von Oliver Cruzcampo
   

Thor Steinar in Berlin: Laden schließt überraschend

Nach jahrelang anhaltenden Protesten hat eine der beiden Thor Steinar-Filialen in Berlin überraschend geschlossen. Der Mietvertrag lief noch bis 2015, der Grund für das abrupte Ende bleibt unklar.

Zuerst erschien die Meldung auf dem linken Portal endete jedoch vor zwei Jahren mit einem Vergleich. Wie das Kammergericht im September 2011 mitteilte, hätten sich die Prozessparteien auf die Beendigung des Mietverhältnisses zum 31. Januar 2015 verständigt. Der Laden musste zudem auf den seinerzeitigen Geschäftsnamen – Tromsø – verzichten, auch künftig durften keinen skandinavischen Orts- oder Vornamen als Geschäftsbezeichnung verwendet werden. Seitdem prangte über dem Eingang ein schlichtes Thor Steinar-Schild.

Was die Betreiber nun zur Aufgabe bewogen hat, bleibt weiterhin unklar. Eine Rolle dürften sicherlich die anhaltenden Proteste, aber auch die unzähligen Attacken auf das Geschäft gespielt haben. Erst Ende August gab es einen Buttersäure-Angriff auf den Thor Steinar-Laden, der Fußweg wurde daraufhin von der Polizei vorübergehend gesperrt.

Foto: Indymedia, Lizenz: CC

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