von Oliver Cruzcampo
   

SS-Siggis Erben

Von wegen ostdeutsches Problem: Auch bei Westklubs gehören Nazis auf den Rängen zum Inventar, zahllose Übergriffe und Straftaten sind dokumentiert. Die rechte Szene drängt zurück an die Macht.


Der deutsche Hulk Hogan

»SS-Siggi« ist am Apparat. Nordrhein-Westfalens berühmtester Neonazi hat tatsächlich zurückgerufen. Gleich wird er erzählen, welche Rolle er bei dem spielt, was gerade in seiner Heimatstadt Dortmund passiert. 

In den Achtzigern war Siegfried Borchardt, 59, Mitbegründer der berüchtigten »Borussenfront«, der Keimzelle aller prügelnden Fußballnazis. Die »Borussenfront« galt eine Weile als ausgestorben, worüber sich Siggi köstlich amüsiert. In Wahrheit hätten die sich früher von Stadionverbot zu Stadionverbot prügelnden Nazi-Hooligans nie aufgehört, sich zu spontanen Schlägereien zu treffen. Zu seinen besten Zeiten wurde Borchardt mehrfach verurteilt, weil er nach BVB-Spielen mit seinen Leuten Türken in der Nordstadt jagte, und auch heute ist Dortmund ein Schwerpunkt der rechten Szene in Deutschland und gilt im Fußball als neue Hauptstadt der Bewegung. Mindestens 100 Neonazis tummeln sich auf der Südtribüne. Borussia Dortmund, die Fußballverbände und die Politik sind alarmiert.

Siggi Borchardt hingegen ist zufrieden mit den Jungen, die mit ihren Mitteln das fortführen, was er angefangen hat. Zwar gehe er heute nicht mehr zu den Heimspielen des BVB, sagt der Koloss, der mit seinen wasserstoffblonden Haaren aussieht wie ein deutscher Hulk Hogan mit Bierbauch. »Da gibt’s nur Theater mit mir«, meint er und sammelt lieber ein paar Länderpunkte bei Auswärtsspielen der Nationalmannschaft oder schaut sich im Dortmunder Umland ein Oberligaspiel an. Doch auf der Dortmunder Südtribüne, findet er, liefe es ja auch ohne ihn ganz in seinem Sinne. Borchardt meint unter anderem die »Desperados«, eine ursprünglich unpolitische Ultragruppe, die im Laufe der Jahre immer stärker nach rechts gerückt ist. »Die Desperados trainieren doch auch zusammen mit einigen Jungs der Borussenfront«, sagt er. »Da gibt es ja längst die zweite und dritte Generation.«

Die Rekrutierung

Ein paar Kilometer südlich von Dortmund sitzt einer, der »SS-Siggi« aus gemeinsamen Kampftagen kennt. Der Mann, der anonym bleiben will, war eine der Führungsfiguren der »Autonomen Nationalisten« (AN), jener modernen Nazis, die mit Windbreaker, Sonnenbrille und Baseballkappe zum Aufmarsch kommen. Das Konzept der AN wurde von Szene-Vordenkern Ende der Neunziger eigens für Westdeutschland ersonnen. Hier sei der Neonazismus stigmatisierter als im Osten, die Aktivisten müssten daher unauffälliger auftreten und dürften nicht sofort als Nazis zu erkennen sein. Auf den ersten Blick sehen AN-ler wie Antifaschisten aus. Oder wie Ultras, die sich ja auch vermummen, um eine Identifizierung durch Polizeikameras zu erschweren. Unser Mann, nennen wir ihn André S., hat lange in der Dortmunder AN-Kommandozentrale gearbeitet. Irgendwann hatte er genug und kehrte der Szene den Rücken. Der Fußball hat ihn persönlich nie interessiert, doch als »politischer Soldat« (Selbstbild der AN) konnte ihm ein solch wichtiges Schlachtfeld nicht gleichgültig sein. Fußball, sagt S., spiele neben der Musik die entscheidende Rolle bei der Rekrutierung des Nachwuchses. »Wir Autonome Nationalisten wollten ja keine Skinheads mit Alkoholfahne. Wir wollten moderne, subkulturelle Jugendliche, die das ausstrahlen, was Gleichaltrige nicht abstößt, sondern anspricht.« Heute zeigen die jungen Nazis den alten, wie politischer Revierkampf geht. Die Ultras zu umwerben, sei oft nicht schwer. »Das Outfit von Ultras und AN-lern ähnelt sich doch sehr«, sagt S. »Die ganze Kultur ist ja anschlussfähig: Ultras singen das nach, was der Capo vorsingt, sie haben Bock darauf, sich von montags bis sonntags zu engagieren. Wir haben denen gesagt, super, so ist das bei uns auch! Wir machen unsere Transparente selbst und bei unseren Demos gibt es auch Pyrotechnik.«


Der Schulterschluss funktioniert prächtig. Längst kämpfen bei den Nazi-Hools von der »Northside« um die 15 Mitglieder der Ultras von den »Desperados« mit. Die Fights werden, so berichtet es einer, der dabei war, mit dem kollektiven Ruf »Sieg Heil!« beendet. Als Innenminister Ralf Jäger den »Nationalen Widerstand Dorstfeld« (NWDO) als kriminelle Vereinigung verbot, wurde auf der Dortmunder Südtribüne ein Transparent gehisst, das »Solidarität mit dem NWDO« einforderte. Erst im September wurde einer der »Desperados«, auch er NWDO-Mitglied, wegen einer gemeinschaftlich begangenen Menschenjagd auf linksalternative Jugendliche zu einer Haftstrafe verurteilt. Bei der nächtlichen Attacke hatten die mit Sturmhauben maskierten Angreifer ihre Opfer aus einem VW-Bus heraus mit Flaschen und Steinen beworfen und anschließend mit einem Messer bedroht. Nach dem gleichen Muster verlief auch ein Angriff vor dem Schalker Fanprojekt. Dort wurden die blau-weißen Fans bei ihrer Rückkehr nach einem Auswärtsspiel in Nürnberg von maskierten »Desperados« aus zwei VW-Bussen heraus angegriffen. Ein Zeuge erinnert sich an gereckte rechte Arme und den Schlachtruf »Heil Hitler!«, bevor die Angreifer zurück nach Dortmund türmten. »Ziel für AN-Strukturen ist es, bundesweit Zugang zu den Ultras zu bekommen«, sagt André S. In Dortmund sei das nicht schwer gewesen. »Die meisten von der Borussenfront hatten zwar Stadionverbot. Rein kamen die aber trotzdem, weil eine Zeit lang die Security-Firma mit unseren Leuten durchsetzt war.«

Auch ein West-Problem

Lange hat man die Neonazis für ein spezifisch ostdeutsches Problem gehalten. Wer als Journalist über prügelnde Nazihorden berichten wollte, fuhr nach Sachsen oder Brandenburg. Der Westen hingegen schien bis auf wenige Enklaven gefeit vor den neuen NS-Jüngern. Schließlich hatten sich dort schon Ende der Achtziger antifaschistische Fans in Initiativen wie BAFF (Bündnis aktiver Fußballfans) zusammengeschlossen, derweil sich der DFB-Präsident gegen Rassismus und Schwulenfeindlichkeit positionierte. Irgendwann nervten die gutgemeinten Durchsagen und der ganze Rote-Karten-Aktivismus nur noch.

Man hätte genauer hinschauen müssen. In vielen westdeutschen Städten drängen neonazistische Fans in den Vordergrund. Ihr Habitus dockt meist an den Ultrastil an, der längst die alles dominierende Fankultur ist. Oft werden sie dabei von der alten Hooliganszene protegiert, die ihre Kämpfe längst auf Wald und Wiese verlagert hat, doch ihre schützende Hand über die Rechten hält.

»Passt auf, sonst holen wir die Dortmunder!«

Die Dortmunder Naziszene ist dabei die zahlenmäßig größte. Von hier aus verlaufen zahlreiche Fäden in alle Himmelsrichtungen. Wenn rechte Gruppen irgendwo auf Gegenwehr stoßen, warnen sie ihre Kontrahenten: »Passt auf, sonst holen wir die Dortmunder!« Beste Kontakte unterhalten die »Desperados« etwa zur Kölner Ultragruppierung »Boyz«: »Die Verbindung besteht schon lange«, bestätigt Volker Lange von der Kölner Polizei. Andere Kölner Ultragruppen sähen die Liaison kritisch, die Dortmunder Freunde der »Boyz« seien ihnen zu rechts.

Dortmunder AN-Kader waren auch vor Ort, als sich 17 Neonaziteams zum »Svasti-Ka Hallencup 2012« trafen. Ebenso wie AN-ler vom Donnersberg, aus Zweibrücken und aus München – drei Szenen, die ebenfalls in den Fankurven anzutreffen sind. Die ersten beiden in Kaiserslautern und Homburg, letztere beim TSV München 1860, wo die Nazis bei Heimspielen in Block 132 anzutreffen sind. Und wenn die NPD Düren ihr »Nationales Fußballturnier« austrägt, machen genau jene AN-Gruppen mit, die auch im Ligaalltag versuchen, bei den Fans einen Fuß in die Tür zu bekommen. Auch wenn das nicht immer von Erfolg gekrönt ist: 2010 fanden sich beim Spiel von Bayer Leverkusen in Bochum plötzlich »Autonome Nationalisten« im Sonderzug. Doch sie verströmten zu wenig Stallgeruch, zumal sie schon beim Kartenkauf (»Gegen wen spielt Bayer?«) gar nicht erst so getan hatten, als würden sie etwas von Fußball verstehen. Auf der Rückfahrt waren die Nazis nicht mehr dabei. Man hatte ihnen zu ver­stehen gegeben, dass sie unerwünscht seien.

Beste Kontakte zu den »Autonomen ­Nationalisten« in Dortmund hatte auch Falko W. ein Fan von Alemannia Aachen, bei dem die Polizei eine funktionstüchtige Bombe fand. W. war Mitglied der verbotenen neofaschistischen »Kameradschaft Aachener Land« (KAL). Im Sommer 2010 spaltete sich die Ultraszene der Alemannia. Während sich die »Aachen Ultras« (ACU) klar gegen Neonazis positionierten, ging es für die »Karlsbande« in die andere Richtung. Viele von deren Mitgliedern feiern und prügeln mittlerweile in trauter Eintracht mit den Nazis von der »Kameradschaft Aachener Land« und der nach rechts offenen Hooligangruppe »Westwall«.

Im vergangenen August eskalierte die Situation endgültig. Nach einem Auswärtsspiel der Alemannia in Saarbrücken wurde der ACU-Tross von Mitgliedern der »Karlsbande« überfallen. Ein Mitglied der ACU, das es nicht rechtzeitig in den Bus geschafft hatte, wurde von einem Dutzend Männer minutenlang zusammengetreten und schwer verletzt –obwohl der Fanbeauftragte und ein weiterer Alemannia-Fan sich schützend auf das Opfer geworfen hatten. Nach langen vereinsinternen Diskussionen unterschrieb danach auch die »Karlsbande« einen Ehrenkodex, in dem sie versprach, der Gewalt abzuschwören und rassistische Äußerungen zu unterlassen. Keine zwei Wochen später überfielen die Insassen eines Busses der »Karlsbande« einen PKW, in dem ACU-Mitglieder saßen. Als die Polizei den Bus stoppte, nahm sie auch die Personalien zweier bereits auffällig gewordener Neonazis auf.

Oft hört man in Zusammenhängen mit strammrechten Anhängern verharmlosende Kommentare aus der Fanszene, etwa: »Das mögen ja Leute mit komischen Ansichten sein, aber hier geht es um Fußball!« Doch dass sich unter diesem Deckmäntelchen prima politisch agitieren lässt, hält man auch bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) für ein Problem. DFL-Vizepräsident Peter Peters betont: »Wir beobachten mit Sorge, dass bei einigen Vereinen verstärkt rechtsextreme Tendenzen zu beobachten sind. Leider erfahren die entsprechenden Leute dann oft eine Form der Solidarisierung, die ich für völlig falsch halte.«

So sieht man das auch bei der linken Düsseldorfer Fangruppierung »Kopfball«. In vielen Städten gehörten »die Neonazis nicht nur wie selbstverständlich zu den jeweiligen Fanszenen, sie treten dort auch offen als Faschisten auf und werden vom Rest stillschweigend hingenommen oder sogar begrüßt«. Allerdings wolle »der nette Fascho von nebenan« auch inhaltlichen Einfluss nehmen. »Der gemeine Neonazi hat zwar auch keinen Bock auf Eventfußball, aber erst recht nicht auf ›Kanaken, Schwuchteln, Juden, Neger und Fotzen‹, um es mal mit der Rhetorik der Gegenseite zu sagen.«

Angriff auf Linke

Linke, oder wen man dafür hält, mundtot zu machen, um den rechten Mainstream zu etablieren – das ist das strategische Nahziel der Nazis. Im Oktober wurde nach der Partie Freiburg gegen Dortmund ein Anschlag auf ein besetztes Haus in der Freiburger Innenstadt verübt. Schnell gerieten drei Rechte aus Südbaden in Verdacht, die dabei beobachtet worden waren, wie sie Fußballlieder grölten und lautstark darüber sinnierten, welches linke Anschlagsziel das lohnend­ste sei. Danach brachen sie offenbar in das besetzte Haus ein und schnitten den Gasschlauch eines Herdes durch. Auch Nazi-Hools von Werder Bremen sind wiederholt unangenehm aufgefallen. So waren Mitglieder des Bremer »Nordsturms« 2007 am Überfall auf eine Feier antifaschistischer Ultras im »Ostkurvensaal« beteiligt. Und im Mai 2012 stürmten Bremer Hooligans eine Party in der als Treffpunkt alternativer Jugendlicher geltenden »Wohnwelt« in Wunstorf bei Hannover. Wahrscheinlich würden auch sie behaupten, unpolitisch zu sein, was allerdings durch ins Netz gestellte Filme konterkariert wird, wo einige Hools-T-Shirts mit großen Hakenkreuzen tragen.

Viel wäre schon geholfen, wenn die Ordnungsdienste besser geschult wären. Beim Regionalligisten Waldhof Mannheim stehen seit einiger Zeit mannshohe Aufsteller, die rechtsextreme Marken und Symbole auflisten, die im Stadion unerwünscht sind. Trotzdem kamen Fans mit genau diesen Insignien immer wieder ins Carl-Benz-Stadion, bis einem Vereinsangestellten auffiel, dass sich die Rechten stets beim gleichen Ordner anstellten. Der Mann, selbst mit einer »Thor Steinar«-Mütze ausgestattet, winkte seine Gesinnungsgenossen einfach durch.

Auch für Kaiserslautern wolle er solche Vorkommnisse nicht ausschließen, sagt Christian Gruber, der Klubsprecher des FCK. Ein »nicht tolerierbarer, aber wahrscheinlicher Grund« sei, dass in kleineren Städten jeder jeden kenne, meint Gruber. »Da lässt ein Ordner schon mal einen Bekannten durch, obwohl er vom Verein die klare Vorgabe hat, gerade bei rechten Symbolen die Stadionordnung streng durchzusetzen.«

Das Fanprojekt des 1.?FC Kaiserslautern wurde vom DFB mit dem »Julius-Hirsch-Preis« ausgezeichnet. Nachdem bei einer Trainingseinheit der Ruf »Lauft, ihr Juden!« zu hören war, organisierten Leiter Erwin Ress und sein Team zahlreiche Veranstaltungen, um den Fannachwuchs zu sensibilisieren. Nach der Preisverleihung nahm sich das »Infoportal 24«, die Website des neonazistischen »Aktionsbüro Rhein Neckar«, den FCK und sein Fanprojekt zur Brust. »Judenfreundlichkeit wird belohnt, Fanprojekt Kaiserslautern kassiert ab«, hieß es dort.

Die Lauterer Hoolszene galt in den Achtzigern und Neunzigern als offen neonazistisch. Viele der Herren sind älter und ruhiger geworden, viele haben mit Politik nichts zu schaffen, doch noch heute gehen zahlreiche Nazikader im Stadion ein und aus. Die etwa 70 Hools, die regelmäßig in Block 5.3 sitzen, sind befreundet mit rechtsgerichteten Fans von Paris Saint-Germain. In der Lauterer Ultraszene wiederum besteht eine Freundschaft mit den eher linken Ultras des FC Metz. Hartnäckig hält sich in Kaiserslautern das Gerücht, dass die Lothringer ihre Pfälzer Freunde im Februar nicht anlässlich des Heimspiels gegen Köln besuchen durften. Die Hools, heißt es, hätten dies untersagt, um ihre Kumpels aus Paris nicht zu brüskieren. Wenn kampfsporterprobte Hooligans »Ansagen machen«, spuren die Ultras. Auch in Dortmund, Duisburg oder Braunschweig wurden exponierte Ultras bedroht. Entweder sie würden aufhören, sich gegen Rechts zu positionieren, oder man werde ihnen endgültig zeigen, wer Herr im Block sei.

»SS-Siggi« Erben

In den unteren Ligen, wo oftmals eine einzelne treue Seele die Geschäftsstelle am Laufen hält, haben die Rechten leichtes Spiel. So wie beim Regionalligisten FC Homburg, der sich über 6000 Zuschauer im Saarland-Pokalspiel gegen den Erzrivalen 1.?FC Saarbrücken freut. Darunter allerdings eine Menge, die weder mit der Stadionordnung noch mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland etwas am Hut haben. Auf Höhe der Mittellinie springen jüngere Ultras mit »Kategorie C«-Pullis herum. Neben ihnen stehen ein paar Ältere, darunter ein Typ, der eine weiße Jacke mit dem Aufdruck »Aryan« (Arier) trägt und sich die Lebensrune, ein bei der SS beliebtes heidnisches Symbol, hinter das linke Ohr hat tätowieren lassen. Die eigentliche rechte Szene trifft sich in ungefähr 50 Meter Luftlinie Entfernung, bestimmt hundert Hooligans produzieren sich unter dem rostigen Schild von Block 1. Knapp die Hälfte von ihnen lässt kurz vor der Halbzeitpause die »U-Bahn von Saarbrücken bis nach Auschwitz« fahren, mit der sie die »schwarz-blauen Juuuden« abtransportiert wissen wollen. Bis zum Schlusspfiff stimmen sie immer wieder diese Gesänge an, die Polizei steht untätig ein paar Meter daneben. »Wir können nicht so tun, als hätten wir das Problem nicht«, sagt Rüdiger Schneidewind, Beigeordneter der Stadt Homburg »Es gibt in der Gegend Neonazi-Kameradschaften, die in den Fußball drängen.«

Am Morgen nach dem Derby Dortmund gegen Schalke ruft »SS-Siggi« wieder an. Der Mann hat zum Frühstück definitiv keinen Kaffee getrunken. 1:2 verloren gegen die verdammten Schalker, so eine Scheiße! Doch alles andere war nach seinem Geschmack. 180 Festnahmen, immer wieder sind die beiden Fangruppen aufeinandergeprallt. »Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Jungs!« Tatsächlich hatten seine Weggefährten von der »Borussenfront« vor der Nordtribüne gewütet, später hat die Polizei auch den Kreisvorsitzenden der NPD festgenommen, Stadtrat Matthias Wächter. »Ich habe dem Wächter noch gesagt, dass er nicht mitgehen soll«, meint Borchardt, »aber der hat nicht auf mich gehört.« Doch sonst alles paletti: »Hömma, hamse richtig Gas gegeben, meine Jungs, ne?« Es sind wieder gute Zeiten für »SS-Siggi« und seinesgleichen.

11-Freunde-Cover
Mit freundlicher Genehmigung von 11freunde.de übernommen. Autoren: Christoph Ruf, Olaf Sundermeyer

Kommentare(2)

Amtsträger Montag, 04.Februar 2013, 18:41 Uhr:
"Hömma, hamse richtig Gas gegeben, meine Jungs, ne?"

So richtig Gas gegeben haben seine Jungs nicht, nachdem die Zehnte durch die Reihen marschiert war.
 
Bürger Montag, 04.Februar 2013, 22:47 Uhr:
"Hömma, hamse richtig Gas gegeben, meine Jungs, ne?"

Der hat "Gas geben" gesagt :-O
Haben Sie die Anzeige schon fertig geschrieben,Amtsträger? ;)
 

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