von Storch Heinar
   

„SonuVaB!tch“ gewinnt in Güstrow - Nationaler „Kindergarten-Sturm“ kläglich gescheitert

„SonuVaB!tch“ sind die strahlenden Sieger der dritten „Storchkraft statt NPD“-Vorrunde in Güstrow. Mit Alternative, Pop-Punk und Rock sowie einer hervorragenden Show überzeugte die Bützower Band das Publikum im „Podium“. Eine vermeintliche Störung des Konzerts durch jugendliche „Nationalisten“ scheiterte kläglich.

Wie schon bei den vorangegangenen Vorrunden in Schwerin und Hagenow hatten sich wackere Musikantinnen und Musikanten beworben, um Nazis gemeinsam den Marsch zu blasen und um den Einzug in das große Finale am 20 Mai im Rostocker MAU-Club zu rocken.

Neben der Gewinnerband begeisterten “Look Left” (Experimental Rock), "Denkblockade" (Punk Rock), die “Melodealer” (Neopostromatische Ganzkörperbeschallung) und die “HOINERFAKKASS“ (Metal und Punk) die rund 200 Gäste. Wie immer waren auch Storch Heinar mit seiner Kapelle „Storchkraft“ bester Dinge und musizierten mit zackiger Marschmusik gegen die Verrohung der musikalischen Sitten.

Als langjähriger Unterstützer und Experte im Umgang mit der NPD im Landtag M-V war Dr. Norbert Nieszery zu Gast und machte deutlich, dass bei der Landtagswahl im September 2011 die realistische Chance bestehe, die rechtsextreme NPD wieder aus dem Schweriner Schloss zu werfen. Dazu sei eine hohe Beteiligung demokratischer Wähler der Schlüssel.

Am Rande des „Storchkraft statt NPD“-Bandcontests kam es zu einem doch eher bizarren „Kindergarten-Sturm“. Gegen 22 Uhr betraten sechs – augenscheinlich minderjährige – männliche Personen in teils schlecht sitzenden „Thor Steinar“-Jacken (drei Nummern zu groß, mit aufgekrempelten Ärmeln) das Konzert-Gelände über ein rückwärtiges Zauntor.

Bandcontest-Gäste wurden auf die Gruppe aufmerksam, als diese sich in einer dunklen Ecke mit Schals und Kapuzen vermummte. Von den herbeigerufenen Sicherheitskräften ließen sich die jungen Männer anschließend zunächst bereitwillig filzen. Man habe schließlich noch gar nichts getan. Die Betonung lag wohl auf „noch“, denn während die Ertappten während der Durchsuchung wie die Kaninchen vor der Schlange verharrten, förderten die Türsteher aus Jackentaschen staunend Schlagringe, Totschläger, Messer und Quarzsandhandschuhe zu Tage.

Polizeikräfte führten den „Sturm-Trupp“ schließlich ab, bevor dieser loslegen konnte und erstatteten von Amtswegen Anzeige wegen illegalen Waffenbesitzes. Ob bei David Petereit, einem bekannten rechtsextremen Rädelsführer in der Region, am Abend noch der Krisenrat tagte und Aktivisten mächtig die Ohren lang gezogen wurden, konnte bis Redaktionsschluss nicht geklärt werden.

Weitere Vorrunden und das Finale:

„Storchkraft statt NPD“-Bandcontest Vorrunde IV – 29. April 2011 – Greifswald
„Klex“ – Lange Straße 14 – 17489 Greifswald

„Storchkraft statt NPD“- Vorrunde V – 6. Mai 2011 – Neubrandenburg
„MIXtape Club“ – Johannesstraße 14 – 17034 Neubrandenburg

„Storchkraft statt NPD“-Bandcontest-Finale – 20. Mai 2011 – Rostock
„MAU-Club“ – Warnowufer 56 – 18057 Rostock

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