von Storch Heinar
   

Storch Heinar von den Socken: Täglich Mahnwachen gegen Thor-Steinar-Laden in Glinde (mit Fotos)

Den gestrigen politischen Aschermittwoch nutzte Führer-, Front- und Modestorch Heinar für zünftige Schützenhilfe in Glinde im Kreis Stormarn. Dort veranstalten aufrechte Kämpferinnen und Kämpfer des Bündnisses „Glinde ist bunt“ seit September 2011 täglich (!) eine Mahnwache, um auf den „Thor Steinar“-Laden „Tønsberg“ aufmerksam zu machen.

Mit einem dreifachen „Storch Heil aus dem Fliegerhorst“ kam Heinar direkt vor dem Ladenlokal in der Möllner Landstraße eingeflogen und wandte sich in einer ergreifenden Ansprache direkt an die zahlreichen Anwesenden des Bündnisses. Spätestens mit dem Sieg seiner Modemarke "Division Storch Heinar" über "Thor Steinar" im legendären Nürnberger Modeverbrechertribunal habe er dafür gesorgt, dass Neonazis das Lachen sprichwörtlich im Halse stecken bleibe.

„Gemeinsam sind wir stark gegen die braune Brut und gemeinsam werden wir den Neonazis zeigen, wo der Frosch die Locken hat“, so Heinar. Er werde nicht nachlassen, sich in seine Nähstube einzuschließen und viele neue und zackige T-Hemden und Leibchen zu entwerfen, bevor auch der letzte verlorene Sohn zum guten Geschmack zurück gefunden habe.

Organisiert werden die täglichen Proteste durch das breite Glinder Bündnis „Glinde ist bunt, nicht braun“, in dem neben Vereinen und Verbänden, auch Parteien, Gewerkschaften, die Kirchen und natürlich viele engagierte Einzelpersonen vertreten sind.

Zu einer abendlichen Podiumsdiskussion erschienen über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Bürgerhaus am Glinder Markt. Es herrschte nach einer angeregten Diskussion Einigkeit, dass auch weiterhin über die Strategien der rechtsextremen Szene aufgeklärt werden müsse, durch zeitgenössische Musik und Bekleidung auf Stimmenfang zu gehen. Eine Sache wurde von den Anwesenden vehement abgelehnt: eine staatliche Zahlung an die Betreiber des in rechtsextremen Kreisen beliebten Modelabels zur Räumung des Ladens am Glinder Berg. Dies hätte fatale Anreizwirkungen, weitere Geschäfte an anderen unbequemen Orten aufzumachen und sich „raus kaufen“ zu lassen.

Storch Heinar und seine Kapelle Storchkraft zeigten sich abschließend sichtlich beeindruckt vom langen Atem des Glinder Bündnisses. „Wer, wenn nicht die Glinder Demokratinnen und Demokraten haben das Zeug, den Laden durch ausdauernde Proteste wieder dicht zu machen!?“

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