Rechtsextreme Tarnfeder

Tübingen – Rolf Kosiek, vormals langjähriger Mitarbeiter des geschichtsrevisionistischen Tübinger Grabert- und Hohenrain-Verlages und ehedem Vorsitzender der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik (GfP), war über Jahrzehnte hinweg auch unter diversen Pseudonymen einschlägig publizistisch tätig.

Donnerstag, 30. Oktober 2014
Redaktion

Im September feierte Rolf Kosiek, ab 1981 Mitarbeiter des rechtsextremen Tübinger Grabert/Hohenrain-Verlagskomplexes und von 1991 bis 2004 Vorsitzender der „Gesellschaft für freie Publizistik“, seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass erschien beim Hohenrain-Verlag eine dickleibige Festschrift für Kosiek. Sie trägt den Titel „Eine Feder für Deutschland“ und wird von Albrecht Jebens, früher Geschäftsführer des damals unionsnahen Studienzentrums Weikersheim (SZW) und später GfP-Vorstandsmitglied, herausgegeben.

Zu den Autoren der Festschrift zählen publizistische Szene-Größen wie Walter Marinovic, Vorstandsvize des NS-apologetischen österreichischen Kulturwerks Österreich, Harald Neubauer, Ex-Europaabgeordneter der Republikaner und Kolumnist bei „Zuerst!“, der in Südafrika lebende Rechtsextremist Claus Nordbruch, die Hamburger Rechtsanwältin Gisa Pahl sowie der Nationalrevolutionär und Ex-NPD-Cheftheoretiker Jürgen Schwab.

Der Publikation ist zu entnehmen, dass Kosiek, ehemaliger baden-württembergische NPD-Landtagsabgeordneter und zeitweilig NPD-Bundesvorstandsmitglied, seit Jahrzehnten auch unter diversen Pseudonymen über sein bekanntes Wirken hinaus Artikel und Bücher geschrieben hat. Erschienen sind die Bücher bei den Verlagen Grabert („Kleine deutsche Geschichte“, „Umweltzerstörung und Ideologie“), Türmer (Berg/Bayern, („Kleine Geschichte Deutschlands“) und in der Deutschen Verlagsgesellschaft (Rosenheim/Bayern, „Hundert Jahre deutsches Schicksal“) unter den Pseudonymen Rolf Hellberg, Heinrich Dietwart und Rudolf Künast. (am)

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