Rechtsrock für kommerziellen Zweck

Für den 14. Januar bewirbt die rechtsextreme Partei National Orientierter Schweizer ein konspiratives Musik-Event in der Schweiz.

Freitag, 06. Januar 2017
Redaktion

Die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) möchte mit Hilfe des Rechtsrock-Konzerts an dem Samstag Gelder für ein eigenes Parteihaus zusammentragen. Die genaue Örtlichkeit dafür soll allerdings erst unmittelbar vor dem Ereignis bekannt gemacht werden. Man freue sich auf zahlreiche Gäste aus dem In- und dem Ausland, heißt es seitens der PNOS.

Für die Bühne vorgesehen sind am 14. Januar die Band „Bronson“ aus Rom, der 28-jährige „MaKss Damage“, mit bürgerlichem Namen Julian Fritsch aus Gütersloh, sowie „Gixu“, der Sänger der Schweizer Rechtsrock-Band „Indiziert“ aus Roggwil im Kanton Bern, mit weiteren Schweizer Musikern aus der rechten Szene. 

PNOS-Vorsitzender und Sänger

„Indiziert“ ist dem Umfeld der „Blood&Honour“-Bewegung zuzurechnen. Hinter „Gixu“ verbirgt sich Dominic Lüthard, der auch Vorsitzender der PNOS ist. Für Nachfragen zum anstehenden Konzert hat er seine Telefonnummer angegeben. Der neonazistische Rapper „MaKss Damage“ trat zuletzt neben anderen einschlägigen Bands beim konspirativ organisierten Konzert am 15. Oktober im Bergdorf Unterwasser im Kanton St. Gallen auf, zu dem über 5000 Besucher anreisten. (bnr.de berichtete)

Die PNOS hatte sich zuletzt mit Philipp Neumann Ende Oktober den Sänger der deutschen Rechtsrock-Band „Flak“ für einen Balladenabend eingeladen. (bnr.de berichtete) Dieser wurde dabei von der langjährigen Neonazi-Führungsfigur Sven Skoda begleitet. (hf)  

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