SS-nostalgische Neonazis

Oberhausen/Hamm – Einer der wenigen noch lebenden Offiziere der Waffen-SS referierte bei zwei Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen. Die Gastgeber von NPD und „Die Rechte“ sind begeistert.

Freitag, 29. Januar 2016
Redaktion

Der Österreicher Herbert Bellschan von Mildenburg trat bei der Oberhausener NPD sowie tags darauf bei einer gemeinsamen Veranstaltung der NPD Unna/Hamm und des „Die Rechte“-Kreisverbands Hamm auf. Der 92-jährige Ex-Untersturmführer wusste sein Publikum offenbar zu begeistern. Die deutschen Soldaten, so meint „Die Rechte“ nach Mildenburgs Vortrag, hätten „bis auf wenige Ausnahmen die beste und tapferste Armee ihrer Zeit“ gebildet. „Beeindruckend“ sei „sein Bekenntnis zu seinen alten Kameraden“.

Mit deutlichen Worten habe er hervorgehoben, dass er in der Waffen-SS die erste europäische Armee sehe, gibt die Neonazi-Partei Mildenburg wieder. Die ausländischen Divisionen hätten aus Freiwilligen bestanden, „die in keinster Weise durch gesetzliche Verordnungen oder Androhungen zu ihrem Dienst in den Totenkopfdivisionen gezwungen wurden“. Oberhausens NPD hob den Einsatz des gebürtigen Klagenfurters als Lehroffizier an der SS-Junkerschule in Bad Tölz hervor: Unter seiner Leitung hätten sich dort „estnische Freiwillige auf den Kampf gegen den Bolschewismus“ vorbereitet.

Die NPDler aus Oberhausen lobten ihren Referenten, er sei „immer den Idealen seiner Jugend treu geblieben“. Der Kreisverband Unna/Hamm befand kurz und knapp: „Ein wahrer Ritter ohne Furcht und Tadel.“ (ts)

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