von Robert Scholz
   

REP-Chef Schlierer spielt Konflikte herunter: Rheinland-Pfalz spricht nicht für die „Mehrheit der Basis“

Der Parteivorsitzende der Republikaner, Rolf Schlierer, äußerte sich erstmals öffentlich zu den geforderten personellen Veränderungen in der Partei. Der REP-Chef sieht zurzeit die inhaltliche Neuordnung als drängenderes Problem als „Personaldebatten“.

Auf einem Landesparteitag beschloss der rheinland-pfälzische Landesverband der Republikaner unlängst den Bundesvorstand der Partei aufzufordern, Verantwortung für das Wahldebakel bei der Bundestagswahl zu übernehmen und zurücktreten. So sollte dieser den „Weg für einen Neuanfang frei machen“. Den Vorsitz sollte nach Wunsch des Landesverbandes der Landesvorsitzender Stephan Stritter übernehmen.

Schlierer ignorierte diese Forderungen über Wochen. Vergangene Woche äußerte sich auch das REP-Mitglied, Heiko Trenkle, der wie Schlierer aus dem baden-württembergischen Landesverband stammt, zu Wort und kritisierte den Parteivorsitzenden in unmissverständlicher Deutlichkeit. Trenkle warf Schlierer „politische Dummheit“ vor und meinte, er hätte die Partei „seit 15 Jahren ins politische Nirwana“ gelenkt.

Schlierer wischt diese Kritik nun in einer Pressemitteilung en passant bei Seite. Ohne auf den Sachverhalt einzugehen, erklärt der REP-Vorsitzende, dass die „programmatische Neuausrichtung“ eine „Schicksalsfrage“ sei, die Vorrang vor „Personaldebatten“ hätte. Diese Auffassung würde, so Schlierer, „von den großen Landesverbänden der Partei geteilt“. Die Bedeutung des Beschlusses des rheinland-pfälzischen Landesverbandes spielt er herunter, da an dem Parteitag gerade acht Stimmberechtigte teilgenommen hätten. Der Verband könne „kaum beanspruchen, für die Mehrheit der Basis zu sprechen.“

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