von Mathias Brodkorb
   

"Ring Nationaler Frauen" (RNF) führt Anwärterstatus ein

Bereits seit geraumer Zeit bemühen sich Frauen im Umfeld der rechtsextremen Partei NPD darum, ihre Geschlechtskameradinnen für die "Bewegung" zu gewinnen. Aus diesen Bemühungen ging schließlich der "Ring Nationaler Frauen" (RNF) hervor, der seit dem 27. September 2008 ganz offiziell als Unterorganisation der NPD gilt.


Geführt wird die NPD-Frauenorganisation derzeit von der NPD-Landtagsabgeordneten aus Sachsen, Gitta Schüßler. Als Stellvertreterinnen unterstützen ihre Arbeit Judith Rothe aus Sachsen-Anhalt sowie die Ehefrau des Berliner Liedermachers Jörg Hähnel, Stella Hähnel, die auch gleichzeitig für die Pressearbeit verantwortlich zeichnet. Zur Geschäftsführerin des RNF bestimmten die rechtsextremen Frauen aus der NPD die Gattin des Fraktionsvorsitzenden der NPD im Sächsischen Landtag, Jasmin Apfel.

Derzeit besteht der RNF nach eigenen Angaben aus vier Landesverbänden und elf Regionalgruppen. Die Mitgliederzahlen werden mit der vagen Formulierung "an die 100" angegeben, so dass es am Ende doch ein paar weniger sein dürften. Hieran soll am Ende ausgerechnet die Umwandlung des RNF in eine NPD-Unterorganisation Schuld sein. Denn hierdurch sei die Mitgliederzahl "zeitweise zurückgegangen". Ähnlich der NPD-Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" (JN) haben die rechtsextremen Frauen außerdem einen Anwärterstatus eingeführt. Sechs Monate lang muss sich demnach künftig in der politischen Arbeit bewähren, wer vollwertiges Mitglied des RNF werden will.

Seine Arbeit wird der RNF nach Angaben Schüßlers im Jahr 2009 auf den Wahlkampf konzentrieren. Hierbei haben die Mädels von der NPD in Thüringen ihr hauptsächliches Operationsgebiet ausgemacht. "Im Moment sieht es so aus, daß wir zwei Regiogruppen - in Jena und in Erfurt - gründen können. Die Kontakte sind bereits hergestellt.", teilt Bundessprecherin Schüßler mit.


Keine Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen