
@ Susanne

Du verbreitest aber auch jeden Schwachsinn, der dir mal erzählt wird.
Hauptsache pro Israel. Auf die Historie kommt es dann nicht mehr an.
 

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