Stabwechsel bei der NPD

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Neuruppin – Die Delegierten des NPD-Parteitags haben Holger Apfel mit knapp 60 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Sonntag, 13. November 2011
Tomas Sager

Eigentlich sollte das Ergebnis erst am heutigen Sonntag zu Beginn des zweiten Tages beim Bundesparteitag in Neuruppin verkündet werden – kurz nach Mitternacht war es freilich schon durchgesickert: 126 Delegierte votierten für den sächsischen Landes- und Fraktionsvorsitzenden. Amtsinhaber Udo Voigt kam lediglich auf 85 Stimmen. Drei Stimmen waren ungültig.

Der Abstimmung am späten Samstagabend war eine stundenlange Diskussion über Fehlentwicklungen der NPD und die Frage, ob eine neue, gemäßigtere Außendarstellung erforderlich sei, vorausgegangen. Schon bei einer Pressekonferenz vor Beginn des Parteitags hatten Apfel und Voigt ihre unterschiedlichen Konzepte dargestellt. Voigt verteidigte seinen Kurs, den er als „radikal, sozial und national“ beschrieb. „Mediengerechtes Verhalten“ werde es mit ihm nicht geben. Dass er an seinem Kurs festhalten will, machte er auch in seinem Rechenschaftsbericht deutlich, als er die letzte zweijährige Amtsperiode als die erfolgreichste in seiner 15-jährigen Zeit als Vorsitzender bezeichnete. Der Apfel-Vertraute Jürgen Gansel sprach hingegen von „gefühlten zwei verlorenen Jahren“. Apfel selbst kritisierte erneut den NPD-Wahlkampf zum Berliner Abgeordnetenhaus samt seiner „Gas geben“-Plakate. Wenn man so agiere, dürfe man sich nicht wundern, wenn bei den Bürgern „die Jalousien heruntergehen“. Am Ende hatte Apfel mit seinem Konzept der „seriösen Radikalität“ die Mehrheit der Delegierten hinter sich.

Bei der Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden setzten sich am Sonntagmorgen der Schweriner Fraktionsvorsitzende Udo Pastörs, der Münchener Stadtrat Karl Richter sowie der Leiter der NPD-Rechtsabteilung Frank Schwerdt durch. Pastörs und Richter waren von Apfel vorgeschlagen worden. Der dritte vom neuen NPD-Chef benannte Kandidat, der saarländische Landesvorsitzende Frank Franz, fiel bei der Abstimmung durch.

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