von Robert Scholz
   

REP-Chef Schlierer legt innerparteilichem Gegner den Austritt nahe: „Wir bleiben verfassungstreu“

Bei den Republikanern (REP) ist seit geraumer Zeit eine Personaldebatte entbrannt. Teile der Parteibasis wünschen nach dem desaströsen Abschneiden bei der Europa- und Bundestagwahl personelle Konsequenzen. Stephan Stritter, Landesvorsitzender von Rheinland-Pfalz, wurde von seinem Landesverband als Alternative zu Schlierer benannt. Der amtierende Bundesvorsitzende legt Stritter indes seinen Austritt nahe, weil er mit der Pro-NRW kooperieren wolle.

Gut eine Woche dauerte es, bis Parteichef Rolf Schlierer auf die Ambitionen seines Herausforderers Stephan Stritter reagiert, „mehrere gemeinsame Veranstaltungen“ mit dem Pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht abzuhalten. Als „unangebracht“ weist er in seiner Presseerklärung mit dem Titel "Republikaner bleiben verfassungstreu" die „Anbiederungs- und Umarmungsversuche der regionalen Gruppierungen ,Pro Köln‘ bzw. ,Pro NRW‘“ zurück.

Mit den Republikanern gebe es kein „Kuscheln in braunen Ecken“, so Schlierer, der die Pro-Bewegung „eindeutig dem Rechtsaußenspektrum“ zuordnet. Man werde auch künftig „nicht mit Leuten kooperieren, die wegen ihrer ungeklärten Verbindungen zum extremistischen Spektrum sämtliche Verfahren gegen die VS-Beobachtung verloren haben.“

In Richtung seines Parteikameraden Stritter erklärte Schlierer: „Wer glaubt, sein Heil jetzt in der Kooperation mit den ,Pro‘-Leuten suchen zu müssen, ist besser beraten, sich diesen gleich ganz anzuschließen.“

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