Stramm nach rechts

Österreich (Wien) – Günter Rehak (Wien) ist neuer Bundesparteiobmann (Bundesvorsitzender) der Nationalen Volkspartei (NVP) Österreichs.

Mittwoch, 17. August 2011
Anton Maegerle

Dem NVP-Vorstand gehören neben Rehak Karl Horst Halbwachs, Gert Lagler, Christian Hayer, Wolfgang Brloh und Gabi Hayer an. Die Ende 2007 gegründete rechtsextreme Splitterpartei NVP fordert die Aufhebung des Paragrafen 3g des österreichischen NS-Verbotsgesetzes, der allgemein jede Form der Betätigung „im nationalsozialistischen Sinn" unter Strafe stellt. Kontakte pflegt die NVP auch zur bundesdeutschen NPD.

Der Ex-Linke Rehak (Jg. 1939) war einst Kopf des Verbandes Sozialistischer Studenten Österreichs, später Sekretär des früheren österreichischen Bundeskanzlers Bruno Kreisky (SPÖ). Bis 2002 wirkte er als Ministerialrat im Wiener Bundeskanzleramt. 2005 trat Rehak zeitweilig der FPÖ bei, „da er dort seine antikapitalistischen Ziele besser vertreten sah“. („Die Aula“).

In letzter Zeit war Günter Rehak Vorsitzender der „Liste Wien“, die unter anderem einen „sofortigen Zuwanderungsstopp“, die Bekämpfung der angeblich überbordernden Korruption und die „Erschwerung von spekulativen und parasitären Einkünften“ forderte. Im Frühjahr fusionierte die „Liste Wien“ mit der NVP.

Rehak ist Gelegenheitsautor und Interviewpartner der „National-Zeitung“. Im Frühsommer trat er als Referent bei der Münchner Burschenschaft Danubia auf. Seit 2007 gehört Rehak dem „wissenschaftlichen Beirat“ des Neonazi-Blattes „Volk in Bewegung & Der Reichsbote“ an, im April 2008 war er Referent beim Jahreskongress der „Gesellschaft für freie Publizistik“ im thüringischen Suhl.

 

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