Rechtspopulisten auf Hetz-Tournee

Bochum/Duisburg/Essen – Gleich acht Kundgebungen plant die rechtspopulistische Partei „pro NRW“ an den kommenden drei Wochenenden – die ersten fünf Veranstaltungen sollen an diesem Samstag im Ruhrgebiet stattfinden.

Mittwoch, 02. Oktober 2013
Redaktion

Unter dem Motto „Das Ruhrgebiet sagt NEIN zu Asylmissbrauch und Armutseinwanderung“ will die extrem rechte Formation auch mit Blick auf die im kommenden Mai anstehenden Kommunalwahlen in Nordrein-Westfalen mit Anti-Islam- und Anti-„Überfremdungs“-Parolen punkten. Vorgesehen sind von 11.00 Uhr morgens bis zum Abend eine Kundgebung in Bochum sowie jeweils zwei Veranstaltungen in Essen und Duisburg. Ziel sind vier bereits eröffnete oder geplante Asylbewerberunterkünfte. Außerdem will die Partei in Duisburg vom Streit über ein von Sinti und Roma bewohntes und in der öffentlichen Diskussion als „Problemhaus“ bezeichnetes Gebäude profitieren. Bei ihrer Wahlkampftour im Vorfeld der Bundestagswahl hatte dort auch die ehemalige Schwesterpartei „pro Deutschland“ Ende August mit Hetzreden gegen Politiker demokratischer Parteien sowie Sinti und Roma Station gemacht. (bnr.de berichtete)

In Bochum und Essen hat „pro NRW“ eigenen Angaben zufolge bereits ihre Kommunalwahlkandidaten nominiert. In Duisburg gestaltet sich die Situation offenbar schwieriger. Dort verließ der im vorigen Dezember als Hoffnungsträger begrüßte, umstrittene Ex-Pirat Andreas Winkler in der vorigen Woche die selbst ernannte „Bürgerbewegung“ mit dem Hinweis, eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit Parteichef Markus Beisicht sei ausgeschlossen.

Weitere Kundgebungen kündigt „pro NRW“ für den 12. Oktober in Mönchengladbach sowie für den 19. Oktober in Witten und Hattingen an. (rr)

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