von Redaktion
   

Sachsen: NPD geht auf Wochenmarkttour

Wenige Tage nach Abschluss der NPD-Deutschlandtour geht die sächsische Landtagsfraktion der rechtsextremen Partei erneut für drei Wochen auf die Reise, um Sympathisanten zu gewinnen.

Vergangene Woche endete die sogenannte Deutschlandfahrt der NPD. Wie ENDSTATION RECHTS. berichtete, bot sich den Rechtsextremen in fast allen Städten das gleiche Bild. Vor nur wenigen Anhängern versuchten sich die NPD-Kader durch Hetzreden und Parolen Gehör zu verschaffen, wurden aber von mehreren Hundert Gegendemonstranten übertönt.

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die NPD durch diese Aktion neue Anhänger gewinnen konnte, verkauft der Parteivorsitzende Holger Apfel die Deutschlandtour als vollen Erfolg. Seiner Ansicht nach sei es gar nicht das Ziel gewesen, persönlich mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.

So schreibt Apfel in einer Mitteilung, welche die Deutsche Stimme veröffentlicht hat: „Uns war im Vorfeld klar, daß es (anders als bei Infostand-Kampagnen) durch linke Gegendemonstranten kaum möglich sein würde, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, da diese überhaupt nicht zu unseren Kundgebungen durchdringen konnten. Es ging auch nicht darum, eigene Aktivisten in den Städten mit unseren Reden zu berieseln, sondern darum, mit geringstmöglichem Aufwand öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen […].“

Offensichtlich haben sich aber die NPD-Mitglieder der sächsischen Landtagsfraktion überlegt, dass die Partei nur schwer ohne neue Anhänger auskommen wird. Denn heute startet ihre sogenannte Sommertour.

Innerhalb von drei Wochen wollen die Rechtsextremen verschiedene Wochenmärkte in Sachsen besuchen und ihr Propagandamaterial, wie die Zeitschrift Klartext, unter die Leute bringen. Außerdem sollen die drei Landtagsabgeordneten Arne Schimmer, Mario Löffler und Jürgen Gansel je eine Woche lang dafür sorgen, dass Gespräche mit Bürgern geführt werden können.

Mit Touren dieser Art versucht sich die NPD mal wieder als „Kümmererpartei“ zu inszenieren. Schon im ersten Satz der Pressemitteilung zur Sommertour in Sachsen rühmen sich die Rechtsextremen, dass sie keine Sommerpause machen, sondern „unverfälscht“ über ihre Positionen informieren würden.

Zu erwarten sind aber die üblichen fremdenfeindlichen und menschenverachtenden Hetzparolen, die schon während der Deutschlandfahrt der Bundespartei zu vernehmen waren.

Da – wie Holger Apfel schon richtig herausstellte – die NPD aufgrund von Gegenprotesten so gut wie keinen Kontakt zu Bürgern herstellen konnte, scheint man auch diesmal die anstehenden Termine hinter dem Berg halten zu wollen. Die Wochenmarkttour soll zwar heute starten, wo genau Apfel & Co. aber mit dem Bürger ins Gespräch kommen will, teilt die NPD nicht mit.

Foto: Gerhard Palnstorfer; Lizenz: CC

Kommentare(8)

mike666 Montag, 13.August 2012, 17:20 Uhr:
Nun machen die schon wieder Mobil? Das mit der Deutschlandtour war doch ein Desaster von vorne bis hinten. Aber was ein echter Nazi nennt gibt wohl so schnell nicht auf, auch wenn meist von den reden nie viel zuhören war! Viel Erfolg NPD, ihr werdet es brauchen xD
 
WW Montag, 13.August 2012, 23:00 Uhr:
"ein Desaster von vorne bis hinten"

Ja, aber als Nazi nennt man das einen "Achtungserfolg". Jedenfalls bei Wahlen.
 
Björn Dienstag, 14.August 2012, 12:52 Uhr:
@Mike

"Das mit der Deutschlandtour war doch ein Desaster von vorne bis hinten."

Offensichtlich nicht. Gerade weil die Deutschlandtour so eine große Öffentlichkeit erreicht hat, ist es der richtige Schritt jetzt direkt mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen. Dazu war die Deutschlandfahrt die ideale Vobereitung. Es ist schon interessant wir ihr krampfhat versucht eure Schützenhilfe für die NPD während der Tour als Sieg zu verkaufen. Ohne eure Gegenaufmärsche, eure Gewaltaten und die Verbotsversuche der Städte hätte die NPD wohl nicht annähernd so viel Öffentlichkit erreicht. Nachdem die Bürger dadurch für die NPD sensibilisiert wurden geht es jetzt an die direkten Bürgergespräche. Daumen hoch für soviel taktisches Geschick und soviel Engagement.
 
mike666 Dienstag, 14.August 2012, 15:08 Uhr:
Bijööööööööööörn? Alter jetzt mal ohne Scheiß, was ist los mit dir? Kommst du eigentlich selber noch klar? Wirklich Alles was hier geschrieben wird drehst du um! Aus allem schlechten für die Nazis machst DU was gutes. Ganz ehrlich, egal was du nimmst, nimm weniger und davon wirfst du noch mal die Hälfte in den Mülleimer! BITTEE! Soviel Realitätsverlust wie du haben die restlichen Braunen hier nicht mal zusammen Mensch. Du könntest wohl auch ein Haufen Hundekot zu Gold reden was? Ich finde es widerlich ganz ehrlich.
 
WW Dienstag, 14.August 2012, 17:28 Uhr:
Björn...

"Gerade weil die Deutschlandtour so eine große Öffentlichkeit erreicht hat, ist es der richtige Schritt jetzt direkt mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen."

Nach der öffentlichen Präsentation wird das glücklichweise niemand mehr wollen. Daumen hoch für soviel taktisches Geschick :-)

"Nachdem die Bürger dadurch für die NPD sensibilisiert wurden"

Ja, das kann man besten Gewissens behaupten :-)

"Dazu war die Deutschlandfahrt die ideale Vobereitung."

Zustimmung, besser als jede Aufklärungskampagne gegen rechts. Von Angesicht zu Angesicht schrecken Nazis immer noch am besten ab. Im jedem Zoo sollten welche vegetieren, die Gitter kennen sie ja meist schon. Dort könnte man sie auch besser mir Erdnüssen bewerfen.
 
Zipfelmütz Dienstag, 14.August 2012, 19:10 Uhr:
Wenn das der Föhrrer wüßte...
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra4251.html
:-)))
 
Zipfelmütz Dienstag, 14.August 2012, 19:15 Uhr:
"...Außerdem sollen die drei Landtagsabgeordneten Arne Schimmer, Mario Löffler und Jürgen Gansel je eine Woche lang dafür sorgen, dass Gespräche mit Bürgern geführt werden können..."
Wie soll das vonstatten gehen, dafür zu sorgen, das Gespräche mit Bürgern geführt werden können?
Offensichtlich scheint ja kein Bedarf zu sein, sonst müßte man ja nicht extra sone Tour machen.
Die Kameraden scheinen sehr begriffstutzig zu sein, dass sie nicht merken, dass man nüscht mit denen zu tun haben will
 
Björn Donnerstag, 16.August 2012, 14:01 Uhr:
@Mike

"Wirklich Alles was hier geschrieben wird drehst du um! Aus allem schlechten für die Nazis machst DU was gutes."

Ich objektiviere es lediglich, bzw. zeige euch wie "wir Rechten" die jeweiligen Aktionen einschätzen. Was soll denn bitte an einer großen Öffentlichkeit, die die NPD mit minimalen Mitteln erreicht hat, und dazu noch ohne negative Schlagzeilen, etwas "Schlechtes" sein?

"Ich finde es widerlich ganz ehrlich."

Ich kann nichts dafür, dass du es widerlich findest, wenn nicht alle deiner Meinung sind. Warum glaubst du hätte die NPD wohl die Tour fortgesetzt, wenn sie nichts gebracht hätte? Was meinst du wieviel Millionen Euros manche Firmen, Vereine oder auch kleinere Parteien ausgegeben hätten um so eine, relaitiv neutrale, Öffentlichkeit zu erreichen? Denkt ihr wirklich ein Erfolg bemißt sich alleine an der Anzahl der mobilisierten Teilnehmer? Dann dürfte man ja gar keine Infotische machen und schon gar keine Wahlwerbung. Schließlich bringt man damit keine Menschen auf die Straße. Soviel taktisches Verständnis hätte ich ihnen schon zugetraut, den Wert dieser erzielten Öffetlichkeit für eine kleine Partei zu erkennen. Aber der Antirechte von heute scheint sich die Realität nach eigenem ermessen zurechtbiegen zu müssen.

Im übrigen geht ihr Provokationaversuch nach hinten los, wo doch jeder weiß, dass eher eure Klientel für Drogenesxzesse bekannt ist. Naja, wer nicht mit der Realität klar kommt, muss sie sich ja irgenwie schönschnupfen.

@WW

"Nach der öffentlichen Präsentation wird das glücklichweise niemand mehr wollen."

Sie meinen also für alle Menschen sprechen zu können? Wir werden es ja erleben. Nur, warum sollte jemand wegen der erfolgreichen Deutschlandfahrt nicht mehr mit der NPD reden wollen? Weil linke Steine und Rauchbomben geschmissen haben? Weil dutzende Städte gegen de NPD mit ihren Verbotsversuchen kläglich gescheitert sind? Weil die Zeitungen die Forderungen der NPD an die Öffentlichkeit transportiert haben? Oder alleine, weil oft mehr Linke rangekarrt wurden als an der Kundgebung der NPD teilnahmen? Nur was sollte das an den Aussagen der NPD verändern? Oder an der Wichtigkeit ihrer politischen Ziele?

"Von Angesicht zu Angesicht schrecken Nazis immer noch am besten ab."

Nur, dass man wieder gesehen hat, dass die "Rechten" allesamt friedlich waren, während eure Leute mal wieder mit Steinen und Rauchbomben ihre "Meinung" kundtaten. Inwiefern soll es also schlecht für die NPD gewesen sein, dass sie von Angesicht zu Angesicht dort Flagge zeigten?

"Im jedem Zoo sollten welche vegetieren..."

Du und deine faschistischen Allmachtsfantasien immer. Wenn du keine Argumente mehr hast, dann wird der Gegner entmenschlicht und die wildesten Vergeltungswünsche fantasiert. Man stelle sich mal dein moralisches Geheule vor, wenn ein "Rechter", das was du hier von dir gibst über Linke oder Islamisten gesagt hätte.

Also vielen Dank nochmal, dass du uns allen zeigst was für ein faschistisches Subjekt hinter deiner pseudodemokraten Maske steckt. Wenn unser WW an der Macht wäre, dann hätten wir viele neue lustige Gulags.
 

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