von Oliver Cruzcampo
   

Republikaner und Pro-Bewegung spielen ebenfalls mit Fusionsgedanken

Die Fusionsverhandlungen zwischen NPD und DVU sind offenbar nicht die einzigen im rechtsextremen Spektrum. Auch bei den Republikanern und der Pro-Bewegung wird über eine Vereinigung gesprochen, viel Konkretes gibt es allerdings nicht.

„Am Ende sollte sinnvollerweise eine Fusion stehen“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Republikaner, Stephan Stritter, jetzt dem „Tagesspiegel“. Auch für den Vorsitzenden von „Pro NRW“, Markus Beisicht, sei es strategisch sinnvoll, „Konkurrenzkandidaturen zu vermeiden und mittelfristig alle politikfähigen und rechtsdemokratischen Kräfte jenseits der Unionsparteien in einer neuen bundesweiten Plattform, möglicherweise zu den Europawahlen, zu bündeln“.

Bei den Republikanern gebe es jedoch vor allem in Nordrhein-Westfalen Widerstand gegen eine Fusion. Eine Kooperation mit der Pro-Bewegung komme nicht infrage, sagte Landeschefin Uschi Winkelsett. „Pro NRW“ werde wegen rechtsextremer Tendenzen zu Recht vom Verfassungsschutz beobachtet. Anlass für den Ärger ist das schlechte Resultat der Republikaner bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. Die Partei erreichte nur 0,3 Prozent, Pro NRW kam auf 1,4 – obwohl „Pro NRW“ nur etwa 80 Mitglieder zählt.

Rolf Schlierer, Bundesvorsitzender der Republikaner, nimmt jedoch wieder den Wind aus den Segeln. Bei seinem Treffen mit Beisicht im Mai sei von einem Zusammenschluss keine Rede gewesen, so Schlierer. Auf der Website der Republikaner werde das Gespräch mit Beisicht aber als „deutliches Signal für eine Zusammenführung der demokratischen Rechten“ gewertet. Vizechef Stritter deutete außerdem an, schon zur Wahl in Berlin 2011 sei geplant, mit der Pro-Bewegung „ein gemeinsames Projekt zu stemmen“.

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