Solidarität mit „Hehli“

Mannheim – Bei der Partie Mannheim gegen Saarbrücken am neunten Spieltag der Regionalliga Südwest am letzten Samstag zeigten Zuschauer Solidaritätstransparente für den NPD-Stadtrat Christian Hehl.

Donnerstag, 18. September 2014
Fabian Kunow

„Hausverbot für Stadtrat?“ und „Gerechtigkeit für Hehli!“ ist auf zwei weißen Bettlacken zu lesen. Diese werden beim viel beachteten Regionalliga-Derby SV Waldhof Mannheim versus 1. FC Saarbrücken auf der Gegengerade des Mannheimer Carl-Benz-Stadions gezeigt. „Hehli“ ist der Spitzname des NPD Stadtrat Christian Hehl (Jahrgang 1969). In Mannheim ist der voluminöse Neonazi aber nicht nur wegen seines politischen Engagement für die NPD bekannt, sondern auch wegen seiner Präsenz beim Traditionsclub Waldhof Mannheim. 1,1 Prozent (3545 Stimmen) der Wählerstimmen brachten ihm einen Sitz im Stadtrat bei der Kommunalwahl 2014. Er gilt als Kurpfälzer „Original“ und kann auf eine lange Karriere in diversen Neonazi-Gruppierungen zurück blicken. Mit seinen Ansichten hält er nicht hinterm Berg. So zeigt er sich mit einem T-Shirt der Mannheimer Hooligan-Gruppe „The Firm“ im Internet am Grab des Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß. Auch in anderen Fußballstadien fühlt er sich zu Hause. So ließ er sich Arm in Arm mit dem damaligen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel beim Platzsturm nach dem Bundesligaaufstieg von Eintracht Braunschweig fotografieren.

Zurzeit klagt Hehl nach Angabe des regionalen „Rheinneckarblog“ gegen ein Hausverbot im Mannheimer Stadion, was der Grund für diese Aktion gewesen sein dürfte.

Kategorien
Tags