„Schicksalsjahr der Pro-Bewegung“

Leverkusen – Als erste extrem rechte Partei hat „pro NRW“ Kandidaten für die Europawahl im kommenden Mai nominiert.

Mittwoch, 11. September 2013
Redaktion

Erwartungsgemäß steht Markus Beisicht, der Vorsitzende der selbst ernannten „Bürgerbewegung“, auf Platz 1 der elf Namen umfassenden Liste. Gewählt wurde er bei einem Parteitag am Dienstagabend. Nach Angaben von „pro NRW“ kamen „über 100 Teilnehmer“ zu der Veranstaltung in Leverkusen. Offenbar besuchten deutlich weniger Mitglieder als bei früheren Parteitagen das Treffen der – so die Eigenbeschreibung – „wohl bekanntesten islamkritischen Partei Deutschlands“.

Auch die internationale Beteiligung an der Veranstaltung hielt sich offenbar in engen Grenzen. Namentlich genannt wurde in einem ersten Bericht von „pro NRW“ lediglich ein Vertreter aus der zweiten Reihe des belgischen „Vlaams Belang“: Jan Penris, der einem Ausschuss des flämischen Regionalparlaments vorsitzt. Das Jahr 2014 werde „das Schicksalsjahr der Pro-Bewegung, bei dem dann endlich das Original in den Ring steigen wird“, erklärte der „pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht offenbar in Anspielung auf die von seiner Partei abgelehnte Kandidatur der ehemaligen Partnerorganisation „pro Deutschland“ zur Bundestagswahl. (bnr.de berichtete)

Bei den ebenso wie die EU-Wahl am 25. Mai 2014 stattfindenden Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen peilt die Partei als Ziel die „Etablierung von 10 – 15 pro-NRW-Großstadtfraktionen plus zahlreicher weiterer Fraktionen auf Kreisebene“ an.

Für den 5. Oktober dieses Jahres hat „pro NRW“ unter dem Motto „Das Ruhrgebiet sagt NEIN zu Asylmissbrauch und Armutseinwanderung“ drei Kundgebungen in Städten angemeldet, in denen die Rechtspopulisten erstmals in die Räte einziehen wollen: in Bochum, Essen und Duisburg. Kundgebungen sind im nächsten Monat zudem in Witten und Hattingen geplant, zwei Städten im Ennepe-Ruhr-Kreis, wo die rechtspopulistische Partei erstmals zur Wahl des Kreistages antreten will. (rr)

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