von Claudia Naujoks
   

Röpke: Verbot der HDJ bedeutet kein Ende der rechtsextremen Erziehung

Andreas Speit hat in der "taz" die Aussichten und Auswirkungen eines Verbots der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) dargestellt. Konsens des Artikels ist, dass ein Verbot der HDJ ein Signal, aber kein Ende der rechtsextremen Erziehung bedeute.


Nach Speits liegen im Bundestag konkrete Anträge der Opposition vor, die ein Verbot der HDJ fordern. Ebenso wurde ein Entwurf der Bundesregierung zur „vereinsrechtlichen Prüfung“ ausgearbeitet. Aus dem Umfeld der HDJ heißt es, dass man ein Verbot ignorieren werde.

Bei der Vorstellung einer Dokumentation über rechtsextreme Jugendarbeit von Andrea Röpke warnten die Journalistin und Reinhard Koch, Leiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt“ (Arug), vor allzu hohen Erwartungen. Röpke sagte, dass ein Verbot nicht das Ende der rechtsextremen Erziehung bedeute. Arug-Leiter Koch ergänzte, ein Verbot könne ein Signal sein, aber keine „pädagogischen Konzepte gegen die organisierte Neonazi-Kindererziehung“ ersetzen. Er forderte, auch wenn die rechtsextreme Erziehung vielleicht bald nicht mehr unter dem Label der HDJ laufe, entbinde dies nicht von der Auseinandersetzung.

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