von Mathias Brodkorb
   

Sarrazin bleibt Sozialdemokrat - Ein Kommentar

Das ist eine echte Überraschung: Bereits nach dem ersten Verhandlungstag in Sachen "SPD gegen Sarrazin" steht fest, dass der Ex-Bundesbanker Mitglied der sozialdemokratischen Partei bleiben wird. Nach Presseangaben haben die Antragsteller ihre Anträge auf Parteiausschluss, darunter der SPD-Bundesvorstand, sogar selbst zurück gezogen. Das ist ein kluger taktischer Schachzug und lässt dennoch tief blicken.


Im Grunde war der Vorgang unter taktischen Gesichtspunkten von Anfang an unverständlich: Was um alles in der Welt hatte die SPD-Bundesspitze geritten, gegen Sarrazin ins Feld zu ziehen und im September 2010 seinen Ausschluss aus der ältesten deutschen Partei zu beantragen? Jedenfalls gilt doch in der Politik ansonsten die Regel, bloß nichts zu tun, um unangenehme Schlagzeilen auf Dauer in den Medien zu halten. Das Parteiordnungsverfahren jedoch provozierte genau dies, eine über Monate andauernde öffentliche Schlammschlacht unter Sozialdemokraten.

Aber so unverständlich ist dieser Vorgang am Ende doch nicht, hat er doch zwei wesentliche Ursachen. Einerseits die in der gesamten politischen Linken seit Jahrzehnten kultivierte "political correctness". Im Unterschied zum rechten politischen Lager wollen wir darunter nicht "Sprechverbote" verstehen, sondern die Versuchung von links, substanzielle Gesellschaftspolitik durch die billige Jagd nach dem metaphysischen Nazi zu ersetzen. Erinnern Sie sich zum Beispiel noch an 1968ff? Das waren noch Zeiten, als die Linke politisch Substanzielles zu diskutieren hatte. Linke Theorieverlage und Lesezirkel hatten Konjunktur. Und heute? Heute sind "links sein" und "antifaschistisch sein" zur Deckung gebracht. Man weiß zwar nicht mehr, was man will, aber dafür um so entschlossener, wogegen man ist. Damit lässt sich zwar kein Staat machen und keine Gesellschaft positiv gestalten, aber es fühlt sich gut an, durch bloße Gedanken! Andererseits hatte die SPD im September 2010 im Vergleich zum Bundestagswahlergebnis von 2009 noch fabelhafte Umfragewerte von 28-30 Prozent. Die SPD-Spitze fühlte sich also im politischen Aufwind und konnte vor Kraft kaum laufen. Beide Punkte zusammen genommen haben eine schwere Fehlentscheidung zur Folge gehabt, nämlich den Angriff auf Sarrazin. Dass die SPD-Spitze nun zum Rückzug geblasen und den Antrag zurück gezogen hat, ist taktisch klug. Unabhängig davon, wie das Verfahren am Ende ausgegangen wäre, erspart sie sich auf diese Weise in Zeiten vor sich hin dümpelnder Umfragewerte weitere öffentliche Peinlichkeiten. Die Glaubwürdigkeit der Partei allerdings ist nun auch bei den Gegnern Sarrazins beschädigt.

Unmittelbar nach dem Beschluss über den Parteiausschluss von Sarrazin veröffentlichte Sigmar Gabriel in der Wochenzeitung "Die Zeit" noch eine regelrechte Kampfschrift gegen den Ex-Bundesbanker. Gabriel warf ihm nicht weniger vor, als dass er höchstpersönlich ein Eugeniker und Sozialdarwinist wäre und damit wesentliche Überschneidungen mit der Ideologie des Nationalsozialismus aufwiese. Gabriel machte klipp und klar deutlich: "Wer uns empfiehlt, diese Botschaft in unseren Reihen zu dulden, der fordert uns zur Aufgabe all dessen auf, was Sozialdemokratie ausmacht: unser Bild vom freien und zur Emanzipation fähigen Menschen. Und wer uns rät, doch Rücksicht auf die Wählerschaft zu nehmen, die Sarrazins Thesen (oder dem, was davon veröffentlicht wurde) zustimmt, der empfiehlt uns taktisches Verhalten dort, wo es um Grundsätze geht – und darüber jenen Opportunismus, der den Parteien sonst so häufig vorgeworfen wird."

Wer von der SPD fordere, Sarrazin in den eigenen Reihen zu dulden, spreche sich also für die Zerstörung des Kerns der SPD aus. Wer den Rausschmiss Sarrazins nicht unterstütze, sei ein prinzipienloser Opportunist. Nun, dies waren harte Worte, sehr harte Worte, die die SPD-Bundesspitze nun unverhofft wieder einholen - wenn stimmt, was die Medien schreiben. Denn demnach haben die Antragsteller selbst, darunter der SPD-Bundesvorstand, den Ausschlussantrag zurück gezogen. Dieser Vorgang lässt nur zwei mögliche Schlussfolgerungen zu: Entweder duldet die SPD nun doch ab sofort eugenische, sozialdarwinistische und grundgesetzwidrige Positionen. Oder die gegen Sarrazin mit so spitzer Feder erhobenen Vorwürfe waren ehrverletzend, überzogen und von Anfang an rein taktisch motiviert, weil die opportunistische Opferung Sarrazins auf dem Altar der linken politischen Ersatzdroge anfangs so verlockend schien. Was eigentlich schlimmer ist, möge jede/r selbst beurteilen.

Foto: Richard Hebstreit nach CCL


Kommentare(40)

Wayne Donnerstag, 21.April 2011, 20:58 Uhr:
Da habt ihr endlich mal ein Mitglied, dass sagt, was die meisten eurer Leute denken! Leider.
 
Gegenpol Donnerstag, 21.April 2011, 21:54 Uhr:
Die CSU hatte früher ihren Gauweiler, die SPD hat heute ihren Sarrazin, um die unvermeidlichen rechten Flügel ihrer Parteien "eizubinden".

Danke Peter, Danke Thilo !
 
Matthias Freitag, 22.April 2011, 08:02 Uhr:
Der Verbleib Sarrazins ins in der SPD zeigt die ganze Verlogenheit des angeblichen Engagements gegen rechte Hetzer, insbesondere auch das auf dieser Seite hier. Die Botschaft ist klar: Hetze gegen Migranten und deren Kinder, rassistische Ausfälligkeiten usw. sind in der SPD sehr gerne gesehen, solange man damit nur für die eigene Partei am rechten Rand nach Wählern fischt. Wenn andere Parteien dieselbe widerliche Politik machen, dann ist die Empörung groß. Aber was will man schon erwarten von der Partei, die vor 12 Jahren Deutschland wieder in völkerrechtswidrige Kriege führte und auch heute bei Libyen wieder wildes Kriegsgeschrei anstimmt. Unter dem roten Lack der SPD scheint es mir doch ziemlich braun auszusehen!
 
Karl_Murx Freitag, 22.April 2011, 08:46 Uhr:
@Mathias Brodkorb:
"Dieser Vorgang lässt nur zwei mögliche Schlussfolgerungen zu: Entweder duldet die SPD nun doch ab sofort eugenische, sozialdarwinistische und grundgesetzwidrige Positionen. Oder die gegen Sarrazin mit so spitzer Feder erhobenen Vorwürfe waren ehrverletzend, überzogen und von Anfang an rein taktisch motiviert, weil die opportunistische Opferung Sarrazins auf dem Altar der linken politischen Ersatzdroge anfangs so verlockend schien. Was eigentlich schlimmer ist, möge jede/r selbst beurteilen."

Sie stellen die Fragen so, daß sie sich eigentlich schon von selbst beantworten. Jedem, der das Buch und die Aussagen Sarrazins wirklich kennt, ist bekannt, daß diese weder sozialdarwinistisch noch eugenisch oder gar grundgesetzwidrig sind. Bleibt also nur letzteres.

Ich persönlich bin der festen Überzeugung, daß Ihnen das von Anfang klar war, wie übrigens jedem, der sich mit der Materie einigermaßen auskennt und ohne ideologische Scheuklappen durch die Welt geht.

Eingedenk der Tatsache, daß es sich hier ja um Ihre eigene Partei, die SPD, handelt, haben Sie und haben Ihre Genossen jetzt zwei Möglichkeiten: Sie können sich weiterhin darauf konzentrieren, Meinungsäußerungen wie die hier besprochene zu bekämpfen, auszugrenzen und als rassistisch, eugenisch, sozialdarwinistisch oder wie all die anderen -ismen heißen mögen zu diffamieren. Dann werden Sie erleben, daß Sie weiterhin bei Wahlen um die 20 % dümpeln, demnächst vielleicht sogar darunter. Den Grund dafür kennen Sie: Es ist Ihre eigene Parteibasis, im Westen noch eher als im Osten, die sich und die eigenen Erfahrungen in den Thesen von Sarrazin bestätigt sieht. Die muß erleben, wie wohlgenährte und saturierte Parteifunktionäre wie Nahles und Gabriel sich mit ihren ideologischen Profilierungsspielchen immer mehr von ihren wahren Ansichten entfernt. Den Rest-Rentnern von Hamburg-Wilhelmsburg z.B., ehemalige Stammwähler der SPD, die sich heute zwischen türkischen Jugendgangs, kopftuchtragenden Frauen und arabischen Drogendealern klein machen müssen, würde zwar eher die Hand abfaulen, als eine andere Partei anzukreuzen. Die gehen inzwischen aber gar nicht mehr wählen.

Oder aber die SPD besinnt sich auf ihre Wurzeln und vor allem darauf, was ihre ursprünglichen Ziele und wer ihre Stammwählerschaft sind. Das sind eben nicht irgendwelche Randgruppen, das sind nicht die türkischen und muslimischen Einwanderer, das sind nicht Ökofreaks und auch nicht die Manager der Konzerne.

Die SPD hat ihre Wurzeln bei der hiesigen deutschen Arbeitnehmerschaft, in den berufstätigen, lohnabhängigen unteren und mittleren Einkommensschichten. Deren Interessen und deren Anschauungen, Meinungen, berechtigten Ängste und Sorgen hat das Interesse der Partei zu gelten, und zwar ohne ideologische Scheuklappen oder Denk- und Sprechverboten der Politischen Korrektheit. Das betrifft auch und vor allem Fragen der Ausländer- und Einwanderungspolitik, mit deren Folgen das Wählerklientel der SPD am unmittelbarsten betroffen ist. Es betrifft Fragen von Ausländerkriminalität, der Sicherheit im öffentlichen Raum, der kulturellen Überfremdung ganzer Regionen, es geht um Fragen von Familienpolitik und Demographie. Alles tabuisierte, in der Psychologensprache ausgedrückt, extrem angstbesetzte Themen, die nichtestoweniger öffentlich zu diskutieren und für die es Lösungen zu suchen gilt. Bis jetzt hat es funktioniert, diese Themen durch Verschweigen, Veschleiern, Verdrängen und politischer Ausgrenzung unter der Decke zu halten. Seit Sarrazin geht auch das nicht mehr. Aber selbst wenn man Probleme mit solchen Mitteln aus der öffentlichen Diskussion heraushält, bleiben sie erhalten.

Es liegt also in Ihrer Hand und in der Ihrer Genossen, ob sie sich aus der Matrix von Politischer Korrektheit und Parteiideologie lösen können. Die Probleme sind allesamt bekannt und beschrieben; unter anderem in Büchern wie die von Sarrazin. Im Moment sind allerdings die Weichen auf Selbstzerstörung und Selbstabschaffung gestellt. Werden Sie und die SPD es schaffen, die Weichen noch herumzureißen?
 
Demokrat Freitag, 22.April 2011, 11:15 Uhr:
"Da habt ihr endlich mal ein Mitglied, dass sagt, was die meisten eurer Leute denken! Leider."

Sie können also den Menschen in den Kopf schauen?
 
mephisto123 Freitag, 22.April 2011, 11:56 Uhr:
Mit dieser Entscheidung hat die SPD entgültig aufgehört, sozialdemokratisch zu sein. Ich bin entsetzt und traurig zugleich. Aber es gibt dennoch einen Lichtblick : Raus aus der SPD und rein in die LINKE , denn dort ist die Sozialdemokratie noch eher zu Hause !!!
 
Karl_Murx Freitag, 22.April 2011, 12:36 Uhr:
@Mathias Brodkorb:
"Aber so unverständlich ist dieser Vorgang am Ende doch nicht, hat er doch zwei wesentliche Ursachen. Einerseits die in der gesamten politischen Linken seit Jahrzehnten kultivierte "political correctness". Im Unterschied zum rechten politischen Lager wollen wir darunter nicht "Sprechverbote" verstehen, sondern die Versuchung von links, substanzielle Gesellschaftspolitik durch die billige Jagd nach dem metaphysischen Nazi zu ersetzen."

Als ich Ihren verlinkten Artikel aus dem Jahre 2008 über den "metaphysischen Nazi" las, hatte ich so etwas wie ein déjà-Erlebnis.

Zitat Brodkorb (2008):

"Und es beschwört vor allem ein unlösbares „metaphysisches“ Problem herauf: Wenn schon vor jeder Analyse feststeht, dass einer wie de Benoist in Wahrheit ein Neonazi in Nadelstreifen sei, dann kann er machen, was er will. Nur wenn er sich offen als Neonazi bekennt, sind seine Kritiker zufrieden. Unternimmt er jedoch den Versuch, seinen Standpunkt zu erklären und das auch noch feinsinnig, kann ihm dies ebenfalls nur zum Nachteil gereichen. Es würde lediglich die Vorurteile seiner Kritiker bestätigen, dass der Franzose in Wahrheit ein so kluger, gerissener Neonazi sei, dass die chamäleonhafte Verstellung nicht einmal ein Experte zu entschlüsseln in der Lage ist. Der neurechte Intellektuelle entpuppt sich so als „metaphysischer“ Nazi, der seine Gefährlichkeit gerade dadurch zeigt, dass sie nicht nachweisbar ist."

Genau in diese Falle wollen große Teile der deutschen Politik und die Mainstreammedien jeden locken, der es wagt, die regierungsamtlich vorgegebene These von der generellen "kulturellen Bereicherung" durch Zuwanderung und der Schönheit des Multikulturalismus an sich kritisch zu hinterfragen. Diese Methode, weil bewährt und beliebt, wird inzwischen auch auf andere Themen, wie etwa die Debatte um die EU und den sogenannten "Schutzschirm für den Euro" mit dem Hauptfinanzier deutscher Steuerzahler ausgedehnt, wo jeder, der eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen will und hinterfragt, welche Vorteile diese schöne neue Euro-Welt den Deutschen denn nun gebracht hat, angesichts der seit Jahren stagnierenden oder rückläufigen Entwicklung der Realeinkommen infolge des Lohndumpings über die massive Ausweitung von Zeit-, Leih- und Niedriglohnarbeit oder angesichts der prekären Arbeitsverältnisse von Akademikern.

@Zitat Brodkorb:
"Indes ändert dies nichts daran, dass sich der Blick des herkömmlichen Antifaschisten noch immer stur auf den Zeitraum von 1933 bis 1945 richtet, während auch die rechtsextreme Karawane ideologisch längst weitergezogen und in der Postmoderne angekommen ist. Gegen die Feinde von heute sind die Waffen von gestern stumpf geworden."

Sind das wirklich die Rechtsextremen, Herr Brodkorb? Oder sind das in großen Teilen schlicht und ergreifend die Meinungen der bürgerlichen Mitte, lediglich nicht mehr gebrochen durch das ideologische Raster der Politischen Korrektheit, also des Wunschdenkens der meist linksgrünen Gutmenschfraktion in den Medien darüber, was ein nach ihrer Einschätzung demokratisch eingesteller Bürger zu sagen und zu denken hat?

"Die Denkblockade wäre dabei gar nicht so problematisch, wenn sie nicht so massive politische Konsequenzen hätte."

Eben. Wenn ein CDU-Innenminister, also ein Mitglied einer nach eigener Einschätzung bürgerlichen Partei, von staatlicher Seite aus politischen Druck auf bestimmte unerwünschte Gesinnungen oder Meinungen ausübt, und das gleich gegen ein ganzes nicht näher spezifiziertes Spektrum namens "rechts": Sind Sie nicht ebenfalls der Meinung, daß Sie hier den Zustand eines linken Gesinnungsstaates beschreiben, der seinen Bürgern bestimmte Ansichten und Meinungen vorschreibt und vom Zustand einer demokratischen Gesellschaft wie im Grundgesetz beschrieben meilenweit entfernt ist?
 
Karl_Murx Freitag, 22.April 2011, 12:55 Uhr:
@Matthias Brodkorb:
(Zitat "Der metaphyische Nazi" 2008)
"So hat sich in den letzten Jahren auch die vom „Netz gegen Nazis“ praktizierte Unsitte herausgebildet, jene, die nicht „rechtsextrem“ im Sinne unserer Verfassung sind, schlicht als „extrem rechts“ zu titulieren. Auf diese Weise muss man expressis verbis nicht sagen, was man an Assoziationsketten beim Leser auslösen will - eine Begriffsschöpfung in denunziatorischer Absicht also, die einen unweigerlich an die Auseinandersetzung zwischen der „Volksfront von Judäa“ und der „Judäischen Volksfront” bei „Monty Python“ erinnert."

Man könnte darüber lachen, wenn nicht aus dieser denunziatorischen Absicht heraus haarsträubende, ganz reale politische Dinge entstehen würden. So etwa der von hochoffizieller politischer Stelle aus geführte "Kampf gegen Rechts", wo gegen einen offenbar massenhaft verbreiteten und unausrottbaren Rechtsextremismus und Neonazismus Millionen von Fördergelder für propagandistische Maßnahmen und Programme zur Bekämpfung rechter Gesinnungen aufgewendet werden müssen. Hinzugesellt dazu hat sich in den letzten Jahren der Begriff der "Islamophobie", der wir Deutschen angeblich verfallen sind und der es durch regierungsamtliche Maßnahmen zur Propagierung des Multikulturalismus wie auch der Zurücknahme der eigenen Sprache und Kultur zu begegnen gilt.

"Man mag die inhaltlichen Positionen der Neuen Rechten zum Kotzen finden, aber Brechreiz ist nun einmal kein Kriterium für Verfassungswidrigkeit."

Leider werden diese linken bis linksextremistischen Meinungen sowie Befindlichkeiten mehr und mehr zur Richtschnur deutscher Innenpolitik, und das bis an den Rand der Verfassungswidrigkeit und oftmals darüber hinaus. Die Unterstützung durch Behörden und Ministerien für "Gegendemonstrationen" gegen genehmigte Aufmärsche tatsächlicher oder vermeintlicher Rechtsextremer, die Sondergesetzgebung unter Durchbrechung des ausdrücklichen Wortlautes des Grundgesetzes über die Leugnung des Holocausts, wo arme Würstchen wie Mahler härter bestraft werden als Mörder und Vergewaltiger, der Gummiparagraph StGB 130 und dessen Handhabung, die darauf hinausläuft, daß rassistisch motivierte Verunglimpfungen der deutschen Bevölkerung durch Ausländer lediglich als Beleidigung, Vergehen ähnlicher Art mit Deutschen als Täter aber als Volksverhetzung gewertet werden: Alles das trägt unverkennbar Kennzeichen von Meinungs- und Gesinnungsdiktatur einer bestimmten Ideologie.

Dieses Land ist auf keinem guten Weg, Herr Brodkorb. Wenn Sie einmal mit Leuten reden, welche die DDR noch bewußt erlebt haben, und meines Wissens haben Sie diese Verhältnisse als junger Mann noch kennengelernt, dann werden Sie zu hören bekommen, daß es heute in bestimmten Dingen wieder ähnlich zugeht wie damals. Ich habe nicht deswegen 1989 für den Sturz der SED und gegen deren Gesinnungs- und Meinungsdiktatur demonstriert, um wieder nahtlos in eine neuen zu landen. Dann hätten wir es auch lassen können.
 
Atze Freitag, 22.April 2011, 13:24 Uhr:
Hallo Mathias Brodkorb,

ich hätte jetzt doch auf mehr erhellende Hintergrundinfos in dem Kommentar gehofft...

Tatsächlich verblüfft die aktuelle Entwickllung in der Sarrazin-Angelegenheit. Ich hätte jetzt fest mit einem Ausschluss gerechnet. "verdient" hätte sich den Sarrazin allemal...

Warum also nun dieses Umgehrdenken in der SPD? Was murmelt der sozialdemokratische Buschfunk...?

Persönlich sehe ich da eigentlich nur partei- und wahltaktische Gründe. Man verstopft S. damit ein "sanftes", scheinbar "natürliches" Übergleiten in eine rechtspolulistische Organisation (wenn er damit jemals kokkettiert haben sollte). Nun müsste er selber zum "Verräter" werden. Und natürlich behält man ein gewisses Maß an Bindekraft gegenüber Teilen der eigenen Wählerklientel, die ansonsten einem Flirt mit rechtspolulistischen Positionen nicht abgeneigt wären...

Das,

Hallo Matthias,

sehe ich nicht automatisch als etwas Negatives. Retrospektivisch muss man z.B. der CDU/CSU schon zugute halten, dass sie einen wichtigen beitrag dazu geleistet hat, den rechten Rand erfolgreich an die demokratische Kandarre fenommen zu haben.
 
Gegenpol Freitag, 22.April 2011, 19:47 Uhr:
Es gibt keine Rechte in der BRD - nun gut.
Aber es gibt auch keine Linke mehr, seit
SPD-Gerd und Grün-Joseph den Balkanfeldzug
für ihre Parteien salonfähig machten und die
Arbeitslosigkeit für Millionen zum Totalverlust
an Würde "umgestalteten" (Hartz IV).
 
Birgit Kramp Samstag, 23.April 2011, 11:02 Uhr:
Ganz so würde ich Ihre Schlussfolgerungen nicht unterstreichen, denn das Sarrazin so weitermachen kann wie bisher, denke ich nicht:

"Der Innenexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Edathy, hat Thilo Sarrazin für den Fall erneuter Provokationen mit einem neuen Parteiausschlussverfahren gedroht. „Sollte er sich erneut biologistisch äußern, wäre sein Ausschluss aus der SPD unumgänglich“, sagte das Fraktionsvorstandsmitglied Handelsblatt Online."

Quellen: facebook & Handelsblatt

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/spd-innenexperte-warnt-sarrazin-vor-neuen-provokationen-/4092488.html

Insofern hätte sich Gabriel nicht einmal Widersprochen wenn er vom "Bild vom freien und zur Emanzipation fähigen Menschen" spricht, denn wer möchte es Sarrazin absprechen, dass er fähig ist, dazu zu lernen? Soziale Systeme mit ihren gegenseitigen Beeinflussungen sind schwer zu verstehen und sorgen zuweilen für Überraschungen, aber nicht alles was uns anfangs unverständlich erscheint mahnt auch auf den zweiten Blick zum Misstrauen. Harte Worte sind vielleicht wirklich ein Grund für berechtigte Kritik, aber wissen Sie einen geeigneteren Weg die inneren Widerstände eines Menschen zu überbrücken zumal diese Art von Widerständen m.E. nicht einmal wirklich die Gesellschaft, sondern im hohen Maßen Herrn Sarrazin persönlich betroffen haben? Ich kenne offengestanden noch keinen, lerne aber gern dazu...
 
Atze Samstag, 23.April 2011, 14:19 Uhr:
Hallo mephisto123,

nun ja, was den einen ihr Sarrazin, ist den anderen ihr Johann Scheringer (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8001773.html) oder ihr Oskar Lafontaine ("Fremdarbeiter nehmen deutschen Familienvätern die Arbeitsplätze weg!") oder ihre Christine Ostrowski (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13688122.html)
 
Gegenpol Samstag, 23.April 2011, 15:18 Uhr:
Lange Rede - kurzer Sinn, nach Helmut Schmidt
gab es keinen SPD-Politiker von Bedeutung. Sie wurschtel in ihren Unterbezirken - und
da gehören sie auch hin, so wie "Änschi" nach
Templin gehört.
Dieses Land ist mit den dritt- und viertklassigen
Opportunisten nicht zu regieren.
 
Atze Samstag, 23.April 2011, 17:03 Uhr:
Hallo Murks,

es ist seit jeher das Bestreben der Rechtsextremen gewesen, ihre Positionen "ind die Mitte zu verschieben" und sie dergestalt verharmlosend den menschen unterzujubeln.

1. Sarrazins Buchaussagen sind teilweise durchaus eugenisch, rassistisch, biologistisch, manchmal auch nur dumm und damit latent verfassungsfeindlich. Können wir gerne mal im Detail durchgehen.
2. Es ist ein historisches Verdienst der Schröder-Bundesregierung, 2005 die Neufassung des Ausländergesetzes auf den Weg gebracht zu haben. Seit diesem Zeitpunkt werden Fragen und Probleme der Zuwanderung und Migration überhaupt erst politisch handhabbar gemacht. In der langen Phase der Kohlregierungen wurden dagegen mit dem sattsam bekannten "Aussitzen" und integrationspolitischer Untätigkeit unsinnig Zeit verplempert.
3. Es mag für Rechtsextreme wie dich schier unerträglich sein, aber die Kriminalität insgesamt und auch die Ausländerkriminalität ist weiterhin rückläufig. Lies einfach mal die Kurzfassung der PKS für 2009. In Deutschland dauerhaft angesiedelte Ausländer spielen in der Kriminalitätsstatistik praktisch kaum eine Rolle... Es war folglich auch schon lange nicht mehr so sorgenfrei um die öffentliche Sicherheit bestellt wie heute.
4. Eine "kulturelle Überfremdung ganzer Regionen" gibt es nicht. Andernfalls nenne mal die "Regionen"... Und dann würde mich mal interessieren, ab wann man von einer "kulturellen Überfremdung" in deinen Kreisen fabuliert...?
5. Welche Fragen in der Familienpolitik und der Demographie sind den tabuisiert???

Überhaupt ist dieses verlogene Geschwafel von irgendeiner Tabuisierung politischer Themen ja kaum noch auszuhalten - gehört aber wohl als weinerliches Lamento zur Grundausstattung rechter Dauernörgler.

6. Endgültig ins rechtsextremistische Abseits hast du dich mit deinem Frontalangriff auf den 130er gestellt. Das war, ist und bleibt der Rubicon, der Rechte mit demokratischem Anspruch von Neonazis scheidet.
 
B.C. Sonntag, 24.April 2011, 16:05 Uhr:
@murx
sie als revolutionaer, der sich derart engagierte, dass er noch 20 jahre danach ansprueche aus seinem revolutionaeren engagement ansprueche geltend machen kann? sie mal wieder einfach nur peinlich:
"Ich habe nicht deswegen 1989 für den Sturz der SED und gegen deren Gesinnungs- und Meinungsdiktatur demonstriert, um wieder nahtlos in eine neuen zu landen. Dann hätten wir es auch lassen können."
wie die geschichte uns gezeigt hat, ist die masse nur der d-mark hinterhergetrottet. jemand, der damals wirklich was riskiert hat, haette sich niemals so selbstgefaellig in szene schmarotzt.
bitte sprechen sie gefaeligst erstmal fuer sich und tun sie nicht immer so, als ob sie irgendwie legitimiert waeren, fuer den lebenserfahrenen ossi insgesamt zu sprechen.
 
Karl_Murx Sonntag, 24.April 2011, 16:52 Uhr:
@Atze:
"Hallo Murks,"

Murx lautet mein werter Nickname.

"es ist seit jeher das Bestreben der Rechtsextremen gewesen, ihre Positionen "ind die Mitte zu verschieben" und sie dergestalt verharmlosend den menschen unterzujubeln."

Die Linksextremen versuchen das in gleicher Weise, wie man aktuell beobachten kann. Dieser McCarthyismus mit umgekehrten Vorzeichen, der sich hier unter der falschen Flagge eines Kampfes gegen Rechts etabliert, ist ein deutliches Anzeichen dafür.

"1. Sarrazins Buchaussagen sind teilweise durchaus eugenisch, rassistisch, biologistisch, manchmal auch nur dumm und damit latent verfassungsfeindlich. Können wir gerne mal im Detail durchgehen."

Tue das, Atze. Ich bin gespannt wie ein Flitzbogen. Das konnte nämlich bislang noch niemand belegen, sondern es wurde immer nur behauptet.

"2. Es ist ein historisches Verdienst der Schröder-Bundesregierung, 2005 die Neufassung des Ausländergesetzes auf den Weg gebracht zu haben. Seit diesem Zeitpunkt werden Fragen und Probleme der Zuwanderung und Migration überhaupt erst politisch handhabbar gemacht. In der langen Phase der Kohlregierungen wurden dagegen mit dem sattsam bekannten "Aussitzen" und integrationspolitischer Untätigkeit unsinnig Zeit verplempert."

Was für ein Ausländergesetz soll das sein? Das neue Staatsbürgerschaftsrecht, wo verankert wird, daß Ausländer einen Rechtsanspruch auf die deutsche Staatsbürgerschaft haben, wenn sie 8 Jahre hier in D gelebt und nicht rechtskräftig wegen Straftaten verurteilt wurden? Das gibt es so nirgends auf der Welt. Jeder Islamist, der sich ein paar Jahre ruhig verhalten hat, kann es so schaffen, den deutschen Paß und damit Zugang zu demokratischen Entscheidungsprozessen erhalten. Sollte schnellstens wieder geändert werden.

"3. Es mag für Rechtsextreme wie dich schier unerträglich sein,"

Ich habe es nicht nötig und werde mich nicht von linksextremen Schreihälsen wie Dir als rechtsextrem bezeichnen lassen. Nimm das ein für allemal zur Kenntnis.

"aber die Kriminalität insgesamt und auch die Ausländerkriminalität ist weiterhin rückläufig. Lies einfach mal die Kurzfassung der PKS für 2009. In Deutschland dauerhaft angesiedelte Ausländer spielen in der Kriminalitätsstatistik praktisch kaum eine Rolle..."

Du beliebst zu scherzen, Atze. Ich habe nicht umsonst die aktuellen BKA-Berichte hier kommentiert. Aus den dort veröffentlichten Zahlen geht klipp und klar hervor, daß Ausländer hier mehrfach höher durch Gewalt und Kriminalität straffällig werden. Dabei sind die Statistiken noch geschönt, denn die Straftaten von Leuten mit MiHiGru, aber deutscher Staatsbürgerschaft werden der deutschen Seite untergeschoben. Würde man die einrechnen, sähe es in der Beziehung für bestimmte Migrantengruppen noch düsterer aus. In Berlin z.B. haben 80 % der Intensivtäter MiHiGru.

"Es war folglich auch schon lange nicht mehr so sorgenfrei um die öffentliche Sicherheit bestellt wie heute."

Man sieht es den Berichten über Gewaltstraftaten in öffentlichen Räumen und Plätzen wie z.B. der Berliner U-Bahn. Die Gewaltstraftaten, die in der letzten Zeit durch die Presse gingen, und das sind nur einige wenige von vielen, sprechen da eine Sprache als deine Behauptung, mit der auch die Politiker uns gern sedieren wollen. Die Straftäter hatten übrigens in großen Teilen MiHiGru, die Opfer waren meist einheimische Deutsche.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,758843,00.html

"4. Eine "kulturelle Überfremdung ganzer Regionen" gibt es nicht. Andernfalls nenne mal die "Regionen"... Und dann würde mich mal interessieren, ab wann man von einer "kulturellen Überfremdung" in deinen Kreisen fabuliert...?"

Meine Kreise bestehen aus der ganz normalen deutschen Bevölkerung ohne deinen Lieblingsfeind NPD als Hintergrund, und diese Regionen, die ich meine, sind Viertel in so gut wie allen westdeutschen Großstädten wie Köln, Frankfurt/Main, Mannheim, Stuttgart, Düsseldorf, Bochum und viele andere mehr. In ganzen Flächenländern wie Baden-Württemberg geht der Anteil der Nichtdeutschen bei den Neugeborenen zügig auf die 50 % zu. Aber natürlich ist das alles eine böswillige Erfindung der Rechtsextremen.

"5. Welche Fragen in der Familienpolitik und der Demographie sind den tabuisiert???"

Die eben ansgesprochene demographische Schwäche in Form des immer größer werdenden Anteils an Nichtdeutschen bei den Geburten, der hohe muslimische Anteil darunter, deren offenkundige mangelnde Integratinsbereitschaft, die Ursache des einheimischen Geburtendefizits und komplementar der höheren Geburten bei türkischen Migranten, die in den falschen Anreizen des Sozialsystems liegen, und vieles mehr.

"Überhaupt ist dieses verlogene Geschwafel von irgendeiner Tabuisierung politischer Themen ja kaum noch auszuhalten - gehört aber wohl als weinerliches Lamento zur Grundausstattung rechter Dauernörgler."

Es ist dein verlogenes Geschwafel und die krampfhafte Verleugnung und Verdrängung der Realität sowie das reflexartige Schieben derjenigen in die rechtsextreme Ecke, was typisch für die offizielle Darstellung der Wirklichkeit in den Medien ist und viele Leute zur Weißglut treibt, die weder ausländerfeindlich noch extremistisch eingestellt sind.

"6. Endgültig ins rechtsextremistische Abseits hast du dich mit deinem Frontalangriff auf den 130er gestellt. Das war, ist und bleibt der Rubicon, der Rechte mit demokratischem Anspruch von Neonazis scheidet."

Es ist vollkommen irrelevant, mit welchen selbstaufgestellten Regeln du hier deine argumentativen Gegner auf die beliebt-bewährte Art in die rechtsextreme Ecke schieben willst. Wer oder was glaubst du zu sein, daß du hier wie Gott der Herr entscheidest, was demokratisch ist und was nicht? Ich lasse mir jedenfalls von deiner Nazikeule den Mund nicht verbieten, und ich bin froh, daß das mehr und mehr Leute genauso tun. Die Sarrazin-Debatte ist ein Beleg dafür.
 
B.C. Sonntag, 24.April 2011, 19:26 Uhr:
@murx
mal wieder keine uebertreibung zu peinlich?
"Dieser McCarthyismus mit umgekehrten Vorzeichen"
so werden mal schnell missetaten von rechts den linken angehangen. und wo sind die linken todesurteile?

doof tun in serie? aber bei dem namen ist das offensicht5lich programm:
"Ich bin gespannt wie ein Flitzbogen. Das konnte nämlich bislang noch niemand belegen"
das wurde auch ihnen bereits aufgezeigt. ganz zu schweigen, dass es google und wikipedia gibt, aber sie sind ja sowoeso in der zeit stehen geblieben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_schafft_sich_ab#Rezeption_durch_Wissenschaftler

"Ich habe es nicht nötig und werde mich nicht von linksextremen Schreihälsen wie Dir als rechtsextrem bezeichnen lassen."
ich wuerd es auch konkreter benennen: murx ist ein rassist.

"Aus den dort veröffentlichten Zahlen geht klipp und klar hervor, daß Ausländer hier mehrfach höher durch Gewalt und Kriminalität straffällig werden."
selbst wenn das so waere geht aus den zahlen aber nicht hervor, dass dies am auslaendersein liegt. es gibt auch andere zusammenhaenge (soziale randbedingungen) - nur das ihr horizont dafuer nicht reicht, solche variablen zu ergfassen.

"Man sieht es den Berichten über Gewaltstraftaten in öffentlichen Räumen und Plätzen wie z.B. der Berliner U-Bahn."
auch hier ist es zuviel von ihnen verlangt, einen nachweis zu fuehren, ob ihre subjektive bild-wahrnehmung einer objektiveren pruefung standhaelt. ist unsere lebensrealitaet gefaehrlicher geworden oder hat sich die wahrnehmung verschoben oder neigen wir gar zum vergessen?... (bei ihnen konkret ist moeglicherweise letztere eigenschaft ausgepraegter als im bundesdurchschnitt)

"und diese Regionen, die ich meine, sind Viertel in so gut wie allen westdeutschen Großstädten"
schoener nachweis wie paranoid veranlagt sie sind - sie wohnen gar nicht dort und leiden offenbar staerker als jene, die es betreffen sollte. uebrigens - venedig war schon immer kosmopolitisch und hat genau darin seinen aufstieg zu verdanken.

"Die eben ansgesprochene demographische Schwäche in Form des immer größer werdenden Anteils an Nichtdeutschen bei den Geburten" super-tabu!!! haben sie wohl glueck, dass hier anonym das tabu brechen, sonst knast oder sowas... ach ich vergass, si waren ja schon damals ein ganz waghalsiger systemkritiker.

"Ich lasse mir jedenfalls von deiner Nazikeule den Mund nicht verbieten," oh ja, murx der unbeugsame. welch schmeichelhafte phantasie.
 
Frodo Sonntag, 24.April 2011, 22:18 Uhr:
Opportunisten sind nicht immer nur die anderen - auch und gerade Gabriel/Nahles sind letztlich auch "zum Wohle der Partei" Opportunisten. Sie haben den Entscheid bis nach den Wahlen verschleppt, damit die Sarrazin-Anhänger in der Partei (es dürften so etwa 80% der einfachen Arneitnehmer unter den SPD-Wählern sein) als Wähler artig "klebeen bleiben". Jetzt soll der Fall schnell und ohne Aufsehen beerdigt werden - eine interne und tiefergehende Auseinandersetzung, die sonst doch immer gefordert wird, fand nicht statt - man bügelte die Sarrazin-Sache nieder, Tenor: Sarrazin ist ein Rassist. Ende aus. Angeblich sollte er ja in einer Diskussionsrunde des Parteitages sprechen- Pustekuchen. Merke: Wer, wann und wo diskutiert wird, entscheiden am Ende kleine Parteizirkel -trotz dem ganzen "zurück zur Basis" und "mehr diskutieren"-Getue, das Gabriel einst vorgab. Ob die SPD sich damit einen Gefallen getan hat, wird sich noch zeigen - das Thema "Verfehlte Integration" liegt auf der Straße, sobald ein charismatischer Rechtspopulist vorbei kommt und zugreift, hat er ohne Mühen 20% in der Tasche. Sarrazin könnte auch ein zweites Buch schreiben, eine "Bilanz". Die SPD, die sich beharrlich weigert, mit der Realität Bekanntschaft zu machen und die Menschen ernst zu nehmen, wird das Thema und damit auch Sarrazin nicht loswerden.
 
Karl_Murx Montag, 25.April 2011, 08:37 Uhr:
@Frodo:
"Opportunisten sind nicht immer nur die anderen - auch und gerade Gabriel/Nahles sind letztlich auch "zum Wohle der Partei" Opportunisten."

Absolut nicht zum Wohl der SPD. Es sind in der Tat Opportunisten, Pharisäer und Lügner, aber zum Leidwesen der Partei so schlechte, daß mit den Worten Tucholskys nicht einmal das Gegenteil von dem, was sie behaupten, wahr ist. Diese wohlgenährten und karrieregeilen Apparatischiks verkörpern so glaubwürdig das Image der SPD als Arbeitnehmerpartei wie die Wildecker Herzbuben die Hungerhilfe.

"Sie haben den Entscheid bis nach den Wahlen verschleppt, damit die Sarrazin-Anhänger in der Partei (es dürften so etwa 80% der einfachen Arneitnehmer unter den SPD-Wählern sein) als Wähler artig "klebeen bleiben". Jetzt soll der Fall schnell und ohne Aufsehen beerdigt werden - eine interne und tiefergehende Auseinandersetzung, die sonst doch immer gefordert wird, fand nicht statt - man bügelte die Sarrazin-Sache nieder, Tenor: Sarrazin ist ein Rassist. Ende aus. Angeblich sollte er ja in einer Diskussionsrunde des Parteitages sprechen- Pustekuchen. Merke: Wer, wann und wo diskutiert wird, entscheiden am Ende kleine Parteizirkel -trotz dem ganzen "zurück zur Basis" und "mehr diskutieren"-Getue, das Gabriel einst vorgab."

Siehe oben. Obwohl die SPD in dieser Beziehung eine lange Tradition hat: So offenkundig, wie hier die Meinung der eigenen Parteibasis unter der Decke gehalten werden soll, indem man ohne weiteren Kommentar das Parteiausschlußverfahren beendet, obwohl die Erklärung Sarrazin - berechtigterweise - kein Jota seiner durch Zahlen und Fakten belegten Thesen zurücknimmt, auf der anderen Seite aber keine Diskussion geduldet und busines as usual simuliert werden soll, ist der beste Beweis dafür.

"Ob die SPD sich damit einen Gefallen getan hat, wird sich noch zeigen - das Thema "Verfehlte Integration" liegt auf der Straße, sobald ein charismatischer Rechtspopulist vorbei kommt und zugreift, hat er ohne Mühen 20% in der Tasche. Sarrazin könnte auch ein zweites Buch schreiben, eine "Bilanz". Die SPD, die sich beharrlich weigert, mit der Realität Bekanntschaft zu machen und die Menschen ernst zu nehmen, wird das Thema und damit auch Sarrazin nicht loswerden."

Wird sie nicht. Entweder die Partei besinnt sich endlich auf die eigene Wählerschaft, und das sind die berufstätigen einheimischen Arbeitnehmer im unteren bis mittleren Einkommensbereich. Oder aber sie wird die Talfahrt nach unten fortsetzen.
 
B.C. Montag, 25.April 2011, 14:57 Uhr:
@frodo
"Sie haben den Entscheid bis nach den Wahlen verschleppt, damit die Sarrazin-Anhänger in der Partei (es dürften so etwa 80% der einfachen Arneitnehmer unter den SPD-Wählern sein) als Wähler artig "klebeen bleiben"."
ist ja ne ganz ausgebuffte logik von der SPD. ein geradeausdenkender mensch, nehmen wir mich zum beispiel, sieht den sinn selbst jetzt, da sie den fall aufgedeckt zu haben scheinen, immer noch nicht klar.
warum bitte sollte die SPD die eigenen sarrazin-fans bei der stange halten, wenn noch mit einem ausschlussverfahren zu rechnen ist? waere es nicht sinnvoller gewesen, die sarrazin-fans - also die von ihnen nachgewiesenen 80% vor den wahlen mit dem rueckzug des ausschlussverfahrens gewogen zu stimmen?
 
Karl_Murx Montag, 25.April 2011, 16:23 Uhr:
@Mathias:
Die Botschaft ist klar: Hetze gegen Migranten und deren Kinder, rassistische Ausfälligkeiten usw. sind in der SPD sehr gerne gesehen, solange man damit nur für die eigene Partei am rechten Rand nach Wählern fischt. ... Unter dem roten Lack der SPD scheint es mir doch ziemlich braun auszusehen!"

Für alle, die das wirklich denken sollten, weil sie die Aussagen Sarrazins bzw. dessen Buch nur vom Hörensagen kennen durch Leute, denen die ganze Diskussion nicht paßt: Hier einmal eine gute Zusammenfassung seiner Grundauffassung von Integration muslimischer Migranten in die deutsche Gesellschaft:

"Offen bleibt aber, weshalb sich Migranten aus muslimischen Herkunftsländern bei der Integration so viel schwerer tun als andere Migrantengruppen. Was immer man dagegen unternimmt, Voraussetzung muss sein, dass das sozialpsychologische Klima der aufnehmenden Gesellschaft eine klare Erwartungshaltung vermittelt. Solch eine Erwartung ist gleichzeitig die beste "Willkommenskultur", um eine beliebte Forderung muslimischer Verbandsvertreter aufzugreifen. Daran hat es in den letzten Jahrzehnten gehapert. Der Tenor muss sein:

Wer da ist und einen legalen Aufenthaltsstatus hat, ist willkommen. Aber wir erwarten von euch, dass ihr die Sprache lernt, dass ihr euren Lebensunterhalt mit Arbeit verdient, dass ihr Bildungsehrgeiz für eure Kinder habt, dass ihr euch an die Sitten und Gebräuche Deutschlands anpasst und dass ihr mit der Zeit Deutsche werdet - wenn nicht ihr, dann spätestens eure Kinder. Wenn ihr muslimischen Glaubens seid, o. k. Damit habt ihr dieselben Rechte und Pflichten wie heidnische, evangelische oder katholische Deutsche. Aber wir wollen keine nationalen Minderheiten. Wer Türke oder Araber bleiben will und dies auch für seine Kinder möchte, der ist in seinem Herkunftsland besser aufgehoben. Und wer vor allem an den Segnungen des Sozialstaats interessiert ist, der ist bei uns schon gar nicht willkommen.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,714082-3,00.html

Wer das für Rassismus oder Neonazismus hält, dem ist nicht mehr zu helfen.
 
Atze Montag, 25.April 2011, 17:50 Uhr:
Hallo Frodo,

natürlich spielen beim Umgang mit dem Sarrazin-Ausschluss parteitaktische Überlegungen eine Rolle. Parteitaktik ist aber weder per se ehrabschneiderisch noch auf Opportunismus zu reduzieren.

Birgit zufolge deutet einiges auf eine klare interne Absprache zwischen Sarrazin und der SPD hin, was S. in übereinstimmung mit einer Beibehaltung der SPD-Mitgliedschaft äußern darf und was nicht. Da mag dann auch nicht völlig ausgeschlossen sein, dass S. auch dadurch zu Einsichten gelangt ist, welche politischen Schwachköpfe aus was für Gründen ihm zugejubelt haben...
 
B.C. Dienstag, 26.April 2011, 09:23 Uhr:
"Entweder duldet die SPD nun doch ab sofort eugenische, sozialdarwinistische und grundgesetzwidrige Positionen."

fuer mich laeuft es wohl eher auf diese erklaerung hinaus. mich wuerde sehr interessieren, warum frau nahles diesen nicht nachvollziehbaren schwenk vollzieht. in meinen augen ein absolut schaedlicher vorgang:
http://www.sueddeutsche.de/politik/spd-verliert-gruender-der-juedischen-sozialdemokraten-betruebt-und-beschaemt-ein-trauriger-brief-an-andrea-nahles-1.1088932
 
Atze Dienstag, 26.April 2011, 13:13 Uhr:
"Aber wir wollen keine nationalen Minderheiten."

1. ICH will nicht, dass irgendein dahergelaufener Sarrazin, sich frech erdreistet und anmaßt, für MICH zu sprechen! Hallo? Gehts moch? Will der auch noch für mich denken und handeln...?
2. Nationale Minderheiten sind eine Realität in Deutschland. Wer sie beseitigen will, muss erklären, warum er sie überhaupt beseitigen will und wie.
3. Meinetwegen kann man sich wünschen, dass die Einwandererkinder Deutsche werden. Aber warum sollte man das fordern? Was, wenn die das nicht wollen? Aus rein pragmatischen Gründen z.B.? Immerhin kostet das pro Kopf locker 1-2000 Euro. Reisevorteile. Oder auch nur, um an der nationalen Familienidentität festzuhalten. Wer wie Sarrazin deshalb gleich nach "Abschiebung" plärrt ("Wer Türke oder Araber bleiben will und dies auch für seine Kinder möchte, der ist in seinem Herkunftsland besser aufgehoben."), muss sich schonmal rechtfertigen, warum er das eigentlich tut?
Die Bundesrepublik ist eine offene, tolerante und plurale Gesellschaft. Seine Verfassung repräsentiert zwar darauf basierend ein Wertesystem, verfplichtet aber bewusst niemanden darauf, es übernehmen zu müssen, sondern garantiert auch seinen Kritikern Freiheit und Existenzberechtigung. Eine Verpflichtung zum Deutsch-Werden lässt sich fraglos mit erziehungsdiktatorischen Allmachtsphantasien in Übereinstimmung bringen, nicht aber mit einem Anspruch auf Konformität mit unserer Verfassung, wäre mithin verfassungswidrig und entsprechende politische Bestrebungen ergo verfassungsfeindlich.
Wer da nicht als rassistischer Schmuddel zum Duschen geschickt werden möchte, müsste uns erstmal erläutern, welchen tieferen Sinn es haben soll, uns erst völkische Brandzeichen einzubrennen und uns dann darauf reduzierend gegenüberzustellen.
 
Amtsträger Mittwoch, 27.April 2011, 10:12 Uhr:
Eigentlich kann ich atze nur zustimmen.

Aber der Staat hat den Bürgern gegenüber auch eine Fürsorgepflicht. Wer an der Gesellschaft partizipieren kann und insbesondere Verwaltungsvorgänge korrekt abwickeln soll bzw. seine Rechte in Anspruch nehmen will, muss der Amtssprache mächtig sein. D.h. m.M.n. sollte der Staat dafür Sorge tragen, dass alle Bürger die entsprechende Amtssprache auf einem gewissen Niveau beherrschen.

Die Migranten, welche unsere Gesetze befolgen, sind bereits gut integriert. Wie sie darüber hinaus ihr Leben gestalten, geht den Staat nichts an. Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit (Art. 2 I GG).

Problematisch sind gerade die Migranten, welche die Gesetze nicht befolgen. So hat mir bspw. ein Südländer einmal gesagt: "Für micht gilt kein deutsches Gesetz. Für mich gilt die Scharia"
Leider hat er noch weiter am Ohrfeigenbaum gewackelt... Schlußendlich galten die deutschen Gesetze auch für ihn und er wanderte, sich die Backe haltend, in den Schrank. Seine Frau konnte überzeugt werden, dass sie in Deutschland auch ohne Mann leben könne, der sie ständig vermöbelt. Als er wieder freigelassen wurde, war sie weg.
Vielleicht hat er die Lektion gelernt!
 
B.C. Mittwoch, 27.April 2011, 11:49 Uhr:
@amtstraeger
"Schlußendlich galten die deutschen Gesetze auch für ihn und er wanderte, sich die Backe haltend, in den Schrank."
interessante einblicke in des vokabular der amtstraeger ;o)
ps: wie wackelt man am ohrfeigenbaum?
 
Atze Mittwoch, 27.April 2011, 14:07 Uhr:
Hallo Amtsträger,

klar, an die Rechtsordnung hat sich hier jeder zu halten. Wenn hardcore-Fans der Scharia glauben, sie bräuchten das nicht, zwingt sie niemand, hierzubleiben. Wenn sie dann nicht nur so glauben, sondern auch so handeln, kann man ihnen auch mit Ausweisung zum Genuss der erwünschten Rechtsornung verhelfen.
 
Amtsträger Mittwoch, 27.April 2011, 15:36 Uhr:
"ps: wie wackelt man am ohrfeigenbaum?"

Das ist nur die nette Formulierung für eine gefährliche Körperverletzung, Beleidigung in Tateinheit mit Wiederstand gegen Vollstreckungsbeamten, sowie einer Ingewahrsamnahme zur Durchsetzung einer Wohnungsverweisung.
 
Karl_Murx Mittwoch, 27.April 2011, 20:39 Uhr:
@Atze:
"1. ICH will nicht, dass irgendein dahergelaufener Sarrazin, sich frech erdreistet und anmaßt, für MICH zu sprechen! Hallo? Gehts moch? Will der auch noch für mich denken und handeln...?"

Hör auf zu keifen, Atze. Die Meinung Sarrazins ist zehnmal repräsentativer für die hiesige Bevölkerung als deine. Vor allem ist sie fundierter.

"2. Nationale Minderheiten sind eine Realität in Deutschland. Wer sie beseitigen will, muss erklären, warum er sie überhaupt beseitigen will und wie."

Schlimm, wenn man überhaupt nicht versteht, wovon die Rede ist. Du verstehst nicht oder willst nicht verstehen, was die Entstehung von "nationalen Minderheiten" für die innenpolitische Stabilität und für das gesamte mentale und sozialpolitische Klima in Deutschland bedeutet. Ignorierst du die Zustände in Ländern mit großen nationalen Minderheiten und die daraus resultierenden Konsequenzen wie z.B. die Minderheiten in der ehemaligen Sowjetunion und im heutigen Rußland oder wie in der Türkei hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Kurden und Türken? Hast du den Zerfall von Jugoslawien und den blutigen Bürgerkrieg auf dem Balkan verpaßt? Hast du nichts vom Genozid in Ruanda 1994 verpaßt, wo durch die eine Bevölkerungsgruppe, die Hutus, in kürzester Zeit ca. 800.000 Angehörige einer verfeindeten Ethnie, der Tutsis, abgeschlachtet wurden? Sind dir die Entwicklungen im Irak nicht bekannt, wo sich die verschiedenen Ethnien und Religionen gegenseitig massakrieren, oder in Indien, in Pakistan und so gut wie überall, wo größere, sich auf Grund verschiedener Anschauungen, Religionen oder ethnischer Zugehörigkeit einander nicht mögende Volksgruppen in einem Staat oder einer Region eng zusammenleben?

"3. Meinetwegen kann man sich wünschen, dass die Einwandererkinder Deutsche werden. Aber warum sollte man das fordern?"

Aus den von mir oben geschilderten Gründen. Und denke doch bitte nicht, deswegen, weil wir hier im reichen und friedlichen Deutschland leben, wäre so etwas nicht denkbar. Das hat in Jugoslawien 1980 kurz nach dem Tode Titos auch keiner für möglich gehalten, was dann in den 90ern geschah. Sicher gibt es noch zahlreiche ökonomische und bildungspolitische Gründe. Aber dieser Aspekt ist der für den Bestand und die Sicherheit dieses Landes bedeutendste. Die demographische Entwicklung in Kombination mit der unseligen Ausländer- und Einwanderungspolitik geht im Moment den für das Land ungünstigsten und gefährlichsten Weg.

"Was, wenn die das nicht wollen? Aus rein pragmatischen Gründen z.B.? Immerhin kostet das pro Kopf locker 1-2000 Euro. Reisevorteile. Oder auch nur, um an der nationalen Familienidentität festzuhalten. Wer wie Sarrazin deshalb gleich nach "Abschiebung" plärrt ("Wer Türke oder Araber bleiben will und dies auch für seine Kinder möchte, der ist in seinem Herkunftsland besser aufgehoben."), muss sich schonmal rechtfertigen, warum er das eigentlich tut?"

Wie oben dargestellt, Atze. Wer sich weigert, Deutsch zu lernen und offen alle Bemühungen der deutschen Gesellschaft um Integration verweigert, muß mit Sanktionen bis hin zur Ausweisung rechnen. Es wird auch demnächst keine milliardenschweren Sprach- und Integrationsprogramme mehr geben, wo Leuten die deutsche Sprache und Kultur hinterhergetragen wird. Ähnlich wie durch Länder wie z.B. Kanada oder Australien praktiziert, wird das demnächst von Einwanderern gefordert werden, und zwar v o r Betreten des Landes. Auch werden die Verletzung und Mißachtung der einheimischen gesellschaftlichen und ethischen Normen künftig genauso konsequent bestraft werden.

"Die Bundesrepublik ist eine offene, tolerante und plurale Gesellschaft."

Und ich will, daß das so bleibt. Dieser Zustand wird sich nicht aufrechterhalten lassen, wenn es weiterhin eine derartige Einwanderung von Leuten aus den im Bürokratendeutsch "bildungs-und kulturfernen Familien" muslimischer Herkunftsländer gibt. Ein weiteres Ansteigen nichteuropäischer oder nichtwestlicher Ethnien und die damit verbundene ethnische Segregation wird die innenpolitische Stabilität weiter unterhöhlen und dazu beitragen, das offene pluralistische Klima, das bereits jetzt durch eine einseitig linksgrün dominierte Medienlandschaft gefährdet ist, weiter zu untergraben.

"Seine Verfassung repräsentiert zwar darauf basierend ein Wertesystem, verfplichtet aber bewusst niemanden darauf, es übernehmen zu müssen, sondern garantiert auch seinen Kritikern Freiheit und Existenzberechtigung. Eine Verpflichtung zum Deutsch-Werden lässt sich fraglos mit erziehungsdiktatorischen Allmachtsphantasien in Übereinstimmung bringen, nicht aber mit einem Anspruch auf Konformität mit unserer Verfassung, wäre mithin verfassungswidrig und entsprechende politische Bestrebungen ergo verfassungsfeindlich."

Glaubst du ernsthaft, wenn hier noch mehr Leute in das Land kommen oder demographisch bedingt mehr werden, die unseren Anschauungen und unserer Lebensweise im besten Falle gleichgültig, im schlechten Falle ablehnend gegenüberstehen, wirst du die landesweite Gültigkeit des Grundgesetzes weiter durchsetzen können? Die Engländer haben für so etwas einen schönen Spruch "This goes without saying." Das Grundgesetz beschreibt die staatlichen sowie gesellschaftlichen Prinzipien und Regeln nicht irgendeiner, sondern der deutschen Gesellschaft, die eine westliche europäische ist, mit ganz konkreten historischen und gesellschaftlichen Bezügen. Was für eine Land soll das denn werden: Ein Deutschland ohne Deutsche? Ohne Leute, die sich als solche fühlen und so denken, fühlen, handeln und sprechen?

"Wer da nicht als rassistischer Schmuddel zum Duschen geschickt werden möchte, müsste uns erstmal erläutern, welchen tieferen Sinn es haben soll, uns erst völkische Brandzeichen einzubrennen und uns dann darauf reduzierend gegenüberzustellen."

Red kein Blech, Atze, und hör endlich auf, deine angelernten Parolen abzuspulen. Die passen nicht für das, was sich zur Zeit hier abspielt. Wenn du freilich ohnehin zur Deutschland-abschaffen-Fraktion gehörst, wäre dessen Befürwortung durch dich zwar nur folgerichtig. Aber ich denke, die Konsequenzen, die damit verbunden sind, sollten dir mal in aller Deutlichkeit vor Augen geführt werden. Ich habe nämlich den Eindruck, daß du dir darüber absolut nicht im klaren bist.
 
B.C. Donnerstag, 28.April 2011, 10:39 Uhr:
@murx
"Hör auf zu keifen, Atze. Die Meinung Sarrazins ist zehnmal repräsentativer für die hiesige Bevölkerung als deine. Vor allem ist sie fundierter."
ah ja, fundierter? und worauf stuetzt sich dieses fundament? einen wortmeldung von murx und schon ist der sachverhalt bewiesen? immer diese allmachtsfantasten am rechten rand.

"Hast du nichts vom Genozid in Ruanda 1994 verpaßt, wo durch die eine Bevölkerungsgruppe, die Hutus, in kürzester Zeit ca. 800.000 Angehörige einer verfeindeten Ethnie, der Tutsis, abgeschlachtet wurden?"
und wo ist jetzt der bezug zu deutschland? je groesser das aufgebauschte bedrohungsszenario und schon laufen wir dem murx wie die laemminge hinterher? werter murx - ihr vereinfachtes weltbild zeigt nur, dass sie keine ahnung haben. wie siehts aus mit ner differentialdiagnose? was haben sie unternommen um auszuschliessen, dass die probleme von ruanda nicht andere´ursachen haben? bekaempfen sie lungenentzuendung mit den gleichen mitteln wie fusskrebs?

"Dieser Zustand wird sich nicht aufrechterhalten lassen, wenn es weiterhin eine derartige Einwanderung von Leuten aus den im Bürokratendeutsch "bildungs-und kulturfernen Familien" muslimischer Herkunftsländer gibt."
bevor sie ihrem rassismus freien lauf lassen sollten sie mal checken, ob es diese einwanderung ueberhaupt noch gibt.

"Red kein Blech, Atze, und hör endlich auf, deine angelernten Parolen abzuspulen."
wann fangen sie eigentlich an, ihr mantrartiges delirium zu durchbrechen und mit informationszuwaechsen zu interagieren?
sie berufen sich regelmaessig auf sarrazin und behaupten dass ihm wissenschaftlich nicht beizukommen sei, obwohl es wissenschaftlich gar nicht so gut fuer den aussieht.
 
Karl_Murx Donnerstag, 28.April 2011, 15:52 Uhr:
@Roichi:
"Ist sie das?"

Allerdings. Ich verlinke hier mal einen Artikel für dich, wo auf unaufgeregte und vor allem sachliche Weise die von Sarrazin aufgestellten Thesen analysiert werden. Das könnte vielleicht ganz aufschlußreich für dich und Atze sein wie für alle Leute, die das Buch von Sarrazin als rassistisch, eugenisch und sonstnochwas verteufeln, ohne dessen Inhalt zu kennen. Dies zum von dir geäußerten Vorwurf, ich wäre ein "glühender Sarrazinist". Es ist aber genau der Punkt, daß Sarrazin weder ein Ideologe noch ein Religionsstifter ist, dessen Lehre von seinen Anhängern geglaubt werden muß. Er hat vielmehr ein Sachbuch geschrieben, wo er - unter anderem - die Situation in Deutschland hinsichtlich Quantität und Qualität der Einwanderung in den letzten Jahren untersucht. Diese Analyse kann er, im Unterschied zu seinen Kritikern, mit Zahlen und öffentlichen, jedermann zugänglichen Statistiken belegen. In der Beziehung, wie auch über die von ihm konstatierten stattfindenden Entwicklungen, ist er kaum angreifbar. Es sind die Konsequenzen, die er daraus zieht, an denen sich die eigentliche ideologisch motivierte Debatte entzündet. Im Unterschied zu deiner Behauptung bin ich durchaus nicht mit allen seinen volkswirtschaftlichen Analysen einverstanden. Leider geht das in der aufgeheizten Atmosphäre der ganzen öffentlichen Anti-Sarrazinkampagne unter. Nichtdestoweniger stimme ich aber vielen Aussagen zu, die er in seinem Buch trifft. Eine gute Untersuchung von dessen im Buch geäußerten Schlußfolgerungen kann man hier nachlesen:

http://kassandra2030.files.wordpress.com/2010/09/thilo-sarrazins-thesen-uberpruft.pdf

Hier vielleicht noch ein Eingehen auf die Reaktionen der SPD-Parteispitze nach dem Erscheinen des Buches von Sarrazin:

http://kassandra2030.files.wordpress.com/2010/06/sarrazin-gegenargumente-auf-dem-prufstand.pdf

"Was weißt du über die Fähigkeiten und Kentnisse von Atze. Was über sein Wissen?
Nichts."

Ich gehe danach, was er hier schreibt. Und da sieht es recht düster aus.

"Also woher nimmst du die Dreistigkeit irgendwem hier zu unterstellen, er hätte keine Ahnung, nur weil dieser es wagt den von dir angebeteten Sarrazin nicht zum Propheten zu erheben."

Das Thema hätte ich wohl oben geklärt.

"Zu den Fundamenten von Sarrazin haben sich schon diverse Wissenschaftler geäußert. Dort kommt der Herr nicht allzugut weg. Dies wurde auch dir schon mehrfach mitgeteilt, und geflissentlich ignoriert."

Und ich hatte dir mehrfach Belege gebracht, nachdem es niemanden gelungen ist, seine Thesen zu "widerlegen". Wie kann das auch sein: An den Zahlen und Fakten kann niemand rütteln. Eventuell bestehende Differenzen zu aktuelleren Statistiken nach Redaktionsschluß sind unbedeutend und ändern an der Grundtendenz nichts. Auch seine Schlußfolgerungen über das allgemeine Absinken der durchschnittlichen Intelligenz kannn niemand ernsthaft zweifeln, denn es wird durch alle Empirie gestützt, was Sarrazin unter Berufung auf den aktuellen Stand der Vererbungslehre formuliert. Aber selbst wenn man diesen Bereich ausklammert, weil es heute beim allgemein vorherrschenden Zeitgeist heikel ist, bestimmte Tatsachen öffentlich zu äußern: Den allgemeinen Niedergang des öffentlichen Schulwesens und die nachlassenden Leistungen vor allem auf Grund des Zustroms großer Zahlen von Migranten aus den Unterschichten kulturferner Länder kann niemand bestreiten.

"Deine Äußerungen zu diversen Konflikten dieser Welt belgen das recht deutlich, ist doch für dich offensichtlich einzig und allein die Zuwanderung oder sollte ich sagen, die Herkunft von Leuten die Ursache allen Übels.
Eine sehr eingeschränkte Sicht auf die Realität."

Daß das eine falsche Behauptung deinerseits ist, weiß jeder, der meinen Kommentar gelesen hat. Merkwürdig, daß dir nichts anderes bleibt als die Ignorierung der dort getroffenen Aussagen.

"Karl, wach auf!"

Das bin ich, Roichi. Nimm einfach die Realität zur Kenntnis.
 
Atze Donnerstag, 28.April 2011, 16:39 Uhr:
Hi Murx,

du beruhigst mich: "Die Meinung Sarrazins ist zehnmal repräsentativer für die hiesige Bevölkerung als deine." Jeder hier weiß, dass du es kaum schaffst, unfallfrei bis 3 zu zählen... :-)
Vermutlich spielst du auf Umfragen an, in denen Sarrazin eine hohe Zustimmung erntet...? Nun, das ist die eine Seite. Die andere sind z.B. die aktuellen Wahlergebnisse. Die Umfragen mögen dir etwas Trost spenden, die Marginalisierung von Sarrazin-Positionen in den Wahlergebnissen sollten dich aber eher dazu veranlassen, über das Elend der empirischen Sozialforschung in der Gegenwart zu sinnieren... :-)

"Schlimm, wenn man überhaupt nicht versteht, wovon die Rede ist."

Das stimmt. Gut aber, dass du uns allen vorführst, dass du sehr genau verstehst und weißt, worum es geht, wenn du auf meine Feststellung der Existenz nationaler Minderheiten in Deutschland und meiner Frage, warum und wie man sie beseitgen wollte/sollte, mit Völkermordbeispielen "auftrumpfst".

Danke für dieses aufrichtige Outing!

Ich weiß ja nicht, welches Zeug du so einnimmst, aber ich rate dir dringend: Lass die Finger davon! DAs bekommt dir nicht. Deine allmachtsphantastischen Aussagen zum weiteren Verlauf der Intergationspolitik haben definitiv halluzinativen Charakter! :-) Schmeiß das Zeug wech... :-)

Deine eher lächerlichen als wirklich widerwärtigen rassistischen Tagträumereien von einer Zwangsassimilierung bei gleichzeitiger Drohung mit Ausweisung/Ausrottung (kopfschüttel), umschiffen das Problem ihrer Verfassungskonformität, weil du genau weißt, dass du das nicht befriedigend und überzeugend lösen kannst.

Vielmehr musst du in einer fassungslos schmierigen Art und Weise banalste Regeln der Logik vergewaltigen: Auf meine Frage, warum Menschen die in Deutschland leben, nicht das Recht haben sollten, auf die Anstreben der deutschen Staatsbürgerschaft zu verzichten, "antwortest" du damit, Sprach- und Integrationsverweigerer müssten ausgewiesen werden.
Was soll das? Wieso macht sich jemand so ohne Not zum Vollhorst wie du?

Nein, du und deinesgleichen habt kein Interesse an einer offenen, pluralen und demokratischen Gesellschaft. Ihr wollt sie zerstören. Ihr wollt an die niedrigsten Instinkte im Menschen anknüpfen und sie mit eurem Rassenwahn vergiften. Aber das wird euch nicht gelingen. Die Menschen diese Landes sind haben nicht euer "Niveau" - sie sind weder so dumm, noch so verlogen, noch so rassistisch, niederträchtig oder verschlagen wie ihr.
 
Karl Murx Freitag, 29.April 2011, 20:27 Uhr:
@Atze:
"Jeder hier weiß, dass du es kaum schaffst, unfallfrei bis 3 zu zählen... :-)"

Eine dümmere Beleidigung ist dir auf die Schnelle nicht eingefallen?

"Vermutlich spielst du auf Umfragen an, in denen Sarrazin eine hohe Zustimmung erntet...? Nun, das ist die eine Seite. Die andere sind z.B. die aktuellen Wahlergebnisse. Die Umfragen mögen dir etwas Trost spenden, die Marginalisierung von Sarrazin-Positionen in den Wahlergebnissen sollten dich aber eher dazu veranlassen, über das Elend der empirischen Sozialforschung in der Gegenwart zu sinnieren... :-)"

Du meinst wegen dieser Wahlergebnisse für die NPD bzw. die Grünen in Ba-Wü? In der Tat gibt es (noch) keine wählbare Alternative. Bei der NPD sollte man sich doch eher an den jeweiligen Landesinnenminister bzw. den Bundesminister wenden, wenn man erfahren will, was die Partei demnächst vorhat. Die vielen V-Männer im Vorstand werden das sicher garantiern. Außerdem dürften sich dort einige, wenn auch nicht durch die Bank, in der Tat sehr trübe Existenzen herumtreiben mit manchmal zweifelhaften Ansichten. Die große neonazistische Bedrohung, zu der sie beim Kampf gegen Rechts durch die Linke und die linkenhörige Presse hochstilisiert werden soll, sind sie jedenfalls nicht.

Es dürfte dann wohl eher einige andere Gruppierungen wie die "Freiheit", die demnächst von sich hören machen. Auch innerhalb der SPD selbst rumort es, weil dort die Zustimmung zu den Thesen Sarrazin besonders hoch ist, entgegen aller Rhetorik der Parteiführung. Was meinst du, warum Sarrazin nicht ausgeschlossen wurde? Ohne den massiven Druck der Basis wäre dieser schon längst draußen.
"Das stimmt. Gut aber, dass du uns allen vorführst, dass du sehr genau verstehst und weißt, worum es geht, wenn du auf meine Feststellung der Existenz nationaler Minderheiten in Deutschland und meiner Frage, warum und wie man sie beseitgen wollte/sollte, mit Völkermordbeispielen "auftrumpfst".

Danke für dieses aufrichtige Outing!"

Du verstehst mich nicht oder willst mich nicht verstehen. Ich habe dir vor Augen geführt, welches Schicksale Vielvölkerstaaten droht, und auf einen solchen steuert Deutschland zu, sollte die demographische Entwicklung und die Einwanderungspolitik weitergehen wie bisher.

"Ich weiß ja nicht, welches Zeug du so einnimmst, aber ich rate dir dringend: Lass die Finger davon! DAs bekommt dir nicht. Deine allmachtsphantastischen Aussagen zum weiteren Verlauf der Intergationspolitik haben definitiv halluzinativen Charakter! :-) Schmeiß das Zeug wech... :-)"

Atze, Atze. So wie du manchmal schreibst, habe ich eher den Eindruck, du kannst die Finger vom Gras nicht lassen. Oder eher nicht vom weißen Pulver? Ich persönlich nehme nichts in der Richtung. Zu den Zeiten, wo man jung und abenteuerlustig war und so etwas vielleicht aus Neugier probiert hätte, stand die Mauer als Hindernis zwischen den Dealern und deren potentiellen Opfern.

"Deine eher lächerlichen als wirklich widerwärtigen rassistischen Tagträumereien von einer Zwangsassimilierung bei gleichzeitiger Drohung mit Ausweisung/Ausrottung (kopfschüttel), umschiffen das Problem ihrer Verfassungskonformität, weil du genau weißt, dass du das nicht befriedigend und überzeugend lösen kannst."

Aber natürlich kann man das verfassungskonform und überzeugend lösen. Es braucht lediglich den Willen dazu. So etwa in der Art wie Holland oder Dänemark:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,759483,00.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,759463,00.html

"Vielmehr musst du in einer fassungslos schmierigen Art und Weise banalste Regeln der Logik vergewaltigen: Auf meine Frage, warum Menschen die in Deutschland leben, nicht das Recht haben sollten, auf die Anstreben der deutschen Staatsbürgerschaft zu verzichten, "antwortest" du damit, Sprach- und Integrationsverweigerer müssten ausgewiesen werden.
Was soll das? Wieso macht sich jemand so ohne Not zum Vollhorst wie du?"

Nicht ausfallend werden, Freundchen. Wer nicht versteht, was eigentlich gemeint ist, sollte nicht noch pöbeln.

"Nein, du und deinesgleichen habt kein Interesse an einer offenen, pluralen und demokratischen Gesellschaft. Ihr wollt sie zerstören. Ihr wollt an die niedrigsten Instinkte im Menschen anknüpfen und sie mit eurem Rassenwahn vergiften. Aber das wird euch nicht gelingen. Die Menschen diese Landes sind haben nicht euer "Niveau" - sie sind weder so dumm, noch so verlogen, noch so rassistisch, niederträchtig oder verschlagen wie ihr."

Haaaaaaallo, Atze: Hier ist nicht die pöhse NPD und auch nicht der garstige Sarrazin. Hier ist nur der Karl Murx. Wie ich schon sagte: Einfach weniger kiffen.
 
Roichi Samstag, 30.April 2011, 09:21 Uhr:
@ Karl

"Auch innerhalb der SPD selbst rumort es, weil dort die Zustimmung zu den Thesen Sarrazin besonders hoch ist, entgegen aller Rhetorik der Parteiführung. Was meinst du, warum Sarrazin nicht ausgeschlossen wurde? Ohne den massiven Druck der Basis wäre dieser schon längst draußen."

Liest du keine Zeitung?
Oder redest du dir die Welt mal wieder schön?

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0429/politik/0110/index.html

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0428/politik/0017/index.html

"Ich habe dir vor Augen geführt, welches Schicksale Vielvölkerstaaten droht, und auf einen solchen steuert Deutschland zu, sollte die demographische Entwicklung und die Einwanderungspolitik weitergehen wie bisher."

Deutschland wird ein Einwanderungsland, kein Vielvölkerstaat.
Da ist ein Unterschied.
Und was deine Thesen ethnischer Unruhen angeht, abgesehen davon, dass du obigen Unterschied auch dort nicht berücksichtigst, sehen wir uns doch mal einige klassische Einwanderungsländer an:
USA - keine ethnische Unruhe
Kanada - auch nicht.
Australien - auch nicht.
Großbritannien - auch nicht.
Frankreich - auch nicht (hier gibt es soziale Unruhen)
Niederlande - kein ethnischen Unruhen.
Woher nimmst du also deine Thesen?
Wäre ich du, würde ich jetzt fragen, ob du zuviel Pilze konsumierst.
Ich frage aber nicht.
Du kannst deine Drogenphantasien übrigens sein lassen. Das macht deine Ausführungen nicht glaubwürdiger.

"Nicht ausfallend werden, Freundchen. Wer nicht versteht, was eigentlich gemeint ist, sollte nicht noch pöbeln."

Dann halte dich doch mal an deine eigenen Forderungen.
 
Atze Samstag, 30.April 2011, 12:46 Uhr:
Hallo Murx,

deine Wachträume vom Sarrazin-Einfluss in der SPD-Basis, vom wahlpolitischen Aufstieg dieses weiteren Sammelbeckens für abgehalfterte und talentlose Karriereversager aus der CDU namens "DIE FREIHEIT" wie das Schwelgen in einer glorreichen Zukunft des Rechtspopulismus seinen dir gegönnt - angesichts der faktischen aktuellen Stimmungslage im Land würde ich mich als Rechter auch in eine zwar unbestimmte aber hübsch ausmalbare Phantasiezukunft flüchten. :-)

Angesichts der Verfassungswidrigkeit deiner politischen Forderungen, mutet es nicht Wunder, dass du Begriffsstuzigkeit zur Methode erhebst und dich damit um die Beantwortung banalster Fragen herumdruckst.

Du möchtest Ausländer, die aus welchen Gründen auch immer die deutsche Staatsbürgerschaft nicht annehmen wollen, ausweisen. Warum? Und wie willst du das verfassungsrechtlich begründen?
 
Karl Murx Sonntag, 01.Mai 2011, 11:21 Uhr:
@ Roichi:
"Liest du keine Zeitung?
Oder redest du dir die Welt mal wieder schön?"

Du scheinst derjenige zu sein, der sich die Welt schön redet. Denn würdest du die von dir verlinkten Artikel sorgfältig lesen, dann hättest du dabei einen anderen Eindruck erhalten:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0429/politik/0110/index.html"

Zitat:
"Angesichts der Unruhe und offensichtlicher Uneinigkeiten mit Nahles hatte Gabriel nach Informationen der Berliner Zeitung die engste Parteispitze kurzfristig zu einem Krisentreffen am Sonntagabend ins Willy-Brandt-Haus eingeladen. ... Nachdem die Berliner Zeitung vorab über den Termin berichtet hatte, sagte Gabriel ihn ab. "Es wird kein Treffen am Sonntag geben", sagte eine Sprecherin. Die nächste reguläre Sitzung des Parteivorstandes ist am 9. Mai."

Das sieht eher nach Chaos in der Führungsspitze aus.

Zitat:
"In den Tagen nach der Einstellung des Verfahrens gegen Ex-Bundesbankchef Thilo Sarrazin hatte es gravierende Mängel im Krisenmanagement der Partei gegeben. Generalsekretärin Nahles musste tagelang alleine vor den Kameras erläutern, weshalb die Partei den Rausschmiss des wegen seiner sozialdarwinistischen Thesen umstrittenen Buchautors nicht weiter betreibt."

Wie das von den Medienvertretern permanent gefordert wurde. Welche Gründe gibt es wohl, warum man Sarrazin also doch nicht ausgeschlossen hat?

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0428/politik/0017/index.html

Zitat:
"Der eine Teil der Zuschriften kommt von der Basis der SPD-Nachwuchsorganisation. Dort brodelt es, seit das Parteiausschlussverfahren gegen den Berliner Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin am Gründonnerstag eingestellt wurde. "Die sind richtig sauer", berichtet Vogt.

Der andere Teil stammt auch aus dem SPD-Milieu - von älteren Mitgliedern oder zumindest Unterstützern. "Lasst den Sarrazin endlich in Ruhe. Der Mann hat doch recht", steht da. "Gütliche Einigung" vor dem Schiedsgericht hin oder her: Der 66-jährige Bestsellerautor spaltet die deutsche Sozialdemokratie wie eh und je."

Auch das sieht weniger nach einer Ablehnung von Sarrazin durch die Parteibasis aus. Vielmehr übt diese massiven Druck auf die Parteispitze aus, der sie sich beugen muß, vor allem hinsichtlich der anstehenden Wahlen.

"Deutschland wird ein Einwanderungsland, kein Vielvölkerstaat.
Da ist ein Unterschied."

Deutschland ist definitiv kein Einwanderungsland mit menschenleeren Räumen wie z.B. die USA, die es erst zu besiedeln und erschließen gilt, sondern hier gibt es bereits seit vielen Jahrhunderten eine Gesellschaft und Kultur, welche dieses Land geprägt und geformt hat. Welchen Grund sollte es also geben, diese Kultur durch massenhafte Einwanderung umzumodeln? Noch dazu durch die Art von Einwanderung, wie sie in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat, durch Familiennachzug und massenhaften Mißbrauch der Asylgesetzgebung, wo in großen Teilen Leute aus den Unterschichten islamischer Länder nach Deutschland kamen, die sich weder integrationsbereit noch -willig gezeigt haben?

"Und was deine Thesen ethnischer Unruhen angeht, abgesehen davon, dass du obigen Unterschied auch dort nicht berücksichtigst, sehen wir uns doch mal einige klassische Einwanderungsländer an:
USA - keine ethnische Unruhe"

Du schreibst wahrlich unbekümmert um historische Fakten. Die USA waren und sind seit je her ein Ort schärfster sozialer und ethnischer Segregation und Konflikte. Der sogenannte Schmelztiegel besteht in großen Teilen nur aus Parallelgesellschaften, die außer der gemeinsamen Arbeitsstelle oftmals wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben. In der Vergangenheit Harlem, Little Italy, die irischen Viertel und Chinatown, heute die Latino-Viertel, wobei Little Italy geschrumpft, dagegen Chinatown massiv angewachsen ist. Die Araberviertel in Detroit oder New York sind dagegen neuere Erscheinungen, und sie führen bereits zu ersten Erscheinungen wie den home-grown-terrorism, der die USA zunehmend in Atem hält. Es gab und gibt in der Geschichte der USA immer wieder Beispiele für größere ethnische Auseinandersetzungen. Um von der jüngeren Geschichte zu reden: Die Schwarzen-Bewegung in den 60er Jahren, die z.T. bürgerkriegsähnliche Ausmaße annahm, die Black-Panther-Bewegung, die begann, sich zu bewaffnen, die Black Muslims, deren Mitglied Muhammad Ali zeitweilig war, die Rassenunruhen in Los Angeles 1991 nach dem Tod eines schwarzen LKW-Fahrers bei seiner Verhaftung: Alles Beispiele von schwelenden ethnischen Konflikten innerhalb der amerikanischen Gesellschaft, die jederzeit wieder ausbrechen können. Willst du so etwas?

"Kanada - auch nicht."
Australien - auch nicht."

Beides Ländern, die sehr strenge Einwanderungskriterien haben und diese nach Qualifikation und Ausbildung steuern. Das hat dazu geführt, daß im Unterschied zu Deutschland die Schulabschlüsse der Kinder dieser Einwanderer nicht schlechter als die der einheimischen sind und deren Arbeitslosigkeit eher unterdurchschnittlich ist. Eine Gruppe gibt es allerdings, die sich auch in Kanada sehr integratinsresistent zeigt und sich in Parallelgesellschaft zurückzieht. Das ist wie in D bevorzugt die muslimische. Iranische Einwanderer bilden da die Ausnahme, ähnlich wie hier und in den USA.

"Großbritannien - auch nicht."

Das ist entweder von dir als Realsatire gemeint oder ein Ausdruck beispielloser Unkenntnis. Die Islamisierung ganzer Stadtviertel in britischen Großstädten und die Bildung von Parallelgesellschaft sind noch viel weiter fortgeschritten als hier; ebenso der home-grown-terrorism, der einige spektakuläre Anschläge wie die auf die Londoner Innenstadt fertigbrachte.

http://www.gmx.net/themen/nachrichten/panorama/7877cha-grossbritannien-in-terror-gefahr

"Frankreich - auch nicht (hier gibt es soziale Unruhen)"

Die eine direkte Folge der ethnischen Segregation in französischen Städten sind. Es gibt in Paris Viertel, die sog. banlieues, mit ca. 90 % muslimischen Bevölkerungsanteil, wo sich die Polizei nur in Mannschaftsstärke hineintraut und wo Jugendbanden die Einwohner terrorisieren. Die ethnischen Franzosen sind in diesen Vierteln eine Marginalie geworden. Der Staat hat dort kaum noch etwas zu sagen. Solche Viertel sind Brutstätten des islamischen Terrors und islamistischer Indoktrination. Paris hatte bereits 1995 Terroranschläge auf U-Bahnstation erlebt, lange bevor die USA in Afghanistan einmarschiert sind.

"Niederlande - kein ethnischen Unruhen."

Die Unruhen in den NL nach der Ermordung des Regisseurs von Gogh durch einen islamischen Extremisten, als Moscheen und Kirchen brannten: Schon vergessen?

"Wäre ich du, würde ich jetzt fragen, ob du zuviel Pilze konsumierst.
Ich frage aber nicht.
Du kannst deine Drogenphantasien übrigens sein lassen. Das macht deine Ausführungen nicht glaubwürdiger."

Wende dich in der Beziehung lieber an Atze. Der hat diese Drogenvorwürfe ins Spiel gebracht.
 
Atze Sonntag, 01.Mai 2011, 20:13 Uhr:
Hallo Murx,

vergiss bloß nicht, dass neulich schwere Rassenunruhen ausgebrochen sind, weil eine kanadische Taube einem Touristen aus Korsika vor einem Restaurant eines farbigen Besitzer auf den Kopf gekackt hat... Du reihst hier Konflikte aneinander ohne auch nur den geringsten Blick auf die Ursachen zu werfen, um deinen kulturalistischen Rassismus zu rechtfertigen.

Beispielhaft deine Darstellung der Konflikte in den USA: "Es gab und gibt in der Geschichte der USA immer wieder Beispiele für größere ethnische Auseinandersetzungen." Und dann listest du Kämpfe der Bürgerrechtsbewegung gegen das de-facto-Apartheid-Regime der 60er Jahre USA auf, also eines Regimes, in dem Rassisten wie du den Ton angaben.

Deine auf den Kopf gestellte Weltsicht macht sog. Rassenunruhen zur Ursache der Notwendigkeit einer rassischen und kulturalistischen Inzucht. In Wahrheit aber sind sie notwendige Reaktionen auf menschenverachtenden Rassismus.
 
Roichi Sonntag, 01.Mai 2011, 20:20 Uhr:
@ Karl

Um nochmal auf deine These bezüglich der SPD zu kommen:
"Auch innerhalb der SPD selbst rumort es, weil dort die Zustimmung zu den Thesen Sarrazin besonders hoch ist, entgegen aller Rhetorik der Parteiführung. Was meinst du, warum Sarrazin nicht ausgeschlossen wurde? Ohne den massiven Druck der Basis wäre dieser schon längst draußen."

Die Zustimmung der Basis ist weder besonders hoch, noch besonders niedrig. Aber der kleine Unterschied scheint dir entgangen.
Immerhin hast du es geschafft den Artikel zu lesen.

"Welche Gründe gibt es wohl, warum man Sarrazin also doch nicht ausgeschlossen hat?"

Nennt sich Wahltaktik. Dafür wurde und wird die Parteispitze übrigens von allen Seiten scharf kritisiert.

"Deutschland ist definitiv kein Einwanderungsland mit menschenleeren Räumen wie z.B. die USA, die es erst zu besiedeln und erschließen gilt, sondern hier gibt es bereits seit vielen Jahrhunderten eine Gesellschaft und Kultur, welche dieses Land geprägt und geformt hat."

Gab es in den USA auch.
Die Einheimischen wurden von den ankommenden Europäern, zu einem großen Teil auch Deutschen, mit Gewalt verdrängt.
Die deutsche Gesellschaft und Kultur, was man so darunter versteht, gibt es noch nicht allzulange. Etwa, mit den Einigungsbestrebungen, rund 200 Jahre. Sehr viel länger gibt es die USA auch nicht.

"Noch dazu durch die Art von Einwanderung, wie sie in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat, durch Familiennachzug und massenhaften Mißbrauch der Asylgesetzgebung, wo in großen Teilen Leute aus den Unterschichten islamischer Länder nach Deutschland kamen, die sich weder integrationsbereit noch -willig gezeigt haben?"

Also, wir wissen ja, dass du ein Problem mit Muslimen hast.
Was machen wir eigentlich mit der heimischen Unterschicht? Weisen wir die auch aus? Am besten in Erziehungslager? Damit die sich auch ja integriert.

"Du schreibst wahrlich unbekümmert um historische Fakten. Die USA waren und sind seit je her ein Ort schärfster sozialer und ethnischer Segregation und Konflikte."

Da hast du doch deine Ursachen. Soziale Benachteiligung und Ausgrenzung gegenüber Immigranten.
Dies war und ist dort gegeben.
Also, wie kommst du darauf, dass genau das hier bei uns die Lösung von Problemen ist?
Und nichts anderes forderst du.

Dies trifft genauso auf Frankreich und Großbrittanien zu.
Und teilweise begnet einem das auch hier in Deutschland schon. Wenn z.B. ein junger Mann keinen Job bekommt, weil er einen türkischen Nachnamen hat.
Oder man erinnere sich an Wallraffs letzten Film.
Aber hey, es sind ja die Ausländer, die sich nicht integrieren.
Wie wäre es mal damit, sie sich integrieren zu lassen?
Die wenigen, die das wirklich nicht wollen, sind so unbedeutend, wie jegliche andere Extremisten auch. Eine kleine Randgruppe.
Menschen sind eben doch überall gleich in ihrem Verhalten.

"Wende dich in der Beziehung lieber an Atze. Der hat diese Drogenvorwürfe ins Spiel gebracht."

Warum? Du wirfst hier des öfteren mit sowas um dich. Deshalb wende ich mich an dich.
Die Anderen dürfen das gerne ebenso als Aufforderung sehen.
 
Karl Murx Dienstag, 03.Mai 2011, 16:58 Uhr:
@Roichi:
"Die Zustimmung der Basis ist weder besonders hoch, noch besonders niedrig. Aber der kleine Unterschied scheint dir entgangen."

Die Zustimmung der Basis ist da. Du schreibst es hier schwarz auf weiß. Das zu Themen, die von der Presse und von der SPD-Führung lauthals und unbelegt als wahlweise rassistisch, eugenisch oder sozialhygiensich verteufelt werden. Da liegt doch des Pudels Kern, oder nicht?

"Nennt sich Wahltaktik. Dafür wurde und wird die Parteispitze übrigens von allen Seiten scharf kritisiert."

Wenn eine Wahltaktik für die jeweilige Partei nutzbringend ist, wird sie spätestens nach der nächsten erfolgreichen Wahl nicht mehr kritisiert. Aber folg doch mal deiner eigenen Logik: Selbst wenn die Parteispitze tatsächlich diese Meinung über die Thesen Sarrazins sein sollte, wie sie lauthals verkündet hat: Warum muß sie dann wohl aus "wahltaktischen Gründen", wie von dir gepostet, darauf verzichten, jemanden wie Sarrazin aus der Partei auszuschließen? Doch wohl deswegen, weil es viele Leute sowohl in den eigenen Reihen, die ja mit hoher Wahrscheinlichkeit auch SPD-Wähler sind, wie auch Leute außerhalb der Partei gibt, die Sarrazins Thesen unterstützen. Oder sehe ich da was falsch?

"Gab es in den USA auch.
Die Einheimischen wurden von den ankommenden Europäern, zu einem großen Teil auch Deutschen, mit Gewalt verdrängt."

Allerdings. Und das möchten die Deutschen jetzt hinsichtlich der stattgefundenen und noch bevorstehenden Masseneinwanderung verhindern. Nachvollziehbar oder nicht?

"Die deutsche Gesellschaft und Kultur, was man so darunter versteht, gibt es noch nicht allzulange. Etwa, mit den Einigungsbestrebungen, rund 200 Jahre. Sehr viel länger gibt es die USA auch nicht."

Bei so viel Geschichtsklitterung fragt man sich manchmal, ob das nur Unkenntnis und Naivität oder schon unverfrorene Umdeutung der eigenen Geschichte ist. Deutschland und die deutsche Geschichte gibt es seit vielen Hundert Jahren, auch wenn die Gründung eines einheitlichen deutschen Nationalstaats erst 1871 durch Bismarck erfolgte.

"Also, wir wissen ja, dass du ein Problem mit Muslimen hast."

Nein, das wissen w i r nicht. Wen meinst du damit? Doch wohl nur Leute, die deine ideologische Prämissen teilen. Leute, die unvoreingenommen meine Beiträge lesen und bereit sind, deren Inhalt zur Kenntnis zu nehmen, wissen, daß meine Kritik nicht auf meine "Probleme mit Muslimen" zurückzuführen sind, sondern auf deren offenkundige Probleme mit der Integration in westlichen Gesellschaften. Du hast ein gewaltiges Problem, diese offenkundigen Fakten anzuerkennen.

"Was machen wir eigentlich mit der heimischen Unterschicht? Weisen wir die auch aus? Am besten in Erziehungslager? Damit die sich auch ja integriert."

Äpfel und Birnen, Roichi. Das Thema schon tausendmal durchgekaut. Was ist das denn für eine masochistische Logik: Die Tatsache, daß wir auch eine große einheimische Unterschicht haben mit allen damit zusammenhängenden Problemen, verpflichtet die Deutschen, sich zusätzlich die Probleme von Unterschichten aus islamischen Ländern aufzuladen?

"Da hast du doch deine Ursachen. Soziale Benachteiligung und Ausgrenzung gegenüber Immigranten."

Hier werden keine Immigraten sozial ausgegrenzt und benachteiligt. Auch in den USA haben Immigranten im wesentlichen die gleichen Chancen. Sie erhalten lediglich nicht die gleiche soziale Rundumversorgung wie hier, sondern werden gezwungen, sich ihren Lebensunterhalten mit eigener Hände Arbeit zu verdienen. Somit sind sie auch veranlaßt, sich einen Arbeitsplatz zu besorgen und mit der Einwanderungsgesellschaft sprachlich wie sozial in engeren Kontakt zu treten, was ohne eine entsprechende Kenntnis und Respektierung dieser Gesellschaft und deren Kultur nicht geht.

"Und teilweise begnet einem das auch hier in Deutschland schon. Wenn z.B. ein junger Mann keinen Job bekommt, weil er einen türkischen Nachnamen hat."

Einfach nur dummes Zeug und platteste Polemik.

"Die wenigen, die das wirklich nicht wollen, sind so unbedeutend, wie jegliche andere Extremisten auch."

Hier mal eine kleine Studie zum Thema Integration von Muslimee in Deutschland, die eine Zusammenfassung der Studie des BMI "Muslime in Deutschland" ist. Ich würde deine Aufmerksamkeit unter anderem auf die Seiten 3 unten:

"19,4% können als sprachlich und sozial schlecht integriert betrachtet werden, weitere 37,6% als mäßig integriert, nur 32% als zufriedenstellend bis gut und 11,9% als sehr gut integriert (96), abhängig vom Alter der Zuwanderung: „Eine sehr gut gelungene, alltäglich praktizierte Integration ist nur bei etwas mehr als 10% zu erkennen"

wie auch auf S. 4 unten

"Mit dem Koranschulbesuch, dem Konsum (ausschließlich) nichtdeutscher Medien sowie dem Engagement ausschließlich in islamischen Vereinen steigt die Demokratiedistanz und Distanz zur Rechtsstaatlichkeit deutlich an (167+173), die insgesamt bei rund 10% der
Muslime deutlich erkennbar und um so höher ist, je schlechter die sprach-praktische Integration gelungen ist (173). Unter den stark Religiösen (fundamental Orientierten) ist die
Demokratiedistanz am größten, betrifft allerdings auch dort nur einen harten Kern von rund 15% (173).

und dann noch auf S. 5 3. Absatz:

"Rechnet man die Gruppe der hoch Demokratiedistanten zu denjenigen hinzu, die in hohem Maß religiös-politisch motivierte Gewalt für legitim halten, geht die Studie von einem Anteil von insgesamt 13,9% der Muslime in Deutschland aus (185), eine „durchaus substanzielle Minderheit mit einer problematischen Einstellung zu Gewalt
und/oder Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ (185), die ein deutliches Radikalisierungspotential aufweist. „Hohe Akzeptanz politisch-religiös motivierter Gewalt zeigt nur eine kleine Minderheit von 6%“ (190)

lenken.

Für den, der rechnen kann: Bei einer offiziellen Zahl von ca. 4,5 Mio Muslimen in Deutschland wäre diese "kleine Minderheit" von 6 % bereits 270.000 Leute, die ein "deutliches Radikalisierungspotential" besitzen. Die 13,0 % stark religiösen, also fundamental orientierten Muslime, die lt. Studie eine hohe Demokratiedistanz besitzen und religiös motivierte Gewalt befürworten, machen dann schon über 620.000 Leute aus. Rechnet man die schlecht Integrierten hinzu, denn nur 12,2 % der befragten Muslime sehen sich "eher als Deutsche", obwohl ca. 1/3 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, und 57 % sind sprachlich und sozial "mäßig bis schlecht" integriert (S. 3), dann sollten auch die eingefleischtesten Multikultibefürworter erkennen, was für ein enormes Gefahrenpotential für die deutsche Gesellschaft vorhanden ist.

http://www.islaminstitut.de/uploads/media/BMIMuslimeinD_02.pdf
 
B.C. Mittwoch, 04.Mai 2011, 12:20 Uhr:
@murx
da kann man nur noch auf lernverweigerung schliessen:
"Das zu Themen, die von der Presse und von der SPD-Führung lauthals und unbelegt als wahlweise rassistisch, eugenisch oder sozialhygiensich verteufelt werden."

belegter massen ist die kritik weder unbelegt noch unwissenschaftlich und definitiv eugenisch. sarrazin selbst benutzt die vokabel dysgenisch, was inhaltlich auf dasselbe hinaus laeuft.

die art und weise mit der sie fortgesetzt die realitaet verleugnen, demontiert sie in groesserem masse, als es aussenstehende je tun koennten. da helfen auch ihre langatmigen und inhaltlich auf stagnation getrimmten texthuelsen nicht weiter.
 

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