Referent aus braunen Kreisen

München – Die Altherrenschaft der Burschenschaft Danubia München veranstaltet auf ihrem Haus am 24. Juni den „18. Herrschaftsfreien Dialog“.

Freitag, 17. Juni 2011
Redaktion

Als Referent zu dem Thema „Glücksfall für Österreich: Bruno Kreisky“ ist Günter Rehak aus Wien angekündigt. Der Ex-Linke Rehak, einstiger Kopf des Verbandes Sozialistischer Studenten Österreichs war Sekretär von Bundeskanzlers Kreisky (SPÖ). Bis 2002 wirkte Rehak als Ministerialrat im Wiener Bundeskanzleramt. Später trat er zeitweilig der FPÖ bei.

Aktuell gehört Rehak der neonazistischen Nationalen Volkspartei (NVP; Untertitel: Die Parteibewegung für einen freien, sozialen und modernen Nationalismus) an. Rehak, Gelegenheitsautor der „National-Zeitung“, war 2008 Referent beim Jahreskongress der „Gesellschaft für freie Publizistik“. Seit 2007 gehört Rehak dem wissenschaftlichen Beirat des Neonazi-Blattes „Volk in Bewegung & Der Reichsbote“ an.

Die Aktivitas der Burschenschaft Danubia wurde im Jahr 2005 im bayerischen Verfassungsschutzbericht als rechtsextrem eingestuft. Für den damaligen bayerischen Innenminister Günther Beckstein (CSU) galt die Danubia unter den Burschenschaften als „eine, die aus unserer Sicht eindeutig rechtsextremistisch ist". (am)

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