Tätowierter NPD-Lokalpolitiker

Erkelenz – Wegen einer auf seinem Unterarm tätowierten SS-Losung soll sich der NPD-Ratsmann Christian Remberg im Oktober vor Gericht verantworten.

Dienstag, 02. September 2014
Redaktion

Remberg gehört seit den Kommunalwahlen im Mai 2014 für die NPD dem Rat der Stadt Erkelenz (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen) an. Bis zum 1. September verwendete der 31-Jährige noch im sozialen Netzwerk Facebook ein Foto als Profilbild, das ihn beim Handschlag mit NPD-Parteichef Udo Pastörs zeigte. Zuvor soll Remberg indes auch ein Foto genutzt haben, auf dem die auf seinem Unterarm tätowierte SS-Losung „Meine Ehre heißt Treue“ zu erkennen war.

Aufgrund einer Strafanzeige eines Nazigegners hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen des Vorwurfs der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen den NPD-Lokalpolitiker erhoben. Der Prozess vor dem Amtsgericht Erkelenz soll Anfang Oktober stattfinden. In den ersten Jahren ihres Bestehens bewegte Remberg sich im engsten Umfeld der unterdessen verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL).

Er gehörte 2004 auch zu den Organisatoren eines sich am nationalsozialistischen „Heldengedenken“ orientierenden NPD-Aufmarsches in Erkelenz. 2008 schon posierte Remberg als Neonazi-Skinhead auf einem Foto in dem sozialen Netzwerk StudiVZ mit der SS-Parole auf seinem Unterarm. Dazu trug er ein T-Shirt der US-Neonazi-Kultband „Max Resist“ (Abkürzung für „Maximum Resistance“; deutsch: „Maximaler Widerstand“). (mik)

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