von Oliver Cruzcampo
   

Raimund Borrmann will nicht mehr – NPD-Fraktion schrumpft auf fünf Abgeordnete

Der Noch-Landtagsabgeordnete Raimund Borrmann gehört nicht länger der NPD-Fraktion an. Bis zur konstituierenden Sitzung sitzt er somit als fraktionsloser Abgeordneter im Parlament. Anscheinend soll er auch aus der NPD austreten.

Der Landtagsabgeordnete Raimund Borrmann hat am Montag der Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) in einem Schreiben mitgeteilt, dass er nicht länger der NPD-Fraktion im Schweriner Schloss angehöre. Bis zur konstituierenden Sitzung des neuen Landtages ist Borrmann somit fraktionsloser Abgeordneter im Landtag. 

Die Nachrichtenagentur „dapd“ hatte am Montag fälschlicherweise berichtet, dass der 51-Jährige auch sein Mandat niedergelegt hätte. „Dies kann ich nicht bestätigen“, erklärte jedoch Dirk Lange, Pressesprecher des Landtages gegenüber ENDSTATION RECHTS.

Borrmann hat in den vergangenen fünf Jahren so gut wie keine Sacharbeit für die NPD geleistet und sich darauf konzentriert, durch eine falsche Anrede an die Landtagspräsidentin über mehrere Monate unzählige Ordnungsrufe einzusammeln. Fast zehn Mal musste der Landtagsabgeordnete des Saales verwiesen werden.

Konsequenterweise erschien der Name des gebürtigen Rostockers dann auch nicht mehr auf der NPD-Landesliste. Laut NPD-Fraktionsvorsitzendem Udo Pastörs hätte sich Borrmann daraufhin entschieden, zu „schmollen“. „Reisende soll man nicht aufhalten“, soll Pastörs zudem am Wahlabend bezugnehmend auf seinen ehemaligen Fraktionskollegen gesagt haben. Weiterhin hätte der Fraktionschef angedeutet, dass Borrmann seinen Parteiaustritt erklären würde. 

Aktuell sitzt Raimund Borrmann noch als einziges NPD-Mitglied in der Stadtvertretung Grimmen.

Kommentare(2)

Paul.pa Dienstag, 06.September 2011, 23:05 Uhr:
"Nett" von Herrn Borrmann, dass er mit seinem Austritt bis nach der Wahl gewartet hat. Die NPD dürfte es freuen.
 
WW Mittwoch, 07.September 2011, 18:59 Uhr:
Immerhin, nur einer wird abtrünnig. Wenn man bedenkt, wie sich die erste sächsische NPD-Fraktion zerlegt hatte...
Ansonsten sich solche internen Querelen geradezu typisch für rechsradikale Fraktionen.
 

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