Über 5.000 schließen sich Antiislam-Demo in Dresden an

Dem sechsten Aufruf der Dresdner Antiislam-Initiative Pegida folgten erneut mehrere Tausend Menschen. Neben besorgten Bürgern sind unter den Teilnehmern auch bekannte Gesichter der rechtsextremen Szene zu sehen. Die Zahl der Gegendemonstranten ist gestiegen, bleibt aber in der Unterzahl.

Die Pegida-Demo in Dresden, Foto: Marcus Fischer

Bereits zum sechsten Mal marschierten die Anhänger der Kampagne „Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) unter dem Motto „Für Euch, für eure Familie, für euer Vaterland“. Das Bündnis mobilisiert über Facebook und hat dort mittlerweile über 20.000 Fans.

Dort heißt es, dass die Vereinigung das Ziel habe, „dass alle Kinder in einem friedlichem und weltoffenem Deutschland und Europa aufwachsen können!“ Konkret gehe es darum, Glaubenskriege in Deutschland zu verhindern: „Wir akzeptieren keine Hetze von irgendwelchen Salafisten gegen ‚Ungläubig‘ oder Andersgläubige... Wir akzeptieren in Europa keinerlei ‚Tätigkeiten‘ von IS, PKK, al Kaida oder wie sie alle heißen!“

Verbindungen zu Rechtsextremen und in die Hooligan-Szene

Nach eigenen Angaben habe die Pegida mittlerweile „Partnerorganisationen“ in Leipzig, Kassel, NRW und München. Die erste Demo gegen die vermeintliche Islamisierung in Leipzig soll im Januar stattfinden.

Es gibt vielfältige Spekulationen, wer hinter der Initiative steckt. Laut einem Bericht der MDR-Sendung „Exakt“ von Anfang November gebe es personelle Verbindungen in die Kölner Hooligan-Szene. Demnach sollen sich Teilnehmer der HoGeSa-Demo in Köln mittlerweile auch in Mitteldeutschland organisiert haben. In einer geschlossenen Facebook-Gruppe werde gegen Muslime gehetzt und für die Dresdener Demos geworben. „Hier ruft einer der Organisatoren zum Dresdner Protestmarsch auf: Siegfried Däbritz. Im Forum postet er seinen Hass gegen alle Muslime.“

Bei der fünften Demo der Pegida betonte der Redner René Jahn: „Radikale Islamisten sind keine Rasse - also sind wir keine Rassisten. […] Wir lieben unsere Nation und sind gegen Sozialismus - also sind wir keine Nazis.“ Trotzdem dulden es die Veranstalter offenbar, dass lokale NPD-Aktivisten an den Demonstrationen teilnehmen und sich damit in der Öffentlichkeit rühmen. So schrieb zum Beispiel der Dresdner NPD-Kreisvorsitzende und Landesgeschäftsführer Jens Baur in der vergangenen Woche, dass er sich gefreut habe, auf der Demo „sehr viele alte Bekannte zu treffen“.

Auch auf dem sechsten „Spaziergang“ dieser Art sind Rechtsextreme gesichtet worden. Laut DNN seien darunter Marco Eißler, der einer Dresdner Kameradschaft angehöre, und der ehemalige NPD-Landtagsabgeordnete René Despang. Auch Jens Baur postete ein Foto von sich und dem ehemaligen NPD-Landtagsabgeordneten Arne Schimmer auf der Demonstration.

Stille während des „Spaziergangs“

Während der letzten Wochen konnte die Pegida die Teilnehmerzahlen immer wieder verdoppeln. Das gelang bei dieser Demo zwar nicht, aber dennoch steigerte sich die Zahl der Demonstranten von 3.200 in der letzten Woche auf rund 5.500.

Der Zug startete mit einer Kundgebung in der Nähe des Pirnarischen Platzes und führte über den Dr.-Külz-Ring und den Postplatz auf den Theaterplatz. Während die Demonstranten in Bewegung waren, herrschte Stille unter den Teilnehmern. Das gehörte zum Konzept, möglicherweise auch um Parolen wie „Ausländer raus“, wie sie in der vergangenen Woche am Rande der Demo zu vernehmen waren, zu vermeiden.

Redner Lutz Bachmann, laut einem Interview einer der zwölf Initiatoren der Pegida, sagte, „das Bündnis sei für die Aufnahme von Kriegs-, aber für eine konsequente Abschiebung von Wirtschaftsflüchtlingen und Straftätern“, so berichtet die Sächsische Zeitung. Auf dem Theaterlatz skandierten die Teilnehmer vermehrt den Ausruf „Wir sind das Volk“, der eigentlich mit den Demonstrationen während der politischen Wende in der DDR 1989 assoziiert wird.

Rund 400 Menschen zeigen Gesicht gegen Rassismus

Dort trafen die Pegida-Anhänger auf den lautstarken Protest von rund 400 Gegendemonstranten, die dem Aufruf des Bündnisses „Dresden Nazifrei“gefolgt waren. Das Motto der Demonstration war – ähnlich wie Plakate der NPD – „Gegen Heimat, gegen Volk und gegen Vaterland!“ Gleichzeitig fand eine Kundgebung unter dem Titel „Rassismus demaskieren“ auf der Hauptstraße statt.

In der Dreikönigskirche startete 18 Uhr der Bürgerdialog zum Thema Asyl, eine städtische Veranstaltung, die vom Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, eröffnet wurde. Ziel der Veranstaltung war es, über die Situation von Asylbewerbern aufzuklären. Die Ängste der Bürger, die durch Rechtsextreme und die Pegida durch das Heraufbeschwören von Horrorszenarien geschürt werden, sollten abgebaut und eine Grundlage für ein gemeinschaftliches Miteinander geschaffen werden.


Frontbanner der Gegendemonstration am Montag in Dresden, Foto: Marcus Fischer

Richter hatte in einem Interview zu bedenken gegeben, dass man die Proteste der Pegida nicht unterschätzen dürfe. „Ich bin gegen eine kurzschlüssige und pauschale Gleichsetzung mit dem Rechtsextremismus. Besorgte Bürger, die Sorgen haben um ihre Kultur und ihre Stadt, auch Sorgen zur Unterbringung der Flüchtlinge, sind ernst zu nehmen.“

Sein Vorschlag sei, eine Menschenkette gegen die Pegida-Demonstration zu bilden. Diese Art des Protest praktiziert die Stadt Dresden jedes Jahr am Jahrestag der Bombardierung der Stadt am 13. Februar, um ein Zeichen für Toleranz zu setzen und sich gegen den Aufmarsch von Rechtsextremen zu wehren.

Auch für den kommenden Montag haben sowohl die Pegida als auch das Bündnis „Dresden Nazifrei“ Demonstrationen angekündigt.

Fotos: Marcus Fischer

Kommentare(25)

Felix Büchner Dienstag, 25.November 2014, 23:26 Uhr:
Die Damen und Herren von der "Pegida" haben alle Mühe, sich von rechtstadikalem Gedankengut abzugrenzen. Sie schaffen es nicht und das ist kein Zufall. Zwar kommt in der Tat durch Zugehörigkeit zu einer Religion keine "Rasse" zu Stande - schon alleine deshalb, weil es keine menschlichen "Rassen" gibt. Sie sagen, sichtlich stolz, "seht her, wir sind ja keine Rassisten".
Allerdings übersehen sie geflissentlich, dass es beim Rassismus um die Abwertung von Menschen geht. Ob man dazu eine "Rasse" behauptet oder eine Hautfarbe hernimmt oder einen Glauben, ist komplett egal.

Und genau diese Abwertung wird von "Pegida" geleistet, schon der alberne Name transportiert das: "Gegen Islamisierung des Abendlandes". Hier wird die ganz unsinnige Angst bedient und geschürt, vom "Fremden" vereinnahmt zu werden.
Dieses Europa, das einmal "Abendland" genannt wurde, ist eine historische Mischung aus unendlich vielen Einflüssen - auch von vielen Religionen.

Gerne heißt es heute, dies sei das "Christlich-jüdische Abendland". Nur: Die Juden wurden jahrtausendelang verfolgt, etwa bis gestern. Eine aggressivere Religion als das Christentum muss man erst einmal finden. Wer den Islam mit Salafismus gleichsetzt, müsste auch das Christentum mit Pädophilie, mit Inquisition, mit Zwansgsmissionierung gleichsetzen.

Die Menschen, die da protestieren, leiden nicht unter einer Islamisierung ihrer Welt, sondern unter ihrer Ökonomisierung. Nur trauen sie sich nicht, dagegen auf die Straße zu gehen.
 
Jupp Mittwoch, 26.November 2014, 11:00 Uhr:
@Felix
"Eine aggressivere Religion als das Christentum muss man erst einmal finden. Wer den Islam mit Salafismus gleichsetzt, müsste auch das Christentum mit Pädophilie, mit Inquisition, mit Zwansgsmissionierung gleichsetzen."

Wie? Wer setzt denn den Islam mit dem Salafismus gleich? Das sind doch die Salafisten bzw. die Jungs von IS, die behaupten, dass sie den Koran streng dem Worte nach befolgen. Eine belastbare Gegendarstellung der sekulären Muslimfront ist mir bisher nicht aufgefallen. Im Gegenzug wären mir aktuell keine Christen bekannt, die Pädophilie, Inquisition und Zwangsmissionierung betreiben und dabei sich dabei glaubhaft auf das geschriebene Wort des Christentums berufen. Wäre dem so, gäbe es aber einen weltpresseweiten Aufstand...
 
Max_Deg Mittwoch, 26.November 2014, 11:28 Uhr:
"Und genau diese Abwertung wird von "Pegida" geleistet, schon der alberne Name transportiert das: "Gegen Islamisierung des Abendlandes". Hier wird die ganz unsinnige Angst bedient und geschürt, vom "Fremden" vereinnahmt zu werden. "

Nun, wenn man sich einige Viertel deutscher Großstädte anguckt, in denen Frauen mit Kopftuch das Straßenbild bestimmen, kann man durchaus zu dem Entschluss kommen, das in solchen Viertel eine Islamisierung stattfindet.

Natürlich kann man sagen: "Was wollt ihr denn, bei in Dresden gibt es kaum Muslime." Dem entgegne ich: " Mann sollte nicht erst warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist."

Viele Dresdner sehen in westdeutschen Städten ein Menetekel. Ich kann sie verstehen.
 
Björn Mittwoch, 26.November 2014, 12:17 Uhr:
Endlich finden die Menschen ihren Mut und gehen auf die Straße. Die Vorbehalte gegen die katastrophale Einwanderungs- und Asylpolitik der BRD brodeln schon lange. Nun trauen sich die Menschen endlich auf die Straße. Friedlich und demokratisch.

Während bei den Antideutschen das blanke Entsetzen herrscht, weil man feststellen muss das die übliche Nazi-Keule und selbst die Einschüchterungsversuche, wie wir sie letzte Woche in Dresden und Berlin erleben mussten, nicht mehr wirken.

So wirkt der Versuch von Endstation Rechts die bürgerliche Kundegebung als "rechtsradikal" hinzustellen, weil man unter 5500 Menschen tatsächlich eine handvoll NPD-Mitglieder gefunden haben will, nur noch lächerlich.

Und auch in Chemnitz gingen an diesem Montag 500 Menschen aus den gleichen Gründen auf die Straße.

Euch Linken fällt es immer schwerer diese großen Bürgerkundgebungen als "rechten Rand" abzutun und nun denkt man sich neue Propagandabegriffe aus. "Wut-Bürger" oder "Bürger-Mob". Blöd nur, dass sich davon niemand mehr beeindrucken lässt.

Und auch in Berlin sind am gleichen Tag 1000 Menschen auf die Straßen gegangen um den Verantwortlichen zu zeigen, was sie davon halten ungefragt immer neue Asylantenheime vor die Nase gesetzt zu bekommen. Und das trotz der linken Gewaltexzesse vom Sonnabend. Die Menschen finden ihren Mut. Und euch bringt es zur Verzweiflung. Gut so...
 
Zipfelmütz Mittwoch, 26.November 2014, 13:47 Uhr:
@Björn
"Und auch in Chemnitz gingen an diesem Montag 500 Menschen aus den gleichen Gründen auf die Straße."
Was, mehr konnte der RNF nicht mobilisieren?
Soviel zum Thema "tatsächlich eine handvoll NPD-Mitglieder gefunden haben will,"
 
Dresdner Mittwoch, 26.November 2014, 17:04 Uhr:
Hallo Björn,

zumindest in Dresden ist es eigentlich offensichtlich, wer dort demonstriert. Das sind Nazis, Hools, Reichsbürger&Co. sowie AfD-Anhänger aus ganz Sachsen. Die "normalen" Bürger brodeln in der Straßenbahn, weil sie im Berufsverkehr stecken bleiben.

Zum Thema "ungefragt": In der Demokratie gibt es genügend Möglichkeiten, sich "ungefragt" politisch einzumischen. Zumindest in Dresden werden neue Asylbewerberheime öffentlich diskutiert. Da sind unsere rechtsextremen Mitbürger nicht so häufig dabei, denn sie können ja nicht diskutieren.

Nicht dass sich Menschen endlich wieder "auf die Strasse trauen" ist der Grund für den Erfolg der Dresdner PEGIDA-Demonstrationen, sondern die Unfähigkeit der Stadt mit rechtsextremen Demonstrationen umzugehen. Im Übrigen gab es in Dresden seit 1990 keine Zeit, in der sich rechtsextreme Demonstranten nicht auf die Strasse trauten.
 
Irmela Mensah-Schramm Mittwoch, 26.November 2014, 17:24 Uhr:
Mein Dank an Felix Büchner !
Ich habe selten so einen überzeugenden Kommentar geslesen und dann eben die mal wieder selten so dämlichen Reaktionen.
Kann man nicht anders sagen.........
Ich betone, dass ich mich wesentlich sicherer und wohler in deiner multikulturellen Gesellschaft fühle, als unter autistisch wirkende Deutschnationalisten. Ich fühle mich auch nicht sicherer durch die vom Innenminister Sachsens angestrebten polizeilichen Maßnahmen gegen die Asylbewerber.
Mein Gott, wenn der wüßdte, dass ich auch in seiner Stadt mittels "Sachbeschädigung" Nazimist entfernt habe und es immer wieder tun würde!
Er stellt sich ohnehin mit in die Reihe der Massen jener Deutschnationalen "Pedigisten".
Ich als Erich-Kästner-Preisträdgerin 2005 (in Dresden) werde am kommenden Sonntag von einem muslimischen Verein für mein Engagement gegen den unsäglichen Rassismus im Lande geehrt und bin stolz darauf. Ein Kopftuch muss ich deswegen trotzdem nicht tragen und habe dennoch nichts gegen Kopftuch tragende Frauen.
 
Berlinerin Mittwoch, 26.November 2014, 17:51 Uhr:
@ Björn

Nur weil jemand unter den Teilnehmern der Demo in Marzahn eine Handvoll Anwohner gefunden haben will, wird sie noch lange nicht zu einer Bürgerkundgebung aus der Mitte der Gesellschaft. Aus ganz Berlin und Brandenburg herangekarrte Neonazis einschließlich BFC Dynamo-Hooligans erleben Woche für Woche schon am Montagabend ihr Highlight der Woche.
Unter ihnen der Berliner Sebastian Schmidtke. Auch kein Anwohner. Naja, den Weg nach Marzahn findet er jedenfalls immer wieder. Mit Kreuzberg hat er ja bekanntermaßen so seine Probleme, der Herr NPD-Direktkandidat für Friedrichshain- Kreuzberg mit dem Traumergebnis von 0,8% (BTW 2013)^^

Was ist eigentlich aus den besorgten Anwohnern in Hellersdorf geworden? Hier ist gar nichts mehr von ihnen zu hören. Aber du hast in deinem über 200 km entferntem Dorf in M-V bestimmt andere Informationen.
 
qual Mittwoch, 26.November 2014, 18:25 Uhr:
lieber björn
"Während bei den Antideutschen das blanke Entsetzen herrscht" Na Blondi waren Sie eigentlich mit nur mal angemerkt auf der gleichen Baumschule? Nimmt man ihre Zahlen also 5500, 500,1000 sind das zusammen 7000. Deutschland hat ca. 80 Millionen Einwohner. Sie haben Recht das ist nicht der Rand das ist nichts gar nichts.
"bla bla bla Euch Linken fällt es immer schwerer bla bla bla"
" Die Salafisten sind aber ein Sympthom der grassierenden Überfremdung. Und für euch ist doch eh alles "Nazi" was sich kritisch gegenüber euren Lieblingen äußert.
Na Sie junger Nazi wieder mal das Gehirn ausgelagert? Sie scheren alle über einen Kamm mit ihrem Linke,Linke,Linke Gelaber. Heulen aber herum wenn man Sie als Nazi bezeichnet. Sie äußern sich nicht kritisch Sie hetzen. Woher wissen Sie eigentlich wer mein Liebling ist? Sind Sie jetzt auch ein Seher ?
 
kadinsky Mittwoch, 26.November 2014, 18:50 Uhr:
Wann wird der Mob wohl begreifen, dass die Probleme nicht im Geringsten von irgendwelchen Flüchtlingen oder Ausländern oder vom Islam oder vom Popanz ausgehen, warum folgen immer wieder so viele Menschen irgendwelchen Rattenfängern, wann werden sie wohl endlich anfangen zu denken?
Die sollten in die Heime gehen, den Leuten dabei helfen unsere Sprache zu lernen um mit ihnen zu reden und um sie zu fragen, ob wir nicht alle gemeinsam auf die Straße gehen um gegen das wirkliche Übel zu kämpfen...wir wären eigentlich so stark, wenn sich nicht immer wieder so viele verblöden lassen würden...ein kleiner Schritt zurück und man erkennt den Tellerrand besser...
 
Roichi Mittwoch, 26.November 2014, 21:17 Uhr:
@ Max

"Nun, wenn man sich einige Viertel deutscher Großstädte anguckt"

Sollte man vielleicht zweimal hinsehen und nicht die Vorurteile die Wahrnehmung lenken lassen.
Nur so als Tip.

"Viele Dresdner sehen in westdeutschen Städten ein Menetekel. Ich kann sie verstehen"

Ich nicht. Einfach weil Vorurteile keine Grundlage sind eine Vernunftbegabte Entscheidung zu treffen, auch nicht sich eine Meinung zu bilden.
Für Hass reichen sie allerdings aus.
 
Roichi Mittwoch, 26.November 2014, 21:17 Uhr:
@ Björn

"Während bei den Antideutschen das blanke Entsetzen herrscht"

Mit welchem Antideutschen hast du denn gesprochen?

"So wirkt der Versuch von Endstation Rechts die bürgerliche Kundegebung als "rechtsradikal" hinzustellen, weil man unter 5500 Menschen tatsächlich eine handvoll NPD-Mitglieder gefunden haben will, nur noch lächerlich"

Nicht wegen deiner Kamerraden ist sie das, sondern wegen der Inhalte, die deine Kamerraden logischerweise teilen.
Religionsfreiheit ist übrigens immernoch ein Grundrecht.

"Euch Linken fällt es immer schwerer diese großen Bürgerkundgebungen als "rechten Rand" abzutun"

Nö Björn. Der Rechte Rand ist dabei.
Dass Rassismus bis in die Mitte der Gesellschaft reicht, ist ja nun nicht neu.
Besser wird er dadurch nicht.

"Und auch in Berlin sind am gleichen Tag 1000 Menschen auf die Straßen gegangen um den Verantwortlichen zu zeigen, was sie davon halten ungefragt immer neue Asylantenheime vor die Nase gesetzt zu bekommen."

Du meinst deine zugereisten Kamerraden?
Die dann schön wieder mit der Bahn nach Hause fuhren.

"Und das trotz der linken Gewaltexzesse vom Sonnabend"

Lesen ist mal wieder ein zu großes Hindernis für dich.
http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/demonstrationen-1/artikel/berlin-wir-sind-das-volk-wird-blockiert.html
http://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.231748.php
 
Dumbo Donnerstag, 27.November 2014, 11:56 Uhr:
"Trotzdem dulden es die Veranstalter offenbar, dass lokale NPD-Aktivisten an den Demonstrationen teilnehmen und sich damit in der Öffentlichkeit rühmen. "

Da tolerieren ja (er-)dulden bedeutet, folgt daraus, dass die Pegida-Organisatoren wohl sehr tolerante Typen sind, Nebenbei zeugt es von einem äußerst gefestigtem Demokratieverständnis gewisse Teilnehmer nicht einfach von dieser Demo auszuschließen...konträr zu den Faschisten im ("wehrhaft") demokratischen Gewande, die Andersdenkende stets von ihren Versammlungen ausschließen oder gar verfolgen.

"„Gegen Heimat, gegen Volk und gegen Vaterland!“ "

Sehr löblich, dass die "Gegendemonstranten" sich so eindeutig positionieren und ihre wahren Ambitionen dergestalt manifestieren. Ich liebe Bärendienste für das System. :-)))
 
Soldat Donnerstag, 27.November 2014, 14:45 Uhr:
@ Björn
Es sind in der Masse aber keine bürgerlichen Demonstrationen, die man dort beobachten kann. Es nehmen vielleicht verstärkt Menschen aus dem gesamten politischen Spektrum an solchen Demonstrationen teil, initiiert werde diese dennoch fast ausschließlich vom rechten Rand. Die vermehrte Teilnahme von Menschen aus anderen Milieus jetzt als "Aufwachen" oder "Mut finden" des Volkes zu verklären geht schlichtweg an den Tatsachen vorbei.

In den Zeiten von Krisen orientieren sich Menschen immer zu den politischen Extrema und nicht selten wird dabei auch ein Sündenbock gesucht. Im Regelfall sind diese Sündenböcke "die" Fremden oder spezielle Gruppen von Fremden. So zu tun als sei die derzeitige wirtschaftliche Lage Einwanderern oder Asylsuchenden zuzuschreiben ist nicht nur kurzsichtig, sondern gelinde gesagt ziemlich dumm.
Sämtliche Ursachen für die heutigen Missstände in der Gesellschaft finden sich an völlig anderen Orten, es wird nur selten darüber reflektiert wo genau. Und das wirklich Makabere ist doch, dass es bei solchen Demonstrationen gar nicht um reale, sondern fiktive Probleme geht. Inwiefern wird denn unsere Gesellschaft islamisiert? Durch Shiiten? Durch Sunniten? Oder durch die 2./3. Generation von Einwanderern, die im Regelfall nicht mal wirklich Moslems sind? Durch Salafisten? ~ 6.500 Salafisten in Deutschland sprechen nun nicht für eine "islamisierte" Gesellschaft...
 
Roichi Donnerstag, 27.November 2014, 18:26 Uhr:
@ Dumbo

"Da tolerieren ja (er-)dulden bedeutet, folgt daraus..."

dass du Blödsinn erzählst.
Denn wenn man solche Typen duldet, bzw. sich von denen die Demo organisieren und die Inhalte bestimmen lässt, macht man sich gemein mit ihnen.
Auch mit der antidemokratischen Forderung nach Abschaffung von Grundrechten.
Aber das ist für dich ja "Demokratie".

Wo werden hierzulande eigentlich Andersdenkende verfolgt?
Die Behauptung solltest du vielleicht noch belegen.
Oder meinst du die geplante Verfolgung von Muslimen durch deine Kamerraden?
 
Jupp Donnerstag, 27.November 2014, 20:41 Uhr:
@Dumbo ich gehe mal davon aus, dass sich die Personen exakt die Begriffe so ausgesucht haben, wie sie von den ganz Rechten propagiert werden und nicht im neutralen Sinne.
Es ist wohl jedem hier klar, dass Irmela mit ihrer Aufkleberknibellei in z. B. Saudiarabien schon lange im Knast sitzen würde. Sie wird ja selber bestätigen können, das unsägliche Dinge mit einem Buch und einem geistigen Führer beginnen können, auch wenn beide wirr sind.
Die Aktionen müssen ja gar nicht rassistisch sein, und Angst vor Radikalen, egal welcher Farbe, ist begründet. Wenn diejenigen, aus deren Gruppe Extremisten entspringen, nichts tun, werden es zwangsläufig andere tun. Ob jeder, der da Beifall spendet, erwünscht ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
Und ob jeder, der da angesprochen wird, der richtige Sündenbock ist, erst recht!
 
Jupp Samstag, 29.November 2014, 02:55 Uhr:
@ Roichi
Das gilt dann aber für alle, oder? Auch fürs Schanzenfest USW.
 
Roichi Samstag, 29.November 2014, 17:15 Uhr:
@ jupp

Seit wann wird beim Schanzenfest die Abschaffung von Grundrechten gefordert?
 
Jupp Montag, 01.Dezember 2014, 10:21 Uhr:
@Roichi
"Denn wenn man solche Typen duldet, bzw. sich von denen die Demo organisieren und die Inhalte bestimmen lässt, macht man sich gemein mit ihnen."
Ich bezog das ganz allgemein auf das dulden von Typen...
 
Soldat Montag, 01.Dezember 2014, 10:29 Uhr:
@ Roichi

Ich glaube Jupp bezog sich eher auf "Denn wenn man solche Typen duldet, bzw. sich von denen die Demo organisieren und die Inhalte bestimmen lässt, macht man sich gemein mit ihnen.
Auch mit der antidemokratischen Forderung nach Abschaffung von Grundrechten."

Beim Schanzenfest sind ja durchaus Teile dabei, deren Einstellung zum Rechtsstaat eher problematisch ist. Ich halte diesen speziellen Vergleich zwar für übertrieben, es gibt aber durchaus diese Tendenzen, dass grade gewaltbereite Gruppierungen sich linken Demonstrationen entweder anschließen oder bei der Organisation beteiligt sind.
 
Roichi Montag, 01.Dezember 2014, 22:20 Uhr:
@ Soldat

Mir ging es um die Ideologie der Kamerraden.
Daher bezog ich das darauf.
Gewalt ist ohnehin abzulehnen.
 
Dumbo Dienstag, 02.Dezember 2014, 10:08 Uhr:
@Rrrroichi

"Denn wenn man solche Typen duldet, bzw. sich von denen die Demo organisieren und die Inhalte bestimmen lässt, macht man sich gemein mit ihnen."

Na klar, mitgefangen...mitgehangen, ne? Deine Denke hat de facto wenig mit Toleranz zu tun...eher mit Selektion.

"Auch mit der antidemokratischen Forderung nach Abschaffung von Grundrechten."

Niemand fordert dort die Abschaffung von Grundrechten. Jaja, immer diese haltlosen Unterstellungen.

"Wo werden hierzulande eigentlich Andersdenkende verfolgt?"

Dass du das ignorant abstreitest, lässt tief blicken.

"Oder meinst du die geplante Verfolgung von Muslimen durch deine Kamerraden? "

Köstlich, direkt die nächste haltlose Unterstellung, die du wieder mal nicht belegen kannst. Ja, der Schwarz-Weiß-Denker Rrroichi eben. Übrigens, ich habe keine Kameraden, sondern nur Mitstreiter....dass solche Feinheiten außerhalb deines ideologischen Tellerrands liegen, ist einleuchtend.
 
Affentheater Dienstag, 02.Dezember 2014, 11:16 Uhr:
P enetrant
E drbärmlich
G erman - neurotisch
I slamhass
D urchgeknallt
A risch - gruselig

= Pegida in Dresden!

Tolerant ?
 
Roichi Dienstag, 02.Dezember 2014, 17:46 Uhr:
@ Dumbo

Deine Tastatur klemmt.

"Na klar, mitgefangen...mitgehangen, ne? Deine Denke hat de facto wenig mit Toleranz zu tun...eher mit Selektion."

Was kann ich dafür, wenn du überfordert bist.
Also nochmal für dich zum mitmeißeln:
Wer sich einer von Nazis die Demo organisieren und die Themen vorgeben lässt, darf sich hinterher nicht beschweren, dass ihm genau diese Themen und Organisatoren auf die Füße fallen.
Ähnlich verhält es sich, wenn man diese Typen auf seiner Demo mitlaufen lässt, womöglich noch reden lässt, ohne sich von diesen und ihrer Ideologie zu distanzieren.
Zu differenziert für dich? So ist die Welt leider nunmal.

"Niemand fordert dort die Abschaffung von Grundrechten. Jaja, immer diese haltlosen Unterstellungen."

Es soll ja nur das Grundrecht auf freie Religionsausübung abgeschafft werden.
Dazu noch die Freizügigkeit und die Menschenwürde.

"Dass du das ignorant abstreitest, lässt tief blicken."

Ich muss nichts abstreiten, was nur eine Behauptung von dir und deinen Kamerraden ist.
Ihr dürft erstmal eure Behauptungen belegen.

"Köstlich, direkt die nächste haltlose Unterstellung, die du wieder mal nicht belegen kannst."

Euer Vorgehen gegen Msulime ist ja nun nicht unbekannt.
Von Brandanschlägen, über Bomben bis zu Mord. Von Hetzreden ("Samenkanonen" als Beispiel) über Bedrohungen bis Tätlichkeiten.
Und das nur weil Menschen nicht in euer kleines Weltbild passen.

Ende Teil 1
 
Roichi Dienstag, 02.Dezember 2014, 17:47 Uhr:
Teil 2

"Übrigens, ich habe keine Kameraden, sondern nur Mitstreiter"

Dann teile doch nicht die Ideologie der Kamerraden. Dann sage doch nicht deren Parolen auf.
Dann laufe nicht auf deren Demos. Dann mache dich nicht mit ihnen gemein.
So allerdings hast du Kamerraden.

Ende Kommentar
 

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